Ottersberg zerlegt Etelsen im Bezirksliga-Hit beim 6:0 in alle Einzelteile

Nahe dran an der Perfektion

Hier hätte Etelsens Timo Schöning dem Spiel noch einmal eine andere Richtung geben können. Doch er scheiterte an Felix Mindermann. Foto: vst

Etelsen - Von Kai Caspers. Demontage, Bankrotterklärung – vernichtender hätte das Urteil von Gerd Buttgereit sicher nicht ausfallen können. Verständlich. Im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga kassierte der Trainer des TSV Etelsen mit seinem Team eine 0:6 (0:3)-Packung gegen den Lokalrivalen TSV Ottersberg. „Für so eine Leistung müssen wir uns bei den Fans entschuldigen. Wir waren Minimum zwei Klassen schlechter“, ging die Niederlage für Buttgereit auch in der Höhe völlig in Ordnung.

Kein Wunder, dass sich die Gefühlslage bei Jan Fitschen ganz anders darstellte. „Wir haben über 90 Minuten konsequent gespielt und vor allen Dingen als Team funktioniert. Daher war die Vorstellung auch nah dran, an einem perfekten Spiel. Zumal wir auch zu Null gespielt haben“, wollte Ottersbergs Trainer trotz der Galavorstellung noch nichts von einer Vorentscheidung im Titelkampf wissen. „Natürlich war der Sieg wichtig. Aber der bringt uns am Ende nichts, wenn wir in den nächsten Begegnungen nicht nachlegen.“

Die Rahmenbedingungen für dieses Spitzenspiel – sie hätten besser nicht sein können. Denn rund 700 Zuschauer hatten den Weg an den Etelser Schlosspark gefunden und freuten sich auf eine packende Partie. Allerdings erwiesen sich die Ottersberger als echte Spielverderber. Bereits nach 32 Sekunden nutzte Egzon Percani einen Stellungsfehler und traf zum 0:1. Erneut Percani legte in der 13. Minute zum 2:0 nach, als er aus 20 Metern einfach mal abzog. Auch wenn er das Leder gut getroffen hatte, machte Etelsens Torhüter Cedric Dreyer dabei nicht den besten Eindruck. Damit war die Luft frühzeitig raus, zumal Timo Schöning einen katastrophalen Rückpass von Leonard Belba (32.) nicht nutzen konnte und freistehend an Felix Mindermann scheiterte. In der 38. Minute erhöhte David Airich nach Freistoß von Nicklas Falldorf mit einem wuchtigen Kopfball auf 3:0. „In der Kabine hat es einige klare Worte gegeben. Aber direkt nach dem Wechsel leisten wir uns dann wieder eklatante Fehler“, war die Partie für Buttgereit spätestens mit dem 0:4 (46.) endgültig entschieden. Nach einem langen Ball hatte sich Dreyer verschätzt und wusste sich nur noch mit einem Foul an Percani zu helfen. Denn fälligen Strafstoß verwandelte Airich sicher. In der Folge kamen die Gastgeber, die läuferisch und gedanklich zwei Klassen schlechter waren, lediglich zu einigen ungefährlichen Distanzschüssen. Die Demütigung endgültig perfekt machten Lukas Klapp (70.) nach sensationeller Airich-Vorarbeit sowie Alexander Garuba (89.) mit ihren Treffern zum 0:6. „Ich bin völlig konsterniert und muss das erst einmal sacken lassen. Aber nach so einer Leistung haben wir es nicht verdient, um über den Aufstieg nachzudenken“, so Buttgereit.

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