Dem Wetter getrotzt, aber:

Dörverdener Motorsportler Lemke & Partner vom Pech verfolgt

Christian Lemke und Jan Bemmann in ihrem Opel.
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Christian Lemke und Jan Bemmann in ihrem Opel.

Dörverden – Nicht gerade vom Glück verfolgt wurden der Dörverdener Motorsportler Christian Lemke und sein Beifahrer Jan Bemmann beim 2. Lauf zum ADAC Opel e-Rally Cup in holsteinischen Putlos im Rahmen der 56. ADAC Holsten-Rallye. Das Wetter zeigte sich dabei nicht von seiner besten Seite. Von 89 Startern beendeten nur 54 diese materialraubende Rallye, darunter mehr schlecht als recht Lemke/Bemmann.

Spektakulärer Motorsport wurde auf dem Truppenübungsplatz an der Ostsee versprochen. Das Streckenlayout, die ultraschnellen Passagen auf Asphalt und Schotter sowie die anspruchsvollen und unzähligen Belagswechsel stellten auf dem Putlos-Gelände alle Rallye-Teams auf die Probe. „Leider konnten wir am Vortag das Gelände nicht in Augenschein nehmen, dafür aber die Papierabnahme und die technische Abnahme erledigen. Am späten Nachmittag setzte bis Mitternacht Regen ein und verwandelte das Putlos-Gelände in einen wahren Übungsplatz. Überschwemmte Streckenverläufe wurden schwer passierbar. Und dass wir mit der Startnummer 89 am Renntag als letztes Team eingreifen sollten, machte es nicht einfacher für uns. Wenn vorab 88 Fahrzeuge die gleiche Strecke befahren, ergeben sich automatisch schwerere Verhältnisse für die späteren Starter. Teilweise waren die Belagsabsätze von Schotter auf Asphalt schon auf Treppenstufenformat herangewachsen“, war Lemke schon vom Beginn des Renntages nicht gerade angetan.

„Dass bei dieser Rallye der kleinste Fehler drastische Auswirkungen haben kann, wussten wir aus den letzten Jahren. Die unzähligen Belagswechsel, der runde rollende Schotter und die unglaublich langen Vollgaspassagen in Verbindung mit langen Kurven sind die tückischen Bereiche des Truppenübungsplatzes. Auch so etwas ist Teil des Lern- und Reifeprozesses. Von der richtigen Einschätzung der Strecke, den Kurven, den Belägen, der Beschaffenheit und dem richtigen Timing hängt schlussendlich der Erfolg der Rallye ab“, so der Dörverdener weiter. Er und sein Partner mussten kurz vor dem Start die Reifenwahl tätigen, da Regen im Anmarsch war. Wir entschieden uns für unseren Fronttriebler für die sichere Variante und starteten auf der Vorderachse mit härteren R21 Michelin-Reifen und auf der Hinterachse mit weicheren AMW1 Michelin-Regenreifen. Als einziges Team mussten wir ab der Wertungsprüfung 3 komplett im Regen fahren, da uns eben die letzte Startnummer im Feld zugelost wurde!“

Nicht nur dies beeinträchtigte beide im Laufe der Rallye, sondern zwei platte Reifen in der Wertungsprüfung 4 und durch das Tuschieren eines Bordsteins in der Wertungsprüfung 6 wurde die Hinterachse verbogen. „Somit türmten sich mehrere Umstände zu einer echten Pechsträhne auf“, schüttelte da der 21-jährige Lemke nur den Kopf. Doch sah sein Partner auch einen Aha-Effekt. „Wir haben aus dem zweiten Cup-Lauf aufgrund der schwierigen Witterungsverhältnisse gute Zeiten und Erfahrungen mitgenommen und wissen jetzt, wo wir Verbesserungspotenzial haben. Unser Fahrzeug zeigt sich bisher im Saisonverlauf als sehr stabil und wir haben unseren Boliden zumindest über die Ziellinie gebracht“, so Jan-Eric Bemmann.

Eine besondere Herausforderung erwartet die Opel-Teams am letzten August-Wochenende, wenn sie sich bei der Barum-Rallye, dem tschechischem Gastspiel der Rallye-Europameisterschaft rund um Zlin, vor internationalem Publikum präsentieren können.

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