Ex-Rotenburger fühlt sich in seiner neuen Ottersberger Rolle wohl / Sonnabend Derby

Drewes blutet das Herz

Weiter Seite an Seite: Christoph Drewes (l.) und Jan Fitschen treffen Sonnabend mit Ottersberg auf ihren Ex-Club Rotenburg. J Foto: vst

Ottersberg - Von Mareike Ludwig. Auf dem Platz ist Christoph Drewes „eine kleine Drecksau“, wie er selbst zugibt. Da gibt es für ihn keine Freunde. Auch am Sonnabend (15 Uhr) nicht, wenn der spielende Co-Trainer des Fußball-Landesligisten TSV Ottersberg seinen Ex-Club Rotenburger SV empfängt.

Doch nicht nur für den 29-Jährigen ist es „ein ganz besonderes Spiel“, schließlich steht mit Coach Jan Fitschen ein weiterer ehemaliger Rotenburger nun an der Seitenlinie des Gastgebers. „Ich freue mich natürlich darauf, die Jungs wiederzusehen. Mit einigen von ihnen bin ich ja auch immer noch befreundet“, so der Abwehrchef. Während der Partie mache er sich aber definitiv keine Gedanken darüber: „In den 90 Minuten blende ich alles aus und konzentriere mich einzig und allein auf meine Aufgaben“, erklärt Drewes.

Durch seine Platzverweise und provozierenden Kommentare hat er sich beim RSV und in dessen Umfeld nicht immer einen guten Namen gemacht. Der einstige Querschläger sei er mittlerweile aber nicht mehr: „Das Verhalten gehört definitiv der Vergangenheit an. Ich bin um einiges reifer geworden, und sehe alles nicht mehr so verbissen. Durch solche Aktionen schwäche ich meine Mannschaft eher.“ In seiner neuen Rolle als spielender Co-Trainer fühlt sich der Defensivspezialist sehr wohl. „Es macht Spaß, den Jungs etwas zu vermitteln und mein Wissen weiterzugeben. Ich beobachte im Training sehr viel und spreche mich mit Jan ab. Außerdem muss ich so nicht mehr jede Schweineeinheit im konditionellen Bereich mitmachen“, erzählt Drewes lachend.

Langfristig sei es auch geplant, ein paar Spiele komplett auszusetzen, damit sich die anderen Jungs präsentieren können. „Im Moment werde ich aber noch auf dem Platz gebraucht, da unser Kader derzeit leider so dünn besetzt ist.“ Somit zieht er auch am Sonnabend wieder das Trikot an. „Mir blutet natürlich das Herz, dass der RSV bislang kaum etwas gerissen hat. Doch die Punkte gegen uns bekommt der RSV definitiv nicht“, sagt Drewes selbstbewusst.

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