Dörverden gegen Riede chancenlos / Zumbruch und Lindenberg machen mit Doppelschlag alles klar / „Hätten mehr schießen können“

1:3 – Coach Pohlner poltert: „Die schlechteste Leistung, seit ich hier bin“

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Einer der ganz seltenen hoffnungsvollen Angriffe des TSV Dörverden: Finn Austermann (links) ist schneller als Dennis Knief. Das Derby gewann der MTV Riede verdient 3:1.

Kreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. DörverdenKreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. Was soll dem TSV Dörverden im Bezirksliga-Abstiegskampf jetzt noch Hoffnung machen? Nach der 1:3 (0:1)-Pleite am Sonntag im Derby gegen den MTV Riede hat das Schlusslicht einen weiteren Tiefpunkt erreicht – chancenlos in einem Match, in dem ein Sieg gefordert worden war. Resümierte Coach Nils Pohlner zunächst noch mit gebremstem Schaum – „eines der schlechtesten Spiele in meiner Amtszeit“ – polterte er dann doch los: „Das war die schlechteste Leistung, seit ich hier bin.“

Gäste-Coach Uwe Bischoff fiel trotz einer insgesamt äußerst dürftigen Partie ein Stein vom Herzen: „Wir wollten nur gewinnen, das haben wir geschafft. Jetzt haben wir unseren schwachen Start vergessen lassen, hätten jedoch noch mehr Tore schießen können. Aber bei den Kontern fehlt halt die Erfahrung, die Hagen Röpke in der nächsten Woche sicherlich wieder reinbringen wird.“

Nach verteiltem Spiel mit zwei Chancen auf jeder Seite gingen die Rieder durch Jonathan Zilz nach feinem Pass von Kai Schumacher 1:0 in Führung (32.). Die Dörverdener haderten, weil Schiri Sören Kubica (Schwanewede) vorher ein Foul übersehen habe. Pohlner: „Dann läufst du halt wieder hinterher und kommst nicht in Gang.“ Noch vor der Pause hätte Nico Zumbruch, der früh für den gelb-rot-gefährdeten Zilz gekommen war (41.), mit seinem ersten Ballkontakt erhöhen müssen – traf aber aus vier Metern nur die Unterkante der Latte (42.).

Dafür entschieden die Segelhorst-Kicker das Derby kurz nach dem Wechsel mit einem Doppelschlag: Zumbruch stand nach Westermann-Hereingabe goldrichtig und erhöhte auf 2:0 (50.), Marc Lindenberg nutzte die komplette Verunsicherung der Grün-Weißen zum 3:0 (56.). Nach Zumbruch-Ecke sprang der MTV-Kapitän zwischen Mirko Cordes sowie Roman Stamikow hindurch und düpierte den überraschten Simon Bogutzky aus drei Metern. Damit war auch Pohlners Schachzug mit Andreas Meyer in der Innenverteidigung verpufft: „Ich wollte mit Andy und Christian Schünemann dort zwei kopfballstarke und schlagsichere Leute haben.“ Dass Meyer an gewohnter Stelle im Mittelfeld fehlte, schwächte die Heimelf zusätzlich.

In der letzten halben Stunde plätscherte die Partie dahin, weil Dörverden sich nicht wirklich aufbäumte und Riede bei Kontern zu unkonzentriert wirkte. Stefan Scholz scheiterte sogar mit einem Strafstoß (Foul von Philipp Sielemann gegen Andreas Böttcher) noch an Bogutzky (73.). Den Ehrentreffer zum 1:3 markierte Dennis Neumann vom Punkt aus, nachdem Meyer im Strafraum gegen Marcel Grashoff zu Fall gekommen war (81.).

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