Start in die Fußball-Kreisliga (Teil 1)

TSV Dörverden: Druck auf die Etablierten

Dörverdens Fußball-Coach Nils Pohlner im Porträt.
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Hofft auf den großen Wurf in der Kreisliga: Dörverdens Coach Nils Pohlner.

Achim/Verden – Am Freitag um 19 Uhr ist es soweit: In der Fußball-Kreisliga startet die Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem TV Oyten II und dem FSV Langwedel-Völkersen II. Nach dem es in den Vorjahren immer wieder Topfavoriten auf den Titel gab, die sich dann letztlich auch zumeist auf den Spitzenpositionen wiedergefunden haben, sucht man diese aktuell vergebens.

Der Tenor der meisten Verantwortlichen lautet da jetzt eher: „Es kann fast jeder jeden schlagen“, „Tagesform entscheidet“ oder „Wir wissen nicht wirklich, wo wir aktuell stehen“.

Einer der am meisten genannten Favoriten ist der TSV Dörverden. Der Kern der Mannschaft ist zusammengeblieben und dazu bekommt der langjährige Trainer Nils Pohlner acht Spieler aus der eigenen A-Jugend hinzu: „Wir freuen uns über einen starken Jahrgang und sind davon überzeugt, dass sie den etablierten Druck machen werden.“ Auf jeden Fall haben die Grün-Weißen die Ambitionen, sich erneut in der Spitzengruppe zu etablieren und den ersehnten Sprung in die Bezirksliga zu schaffen.

David Airich lässt TB Uphusen II hoffen

In der abgebrochenen Saison 2020/21 an der Spitze befand sich neben Dörverdenern die neuformierte Mannschaft vom TB Uphusen II. Mit Samuel Friesen (JFV Nordwest), Mehmet Kaldirici (SV Baden) und den beiden extrem erfahrenen David Airich (TSV Etelsen) und Ibo Lailo (TSV Achim) konnte sich die Oberliga-Reserve noch mal sehr namhaft verstärken.

Wie man die Uphuser in einem Pflichtspiel knacken kann, hat der TSV Bassen II – wenn auch erst über den Umweg Elfmeterschießen – im Achtelfinale des Kreispokals bewiesen. Bei den Bassenern hat Marius Wagener nun nicht mehr das alleinige Sagen an der Seitenlinie, sondern bildet ein Gespann mit dem grün-roten Urgestein Denis Schymiczek. Im Gegensatz zu Wagener wird Schymiczek auch noch als Spieler auf dem Platz stehen und glänzte bereits im Pokal in ungewohnter Manier mit einem Kopfballtreffer. Unterstützt wird das Duo von Dennis Dede als Co-Trainer.

Mit Marc Schaffrath (SC Borgfeld) und Daniel Wiechert (erste Herren) konnte man den guten Kader noch mal punktuell verstärken. „Die Stimmung im Team ist sehr gut und auch die Vorbereitung lief bisher sehr gut, wenn auch ein bis zwei Spiele nicht so gut waren“, ist Wagener von einer starken Serie seines Teams überzeugt.

Zuletzt beim TSV Etelsen in der Landesliga: David Airich verstärkt die Uphuser Reserve.

Wie auch Henning Meyer vom TSV Brunsbrock. „Ziel ist es, mit einer der jüngsten Mannschaften weiter in Richtung oberes Tabellendrittel zu kommen. Wir haben gute spielerische Anlagen und insgesamt einen starken breiten Kader, müssen im Abschluss aber noch viel effizienter werden,“ erklärt Meyer. „Besonders stolz und froh sind wir grundsätzlich darüber, dass alle Spieler bei uns geblieben sind, denn es wurde von anderen Vereinen sehr stark versucht, einige wegzuholen“, so der Coach weiter. Er bekommt mit Julius Ritz vom FC Walsede einen Spieler dazu, der bereits in der Jugend für die roten Teufel aktiv war.

Eine gute Rolle dürfte auch der TV Oyten II spielen. Das Team überzeugte sowohl in der Saisonvorbereitung als auch in den ersten beiden Pokalrunden. Obwohl es mit Jannik Tölle (zurück beim TSV Ottersberg) den besten Spieler wieder ziehen lassen mussten. Abwehrspieler David Bund hat sich zudem zur TSG Wörpedorf verabschiedet.

Jens Rathjen hat mit dem TV Oyten II aufgerüstet

Dafür hat Trainer Jens Rathjen mit Mittelfeldspieler Cedric Ellrott vom TSV Otterstedt sowie Patrick Kuhna, Daniel Aritim und Thomas Baumann (alle eigene erste Herren) drei starke Akteure hinzubekommen. Baumann und Sturmkollege Mario Sonntag präsentieren sich aktuell bereits treffsicher. Baumann netzte in den vergangenen drei Spielen fünfmal und Sonntag viermal. Als Saisonziel hat man erneut das gesicherte Mittelfeld ausgegeben. Vom Potenzial her sollte aber eher noch mehr möglich sein.

Den größten Kreisliga-Kader hat der Trainer Andy Wilkens an seiner neuen Wirkungsstätte TSV Etelsen II vorgefunden. Daher musste nach der intensiven Saisonvorbereitung auch einigen Akteuren gesagt werden, dass es nicht mehr reicht für das Aufgebot, das immer noch 28 Feldspieler und drei Torhüter umfasst. Mit Mark Muzelius (TSV Bassen), Joscha Friesacher (eigene A-Jugend) und Tyark-Hendryk Füst (TSV Thedinghausen) hat Wilkens gleich drei Akteure hinzubekommen, die ihre Stärken in der Offensive haben. Mittelfeldspieler Nico Bochinski und Keeper Nico Heinken kehren aus Verden zu ihrem Jugendverein zurück.

Außerdem kann Wilkens sieben weiterer Spieler aus der eigenen A-Jugend integrieren. „Alle Neuzugänge verfügen über eine gute fußballerische Ausbildung und können Ansprüche auf die erste Elf erheben“, stellt Wilkens kurz und knapp fest. Quantität ist natürlich nicht gleich Qualität. Aber die Etelser dürften das Potenzial haben, um eine der großen Überraschungen in dieser Saison zu werden. Wilkens und dem langjährigen Co-Trainer Nevzat Toprak ist ein Platz in den Top Five definitiv zuzutrauen.

Von Björn Drinkmann

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