Bezirksligist vergibt einen leichten Sieg gegen Stemmen / Nils Pohlner: „Dann müssen wir auch nicht auf andere schauen“

TSV Dörverden: Chancenwucher wird ganz bitter bestraft – 2:2

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Markierte das 1:1 für Dörverden: Ferat Gören. Trotz zahlreicher Chancen reichte es gegen Stemmen letztlich nur zu einem 2:2.

Kreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. DörverdenKreis-Verden - Von Ulf von der Eltz. Als hätte sich alles gegen den TSV Dörverden verschworen: Erst vergaben die Grün-Weißen am Sonntag im Bezirksliga-Match gegen den TV Stemmen zahlreiche Hochkaräter, dann wurde ihnen ein klarer Strafstoß verwehrt – und am Ende ein vermeintlicher Treffer nicht gegeben. So reichte es für die Pohlner-Elf nur zu einem 2:2 (1:1)-Remis, das im Kampf um den Klassenerhalt zu wenig sein dürfte. Zumal ihr ein Dreier nicht noch einmal so leicht gemacht werden wird. Damit beträgt der Rückstand zum Heeslinger SC II auf dem Relegationsplatz zwei Runden vor Saisonende fünf Punkte.

„Wenn wir so ein Spiel nicht gewinnen, dann müssen wir auch nicht auf andere schauen“, wollte Coach Nils Pohlner gar nichts von der Heeslinger 1:2-Niederlage in Langwedel hören: „Dann weiß ich es auch nicht.“ Zu allem Überfluss fühlte er sich um den Siegtreffer gebracht, als er in der 90. Minute einen Eckball von Andreas Meyer Richtung Tor köpfte und Martin Illinger per Kopf klärte: „Ich habe ganz genau gesehen, dass die Kugel hinter der Linie war.“ Schon der 2:2-Ausgleich war äußerst unglücklich für die Platzherren gefallen: Der Ball sprang Meyer vorm Strafraum an die Hand, mit dem fälligen Freistoß überraschte Douglas Rafael Grun Keeper Simon Bogutzky, der nicht mehr herankam (81.).

Somit bestraften die Gäste den Chancenwucher der Dörverdener, die das Duell schon lange vorher hätten entscheiden müssen. „Sechs oder sieben 100-prozentige Dinger haben wir nicht reingemacht“, haderte Pohlner, der sich auf die Zunge beißen musste, um nicht noch mehr rauszuhauen. Nur soviel: „Wir hatten selten so eine schlechte Mannschaft hier zu Gast.“

Vom 0:1 durch Grun, der von Illinger angespielt wurde, sich an der Strafraumgrenze geschickt durchsetzte und ins lange Eck schlenzte (13.), erholten sich die Platzherren ziemlich rasch. Sie hatten mehr Ballbesitz, kamen auch zu Möglichkeiten, ließen vorm Kasten aber den richtigen Punch vermissen. Finn Austermann schoss nach Doppelpass mit Dennis Neumann übers Tor (19.), Neumann zielte auf Ablage von Ferat Gören zu hoch (20.), Austermanns Versuch nach Doppelpass mit Neumann parierte Keeper Witt per Fuß (32.). Und als Gören nach langem Ball von Stemmens Schlussmann niedergestreckt wurde, blieb der Elfmeterpfiff aus (43.). Bezeichnend, dass das 1:1 dann eher zufällig zustande kam, als gleich drei Verteidiger sowie Witt den Austermann-Ball falsch einschätzten und Gören gar nicht anders konnte als aus Kurzdistanz zu treffen (45.).

In Hälfte zwei schien die Auswärts-Elf überhaupt nicht mehr zu wollen, lediglich Kenj sorgte mit einem Pfostenschuss nach Konter für Gefahr (53.). Auf der anderen Seite wurde Austermanns Versuch nach Paloshi-Vorarbeit geblockt (51.). Wenig später vergaben die Dörverdener eine Doppelchance durch Roman Stamikow und Neumann (58.). So musste ein Strafstoß für die verdiente Führung her: Jannik Neumann foulte Dennis Neumann – und der künftige Verdener verwandelte vom Punkt aus sicher zum 2:1 (75.). Der Bann schien gebrochen, erst jetzt regten sich die Stemmer wieder. Mit dem glücklichen Ausgleich versetzten sie dann aber der Pohlner-Elf einen Stich, der am Saisonende den Abstieg in die Kreisliga bedeuten könnte.

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