Gestern Abend: TBU schreibt gegen Wilhelmshaven weiter am Pokal-Märchen

5:1 – Dikollari und Titz schlagen ein wie der Blitz

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Startschuss zur Uphuser Gala: Saimir Dikollari erzielt das 1:0 gegen Wilhelmshaven. Am Ende wurde ein 5:1 gefeiert. ·

Von Ulf von der EltzUPHUSEN · Sie tollten nur so über den Rasen wie kleine Kinder – feierten ausgelassen ihren nächsten Coup: Die Fußballer des TB Uphusen fertigten gestern Abend im Viertelfinale den Regionalligisten SV Wilhelmshaven 5:1 (3:0) ab und schreiben damit weiter an ihrem Märchen im Niedersachsenpokal.

„Eine überragende Vorstellung, wir können stolz auf uns sein. Das war wieder der TBU-Fußball, die beste Mannschaftsleistung seit ich hier bin“, sprudelte es aus Saimir Dikollari heraus. Der Stürmer war mit drei Toren (10., 87., 90.+1) der Matchwinner – zwei Buden steuerte Benjamin Titz bei (21., 36.). Für den arg enttäuschenden Favoriten traf lediglich Tim Scheffler zum zwischenzeitlichen 3:1 (49.).

„Klar, dass wir überglücklich sind. Keiner konnte damit rechnen, dass es so traumhaft laufen würde“, freute sich Coach Andre Schmitz nach der hoch konzentrierten Darbietung des Oberliga-Aufsteigers. Auf der anderen Seite wirkte Trainer Farat Toku äußerst geknickt: „Es tut mit leid für die mitgereisten Fans, bei denen wir uns vor allem für die erste Halbzeit entschuldigen müssen. Ich will Uphusens Leistung nicht schmälern, aber wir hätten auch gegen einen Kreisligisten Tore kassiert.“

Dabei traf es die Gäste wie der Blitz, ehe sie überhaupt ins Spiel finden konnten: Dikollari nutzte nach einem weiten Ball von Titz den kapitalen Bock des Linksverteidigers Hyde und vollendete geschickt zum 1:0 (10.). Und als Titz selbst mit herrlichem Volleyschuss nach toller Duhn-Vorarbeit zum 2:0 nachlegte (21.), trauten die Küstenstädter ihren Augen nicht.

Wer nun dachte, der Favorit – immerhin im Achtelfinale 2:1-Sieger über Drittliga-Primus Osnabrück – würde sich kurz schütteln und dann an der Wende arbeiten, sah sich getäuscht. Das Gegenteil trat ein: Uphusen warf mit einfachen Spielzügen die völlig verunsicherte SVW-Deckung von einer Verlegenheit in die nächste. Konsequenz: Dikollari fing einen Ball ab, leitete ihn brillant zu Titz weiter, der Keeper Siegl mit einem Tunnel alt aussehen ließ – 3:0 (36.).

All das durfte Innenverteidiger Mateusz Peek in Seelenruhe beobachten: „Wir wollten die ersten zehn Minuten schadlos überstehen, haben mit einer Drangperiode der Gäste gerechnet. Mit dem frühen 1:0 haben wir das Spiel aber in die andere Richtung gedreht, dann lief es fantastisch.“ Und der Ex-Ottersberger atmete nach drei Remis in der Oberliga tief durch: „Endlich haben wir uns für eine tolle Leistung belohnt. Die Tore von Benny Titz waren einfach grandios.“

Zwar gelang Tim Scheffler kurz nach der Pause das 1:3 per Kopf nach Fehler von Keeper Oliver Blum (49.), aber das war nicht das von Toku erhoffte Signal. „Eher für uns ein Weckruf. Da wurde bewusst, dass wir uns für ein 3:0 noch nichts kaufen können. Fortan kamen wir nahe an die Leistung der ersten Hälfte heran und haben verdient gewonnen“, strahlte Schmitz.

In der Folge machte Blum seinen Fehler wieder wett. Der Schlussmann aus den USA, der an der Jakobs-Universität studiert und erstmals spielberechtigt war, parierte gegen Buduar (68.) und wirkte richtig souverän. So gab es für Wilhelmshaven in den letzten Minuten noch eine klassische Abreibung: Traf Dikollari nach perfektem Konter zunächst nur das Lattenkreuz (81.), machte er es im Anschluss besser. Das 4:1 erzielte der Torjäger nach abgewehrtem Schönewolf-Schuss (87.), sein 5:1 (90.+1) drückte die ganze Überlegenheit der Uphuser aus, als er Siegl mit einem lässigen Lupfer überwinden konnte.

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