Drei Tore beim verdienten Sieg in Dörverden / Senci: „Mit Abstand schlechtestes Spiel“ / Pohlner beklagt individuelle Fehler

Behcet Kaldirici entscheidet das hektische Derby – RW Achim 5:3

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Durfte nur eine Halbzeit ran und konnte sich nicht entscheidend in Szene setzen: Dörverdens Ferat Gören (links), hier im Duell mit Achims Ferhat Senci.

Kreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. DörverdenKreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. So etwas gibt es auch nicht oft: Der Trainer des Siegers steht am Mittelkreis und beklagt sich vehement über die Leistung seiner Elf – am Sonntag brachte das Faruk Senci vom 1. FC Rot-Weiß Achim nach dem 5:3 (2:1) im Bezirksliga-Derby beim TSV Dörverden. „Das war das mit Abstand schlechteste Spiel von uns. In der ersten Halbzeit habe ich Arbeitsverweigerung gesehen, in der zweiten ließen wir Chancen en masse kläglich verstreichen. Ich bin stinksauer“, wetterte der Coach.

Im Anschluss an das äußerst hektische Duell resümierte auch Nils Pohlner geknickt: „Wir haben uns durch individuelle Fehler selbst geschlagen und einfach zu wenig Fußball gespielt.“ Was Dörverdens Spielertrainer aber noch mehr aufregte: „Anstatt die Ruhe zu bewahren, haben wir uns von der Hektik anstecken lassen und nur mit der eigenen Mannschaft und dem Gegner diskutiert.“ Dass der Sieg der Gäste verdient ist, gestand Pohlner jedoch ein: „Sie hätten viel früher den Sack zumachen müssen.“

Dabei fing das Match gut an für die Grün-Weißen: Mirko Cordes brachte seine Elf aus 16 Metern 1:0 in Führung (10.). Und nachdem Ferat Gören mit einem Fernschuss am prima reagierenden Mustafa Avanas scheiterte (12.) war es mit der Herrlichkeit der Platzherren auch schon vorbei. Kurios mutete das 1:1 an, als Keeper Simon Bogutzky beim Befreiungsschlag Jecky Paloshi traf, von dessen Schienbein die Kugel in den Winkel flog (16.). Da aber auch die Achimer keine Struktur hatten, kam überhaupt kein Spielfluss auf. Vielmehr sorgten sie immer wieder für Unruhe, indem sie gleich mit einem halben Dutzend direkt an der Außenlinie standen und aufs Feld riefen. Zumindest durften die Rot-Weißen noch vor der Pause jubeln: Ferhat Senci verwandelte einen Strafstoß zum 2:1 (44.), nachdem Philipp Sielemann der Ball aus kürzester Entfernung an die Hand gesprungen war. Hälfte zwei wurde turbulent: Erst schien Behcet Kaldirici mit dem 3:1 für eine Vorentscheidung zu sorgen (50.), nur 120 Sekunden später unterlief Berkat Karaca ein Eigentor zum 3:2. Dann musste Sielemann wegen Spielerbeleidigung mit Gelb-Rot vom Platz (57.), beklagte sich jedoch: „Behcet hat mir auf den Fuß getreten. als ich am Boden lag.“ Die Reaktion war aber fatal: „Bist du behindert, habe ich ihn gefragt.“

Zwar donnerte Finn Austermann noch einen Freistoß an den Pfosten (58.), aber bei zahlreichen Chancen gegen die nun mit Dreierkette verteidigenden Dörverdener hätte Achim früh alles klar machen können. Nach Konter traf Behcet Kaldirici aber erst in der 81. Minute zum 4:2. Und es wurde noch dramatischer: Kurz vor Schluss verkürzte Austermann per Freistoß auf 3:4 (89.), ehe Behcet Kaldirici mit seinem dritten Tor dieses unschöne Derby entschied – 3:5 (90.+1).

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