Schillerslage-Reiter und Hannoveraner Wallach Hemingway in Dressur überragend

VER-Dinale: Doppelsieg bringt Hecker in die „Hall of Fame“

Dressur-Dominator: Andre Hecker auf Hemingway.

Verden - Auch die Königsdisziplin der Dressur durfte bei der Ver-Dinale natürlich nicht fehlen. Dabei wurde zuerst der Kurz-Grand Prix geritten. Nur sieben Paare ritten um den Ehrenpreis der Firmen Madams Event Caterina GmbH und Fricke Landmaschinen GmbH. Mit großen Trabbewegungen und einer beeindruckenden Piaff-Passage-Tour setzte gleich zu Beginn das erste Paar hohe Maßstäbe und konnte bis zum Schluss seine Pole-Position halten: Für Sieger Andre Hecker von der RG Schillerslage e.V. mit seinem Hemingway, dem zwölfjährigen Hannoveraner Wallach, abstammend von Hochadel-Wolkenstein II, vergaben die Richter Cornelia Albrecht, Ute von Platen und Gudrun Hofinga 69.147%. Der Notenbogen weist 36 Noten für die 31 Lektionen auf.

Hecker ist Stammgast in der Niedersachsenhalle und hat bereits zahlreiche Erfolge bei der VER-Dinale errungen. „Schon mit vier Jahren saß ich auf dem Rücken der Kühe, ritt auf den Wagenpferden und konnte nie genug davon bekommen”, so Hecker: „Das Reiten klassischer Dressurlektionen war schon immer etwas Außergewöhnliches für mich. Durch meine Größe und mein eher schlechtes Auge war das Springen für mich immer eher ungeliebt.” Platz zwei ging an die Vorjahressiegern Svenja Peper-Oestmann vom RV Harsefeld u.Umg. mit Disneyworld. Der Favoritin kosteten Fehler in den Pirouetten wertvolle Punkte. In Summe kam sie auf 67.326%. Platz drei ging mit 66.977% an Lena Waldmann und Sir Liberty der PferdeSV Reitakademie Werder e.V.

Seiner Favoritenrolle gerecht wurde Hecker in der Grand Prix Kür am Samstagabend. Mit 75,02 Prozent verwies er auf Hemingway die Konkurrenz deutlich in die Schranken - und war sichtlich zufrieden: „Wir konnten uns in der Kür noch etwas steigern und eine Schippe drauflegen“. Die drei Richter, auch hier besetzt wie im Kurz-Grand Prix, vergaben erneut hohe Noten für die Trabtour, mit beeindruckenden Highlights im starken Trab und in den Passagen. In der Fußnote wurde besonders die Leichtigkeit in der Anlehnung erwähnt.

„Feines Reiten mit feiner reiterlichen Hilfegebung hat Hecker uns hier gezeigt“, fasst das Richtergremium zusammen. Die Freude über den Sieg war dem Reiter ins Gesicht geschrieben. Somit ist Hecker in die „Hall of Fame“ in Verden aufgenommen und reiht sich in die Gewinnerliste neben Holga Finken mit „Wie Weltmeyer“ (1999), Karin Rehbein mit „Cappuccino“ (2000, 2001 und 2004) sowie Klaus Husenbeth mit „Piccolino“ (2008) ein. Zweite wurden Elisa Prise und Dark Dancer (74,06) vor Svenja Peper-Oestmann mit Disneyworld.  mk

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