Fußball-Trainer wirft das Handtuch beim Bezirksligisten / Kommt Powels?

TSV Dörverden und Moritz – das hat nicht gepasst

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Auch Sebastian Lampmann wird den TSV Dörverden verlassen.

Dörverden - Von Frank von StadenBevor die Ehe auch nur etwas wachsen konnte, wurde sie am vergangenen Sonntag bereits wieder geschieden: So warf Stefan Moritz beim TSV Dörverden nach nur einem halben Jahr als Bezirksliga-Coach am vergangenen Sonntag nach dem letzten Spiel vor der Winterpause das Handtuch, da der Weg, den beide bisher zusammen gingen, immer steiniger wurde.

Erst zu Saisonbeginn löste der 41-Jährige Andre Koopmann als Übungsleiter bei den Grün-Weißen ab, der nach vierjähriger Tätigkeit eine schöpferische Pause einlegen wollte. Dass Koopmann aber bis zum Saisonende nun als Feuerwehrmann einspringen wird, ist nur ein Gerücht. „Ich bin nicht gefragt worden und hätte das auch nie gemacht. Aber das wussten alle in Dörverden“, erklärte Koopmann, der beim TSV sehr große Fußstapfen hinterlassen hatte, gestern auf Nachfrage.

Immer wieder gärte es seit Moritz’ Amtsantritt im Umfeld und auch in der Bezirksliga-Mannschaft des TSV Dörverden. Er sei nicht der Kumpel-Typ, der auf dem Dorf benötigt würde, sei einer, der Fußball viel zu wichtig nehme, hieß es da. Stefan Moritz schien den leichten Wind zu spüren, der da hinter seinem Rücken blies. Deshalb zog er bereits am Freitagabend die Reißleine, stellte sich vor die Mannschaft und teilte ihr mit, dass er es für das Beste halten würde, nach der Partie am Sonntag gegen Ostereistedt getrennte Wege zu gehen. Verriet der Übungsleiter, der gestern sehr locker und gelöst wirkte: „Der Vorstand wusste schon Wochen vorher von meiner gefassten Entscheidung!“ Weiter aber wollte sich Stefan Moritz dann nicht zu seinem Rücktritt äußern, erklärte aber, per Mail noch eine offizielle Stellungnahme abzugeben. Diese lag allerdings gestern Abend bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Fakt ist zudem, dass auch der kopfballstarke Sebastian Lampmann sein zweites Gastspiel bei den Grün-Weißen ebenfalls nach nur einer Halbserie wieder beenden und zu seinem Heimatverein TSV Eystrup zurückkehren wird. Dafür könnte allerdings Onur Kaya im neuen Jahr wieder das Dress der Dörverdener überstreifen. Der versucht sich seit Saisonbeginn in der Landesliga beim TSV Etelsen, kommt dort aber nicht so zum Zuge, wie er sich das wünschen würde. „Es stimmt, dass wir uns stark um ihn bemühen. Allerdings möchte er erst das Gespräch mit den Etelser Verantwortlichen suchen, ehe wir ins Detail gehen. Es wäre natürlich eine echte Hilfe, wenn er schon in der

Auch Lampmann geht,

hoffen auf Kaya

Winterpause wieder bei uns einsteigen könnte“, bestätigte gestern Dörverdens Routinier und Co-Trainer Nils Pohlner. Zum Ausstieg vseines „Chefs“ wollte sich Pohlner indes nicht äußern. Allerdings glaubt er nicht, dass er den Trainingsauftakt im neuen Jahr leiten wird: „Ich bin überzeugt, dass wir eine schnelle Lösung finden werden.“

Die da durchaus Peter Powels heißen könnte. Zwar coacht der momentan noch die Niedersachsenliga-A-Junioren des FC Verden 04, doch werden Powels beste Kontakte zu den Grün-Weißen nachgesagt. Immerhin gehörte der Verdener schon vor der Saison zu den ganz heißen Favoriten als Koopmann-Nachfolger und hätte sofort das notwendige „Standing“ innerhalb der Mannschaft.

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