Titelverteidiger wird bei Voltigier-DM Favoritenrolle gerecht / Boe bei Damen vorn

Drewell wird Favoritenrolle gerecht

Der amtierende Europameister Jannis Drewell konnte in Verden seinen Titel als Deutscher Meister hauchzart verteidigen. - Foto: Wächter

Verden - Von Jürgen Honebein. Tolle Stimmung herrschte nicht nur wegen der vielen Weltklasseleistungen an allen vier Tagen in der Verdener Niedersachsenhalle bei den Deutschen Meisterschaften im Voltigieren, auch die Organisation der Veranstaltung war meisterwürdig. Bei den Damen sicherte sich die Hamburgerin Kristina Boe den Titel und bei den Herren war Vorjahressieger Jannis Drewell (Steinhagen) erneut erfolgreich. Meister im Doppelvoltigieren „Pay de Deux“ wurden Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs (Düsseldorf) und bei den Gruppen siegte die erste Mannschaft des Voltigiervereins Köln-Dünnwald.

Aus dem Pferdesportverband Hannover war mit Thomas Brüsewitz bei den Herren nur ein einziger Akteur am Start. Er belegte am Ende nach Pflicht, Kür, Technik und nochmals Kür mit 7,693 Punkten den siebten Platz. Hier gab es ein spannendes Finale.

Denn vor der abschließenden Kür lag Europameister und Vorjahrssieger Jannis Drewell nur auf Platz fünf und Viktor Brüsewitz (Hamburg) schien die besten Chancen auf die Meisterschaft zu haben. Der 25-jährige Sportsoldat aus Steinhagen und Bronzemedaillengewinner der WM in Le Mans/Frankreich zeigte aber eine Weltklasse-Kür und sicherte sich mit Simone Drewell an der Longe und dem Pferd Diabolus doch noch den Titel mit 8,480 Punkten vor Viktor Brüsewitz mit 8,375 Punkten (Longe: Winnie Schlüter/Pferd: Rockhand H) und dem Sachsen Daniel Kaiser mit 8,277 Punkten (Longe: Nina Vorberg/Pferd: Down Under LR). Insgesamt 13 Herren waren am Start.

Bei den Damen ging es noch spannender und dramatischer zu, denn es musste am Ende der Rechenschieber zur Hilfe genommen werden. Vor der abschließenden Kür noch auf Platz vier liegend, gewann die 28-jährige Hamburgerin Kristina Boe die Meisterschaft mit Winnie Schlüter an der Longe und dem Pferd Don de la Mar mit 8,507 Punkten. Die Vizeweltmeisterin lag damit nur drei Tausendstel Punkte vor Janika Derks (Neuss) mit Jessica Lichtenberg an der Longe und Pferd Bella Bjentje mit 8,504 Punkten. 

Die beste abschließende Kür gab zu Gunsten der Hamburgerin den Ausschlag, die schon viele Jahre zur Elite der Voltigierer zählt, aber noch nie Deutsche Meisterin geworden war. Die Vizemeisterschaft 2014 war ihre bisher beste Platzierung. Den dritten Platz belegte Corinna Knauf (RSV Neuss-Grimlinghausen), die zuletzt drei Mal in Folge Deutsche Meisterin gewesen war, mit Alexandra Knauf an der Longe und dem Pferd Fabiola W. Insgesamt 29 Damen waren am Start.

Der Titel im Doppelvoltigieren ging an Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs mit Longenführerin Alexandra Knauf und Pferd Holiday on Ice mit 8,401 Punkten. Bereits im vergangenen Jahr stand Torben Jacobs ganz oben auf dem Treppchen, jedoch mit Pia Engelberty. Engelberty verabschiedete sich im Frühjahr aus dem Voltigiersport. Torben Jacobs machte mit Theresa-Sophie Bresch einen Neuanfang und stand erneut ganz oben auf dem Treppchen. 

„Wir sind noch steigerungsfähig, doch es war schon ganz gut“, freute sich der Aktivensprecher der Voltigierer. Platz zwei ging an Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes (Altena) mit Longenführerin Nina Vorberg und Pferd Dragoner OE mit 8,038 Punkten. Dazu Bundestrainerin Ulla Ramge: „Wir haben in Verden zwei „Pas de Deux“ von Weltklasse gesehen. Für die Zukunft wünsche ich mir aber noch eine breitere Spitze.“

Spannend verlief auch die Entscheidung bei den Gruppen. Die rheinländische Mannschaft vom VV Köln-Dünnwald mit Longenführer Patric Looser und dem Pferd Danny Boy konnte ihre Führung nach dem ersten Durchgang auch im Finale verteidigen und gewann mit 9,429 Punkten vor dem bayerischen Team vom VV Ingelsberg mit Longenführer Alexander Hartl und Pferd Lazio mit 9,111 Punkten.

Turnierleiter Dr. Henrik von der Ahe vom Hannoveraner Verband zog ein positives Fazit der Deutschen Meisterschaften: „Wir sind hochzufrieden mit dem Wochenende. Wir haben Spitzensport gesehen und von den Aktiven ein sehr positives Feedback erhalten. Die Stimmung in der voll besetzten Niedersachsenhalle war durch die vielen mitgereisten Fans prächtig!“

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