Dressur: Erst nur eine „Wild Card“ – dann in hochklassiger WM-Quali für Fünfjährige vorne

Dorothee Schneider und Sezuan mit der Zehn

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Sieger in der WM-Qualifikation für fünfjährige Pferde: Dorothee Schneider aus Framersheim und Sezuan.

Kreis-Verden - Von Jürgen Honebein. VerdenKreis-Verden - Von Jürgen Honebein. Der nur mit einer so genannten „Wild Card“ an den Start gegangene Hengst Sezuan mit Dorothee Schneider (Framersheim) im Sattel fing gestern als vorletzter von 34 Startern mit der Wertnote 9,68 die lange in Führung liegende Beatrice Buchwald (Welzheim) auf dem Hengst DSP Belantis (9,54) noch knapp ab und sicherte sich den Sieg in einer äußerst spannenden und auch hochklassigen Weltmeisterschafts-Qualifikationsprüfung für fünfjährige Dressurpferde.

Der dänische Warmbluthengst Sezuan im Besitz des Gestüts Peterhof (Perl-Borg) zeigte mit seiner Chefbereiterin Dorothee Schneider einen so gut wie fehlerfreien Vortrag. Für den Galopp zogen die Richter sogar die Zehn und auch den Sonderehrenpreis für die Durchlässigkeit schnappte sich das Duo mit der Höchstnote aller Teilnehmer von 9,70.

Aber auch die Leistung der zweitplatzierten Beatrice Buchwald, die Bereiterin am Stall von Olympiasiegerin und Weltmeisterin Isabell Werth in Rheinberg ist, auf dem Schimmelhengst DSP Belantis war im Grunde ohne Fehl und Tadel. Der Hengst von Benetton Dream kam auf die Wertnote 9,54 und lag damit minimale 0,02 Punkte vor der Dritten Kirsten Brouwer (Niederlande) auf ihrem KWPN-Hengst Eye Catcher (9,52). Damit wird es morgen im Finale sehr spannend werden, wer die Nachfolge von Lena Stegemann auf Scara Boa antritt. Auf jeden Fall stehen die Chancen gut, dass Deutschland sich zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille holt, doch auch die Niederländerin Kirsten Brouwer besitzt alle Chancen den Deutschen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Sie präsentierte sich auf dem KWPN-Hengst Eye Catcher in toller Form. Hätte Eye Catcher nicht leichte Schwächen im Schritt (8,8) gezeigt, wäre sogar der Sieg möglich gewesen.

Insgesamt 34 Pferde mit Reiterinnen und Reitern aus 13 Ländern stellten sich in dieser Dressurpferdeprüfung dem internationalen Richtergremium bestehend aus Ghislain Fouarge (Niederlande), Andrew Ralph Gardner (Großbritannien), Kurt Christensen (Dänemark) und Dr. Dietrich Plewa (Deutschland). Viele Zuschauer waren gekommen, um die zukünftigen fünfjährigen Nachwuchscracks hautnah zu erleben. Und sie wurden belohnt, denn die Leistungen von Pferden und Reitern konnten sich wahrlich sehen lassen.

Überragend aber waren die Leistungen der deutschen Teilnehmer. Allein neun erreichten das Finale der zwölf wertnotenbesten Paare morgen ab 15 Uhr. Platz vier und fünf gingen an Ann-Christin Wienkamp (RFV Mesum) auf Samoura M (9,30) und Kira Wulferding (RFV Holzhausen) auf Soiree d'Amour OLD (9,16). Sechste wurde Pferdewirtschaftsmeisterin Claudia Rüscher (RFV Greven) auf dem Westfalen Hengst Daley Thompsen von Damon Hill (8,84). Das kleine Finale mit den Platzierten ab Rang 13 steigt heute ab 15 Uhr.

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