Hülser beim Remis in Hönisch der tragische Held / Auch Heil fliegt vom Platz / Krajczyk sauer / Marco Wigger rettet Seidel-Elf noch einen Punkt

Dogru: Zwei Treffer, ein Eigentor und die Rote Karte – 3:3

Hier eine seiner starken Szenen: Tugay Dogru (Mitte) setzte sich in der Hönischer Abwehr durch. Der Hülsener markierte beim 3:3 zwei Treffer, schoss ein Eigentor und sah die Rote Karte. - Foto: Seesko

Hönisch - Der SVV Hülsen tritt in Sachen Relegation in der Fußball-Kreisliga weiter auf der Stelle. Im Spiel des Tages kam das Team von Trainer Waldemar Krajczyk am Sonntag beim SV Hönisch nicht über 3:3 (1:2) hinaus. Stocksauer war Krajczyk nach Abpfiff des zugegebenermaßen nicht immer sicheren Referees Tom Stadtlander. „Wir können froh sein über den einen Punkt. Allerdings haben wir nicht nur gegen elf Mann gespielt“, wetterte er nach über 90 hektischen und in jeder Beziehung farbigen Minuten.

Noch bitterer als die zwei liegengelassenen Punkte dürften den SV Vorwärts die zwei Roten Karten für Florian Heil (30.) wegen Beleidigung des Assistenten Erday Akaram sowie für Tugay Dogru (81.) treffen. Nach Ansicht von Krajczyk hatte Dogru einen Ball wegschlagen wollen. Traf dabei laut Trainer unabsichtlich den Schiri. Absicht oder nicht – Stadtlander zeigte Dogru den Roten Karton. Überhaupt Tugay Dogru: Er war Mann der ersten Halbzeit. Erst erzielte er das 0:1 (18.). Nicht unumstritten. Vorher wurde Hönischs Hannes Hammer im Strafraum am Kopf getroffen. Die Pfeife von Schiri Stadtlander blieb stumm. In aller Seelenruhe schob Dogru den Ball ins Tor. Dann ein absoluter Aussetzer von Dogru. Völlig unbedrängt wollte der Hülsener aus gut 30 Metern zu seinem Keeper

Steven Ackermeier vergibt den Sieg

Bastian Roselius zurück passen. Über Rosilius hinweg segelte der Ball zum 1:1 (27.) ins eigene Tor. Es folgte Dogrus schöner Treffer zum 1:2 (39.) in den Winkel des rechten kurzen Torecks nach tollem Zuspiel von Abdukadir Tekin.

Auch nach dem Seitenwechsel kamen die fast 100 Zuschauer voll auf ihre Kosten. Hönisch wurde immer stärker. Marco Wigger zog aus der Distanz einfach mal ab, abgefälscht hatte Bastian Roselius im Tor des SVV beim 2:2 (62.) keine Abwehrchance. Benjamin Bauer brachte Hülsen mit dem 2:3 (72.) erneut in Führung. In der Schlussphase fiel dann doch noch das nicht unverdiente 3:3 (82.) im Nachschuss durch Marco Wigger. „Im zweiten Durchgang hätten wir das Spiel entscheiden können. Zweimal hatte Steven Ackermeier freistehend die Entscheidung auf dem Fuß. Scheiterte aber an Roselius und den Nerven (80./83.). Aber mit dem einen Punkt kann ich gut leben“, zog Hönischs Coach Ricardo Seidel am Ende ein positives Fazit eines Spiels mit jeder Menge Emotionen und einigen aufregenden Momenten.

SV Hönisch: Jachmann - Betiki, Brümmer, Hammer, Große, Schmidt, Rolf, Camaru, Blohme, M. Ackermann, N. Wigger, M. Wigger, Hellwinkel, S. Ackermann.

SVV Hülsen: Rosilius - Eggers, Hadj, Gehlich, Wolkolapow, Krause, Heil, Kadah, Tekin, Meyer, Dogru, Al-Kaledi, Bauer, Vurus.

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