FC Verden 04 verliert beim Rotenburger SV II / Gastgeber ab der 35. Minute in Unterzahl

Dreyer-Elf: Desolat und konzeptlos beim 2:4

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Traf zum zwischenzeitlichen 2:2 gegen den RSV II: Verdens Patrick Zimmermann. ·

Verden - Von Jürgen HonebeinDie Routine schlug die Jugend! Das ist auf eine ganz einfache Formel gebracht das Resultat der Partie in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem Rotenburger SV II und dem FC Verden 04. Die Gastgeber behielten verdient mit 4:2 (2:2) die Oberhand.

Während der RSV II einen Schritt in Richtung Klassenerhalt tat, ist für den FC der Zug nach oben endgültig abgefahren. „Unser Konzept ist voll aufgegangen. Wir haben Verden auf eigenem Platz ausgekontert“, freute sich Rotenburgs Trainer Joachim Kroll. Schon das Hinspiel hatte die Reserve mit 2:0 gewonnen. Der Sieg der Gastgeber ist um so höher zu bewerten, da Patrick Werna bereits nach 35 Minuten die Ampelkarte erhielt. „Wir haben in der zweiten Halbzeit in Unterzahl besser gespielt als in den ersten 45 Minuten“, befand Kroll. Restlos bedient war Verdens Coach Jens Dreyer: „Das war heute überhaupt nichts. Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen und viel zu sehr in die Breite gespielt. Vor vier Wochen waren wir noch auf einem guten Weg. Davon kann jetzt nicht mehr die Rede sein.“

Während der Gastgeber von Beginn an hellwach war und mit viel Einsatz gegen einen technisch überlegenen Gegner zu Werke ging, leisteten sich die Gäste einige katastrophale Abwehrfehler. Die nutzte der RSV in der 12. und 16. Minute zu zwei frühen Toren durch Tobias Delventhal und Tobias Dyck. Danach fing sich Verden aber und schaffte durch ein Kopfballtor von Simon Gloger (22.) und einem Treffer von Patrick Zimmermann (27.) den 2:2-Ausgleich. Als Patrick Werna, der schon früh verwarnt wurde, nach einem weiteren üblen Foul an Jannes Bade die Ampelkarte (35.) sah, schien der FC endgültig Oberwasser zu bekommen. Mit 2:2 wurden die Seiten gewechselt, weil die Gäste gute Chancen durch Zimmermann, Kubiak und Burford nicht nutzen konnten.

Wer in der zweiten Halbzeit einen großen Verdener Sturmlauf erwartet hatte, wurde enttäuscht. Die Gastgeber standen hinten sehr sicher und setzten vorne immer wieder Nadelstiche. Besonders der laufstarke und einsatzfreudige Andrej Edel beschäftigte die komplette Verdener Abwehr alleine. Einer der Rotenburger Konter führte schon nach 52 Minuten durch Lennart Broede zum 3:2. Von diesem Zeitpunkt an liefen die Gäste völlig kopflos an und erspielten sich kaum noch große Möglichkeiten. Andrej Edel krönte seine bärenstarke Leistung in der 77. Minute und machte mit dem 4:2 alles klar. In der Schlussphase standen beim Rotenburger SV II mit dem 43-jährigen Libero Dariusz Sztorc sowie dem 46-jährigen Heiko Malende zwei Ü40-Akteure auf dem Feld. Sie halfen mit, den Sieg gegen eine in der zweiten Halbzeit völlig desolate und konzeptlose Verdener Mannschaft über die Zeit zu bringen.

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