Radeln bis an die Grenze: Thalmann und Gerhard sammeln über 4000 Euro

Die Strapazen zahlen sich aus

Daumen hoch: An der dänischen Grenze strahlen Nadine Gerhard (links) und Maren Thalmann um die Wette.
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Daumen hoch: An der dänischen Grenze strahlen Nadine Gerhard (links) und Maren Thalmann um die Wette.

Morsum – Radeln bis an die Grenze: Unter diesem Motto stand eine viertägige Tour über 612 Kilometer zugunsten des Kinderhospiz Löwenherz in Syke der beiden Morsumer Triathletinnen Nadine Gerhard und Maren Thalmann. Erschöpft, aber extrem glücklich und mit Freudentränen in den Augen kehrte das Duo nun nach Morsum zurück. Mit im Gepäck: Über 4000 Euro für die Syker Einrichtung.

Die vier Etappen bis an die dänische Grenze haben sowohl Gerhard als auch Thalmann an ihre persönlichen Grenzen geführt. „Durch meinen Achilessehnenanriss war mein rechtes Bein noch etwas schwächer. Das habe ich auf der zweiten Etappe nach rund 100 Kilometern zu spüren bekommen“, verweist Thalmann an schmerzhafte Verkrampfungen. Da noch gut 90 Kilometer zu fahren waren, dachte die Morsumerin sogar kurzzeitig an Aufgabe. „Zum Glück war unser Wohnmobil nicht mehr weit. Ich habe mich mit der Faszienrolle auf den Fußweg gelegt und das Bein damit bearbeitet. Dank einer ausreichenden Stärkung habe ich die Tour dann fortsetzen können und die dänische Grenze erreicht“, beschreibt Maren Thalmann ihre persönliche Grenzerfahrung auf der Tour.

Über 4000 Euro für das Kinderhospiz Löwenherz in Syke

Die erste Etappe (170 Kilometer) führte die Triathletinnen über Rotenburg, Seevetal nach Ratzeburg. Am zweiten Tag folgte die Königsetappe über Lübeck, Kiel, Eckernförde, Flensburg zu ihrem Ziel in Harrislee an der dänischen Grenze. Insgesamt standen 196 Kilometer auf dem Programm, gepaart mit der Herausforderung sich durch die vielen Städte zu navigieren. Das schöne Wetter, das die beiden auf der ganzen Tour begleitete, ließ es zu, dass sich die Radlerinnen in der Eckernförder Bucht am Strand eine abkühlende Dusche genehmigen konnten. In Flensburg, kurz vor dem zweiten Etappenziel, musste Thalmann einigen Fußgängern ausweichen, die plötzlich die Straße querten. Das blieb nicht ohne Folgen für die Morsumerin, da sie zwischen Bahnschienen zu Fall kam. Glücklicherweise blieb sie nahezu unversehrt, sodass die beiden Freundinnen ihre Fahrt auf den abschließenden sieben Kilometern zum zweiten Etappenziel ungehindert fortsetzen konnten.

Durch meinen Achilessehnenanriss war mein rechtes Bein noch etwas schwächer. Das habe ich auf der zweiten Etappe nach rund 100 Kilometern zu spüren bekommen.

Maren Thalmann

Auf der dritten Etappe ging es über 134 Kilometer zurück über Schleswig, Rendsburg über die Elbe nach Drochtersen. Ein Highlight war dabei die Fahrstuhlfahrt in Rendsburg unter dem Nord-Ostseekanal hindurch.

Thalmann und Gerhard danken den Begleitern und Unterstützern

Am letzten Tag, der vierten Etappe, ging es 115 Kilometer über Stade, Harsefeld, Sottrum zurück nach Morsum. Da an jedem Tag eine Fährüberquerung dabei sein sollte, setzten Gerhard und Thalmann zum Schluss mit der Fähre Gentsiet nach Morsum über und wurden bei ihrer Ankunft um 16 Uhr von einigen Freunden und der Familie gebührend empfangen. Da flossen dann bei den beiden auch ein paar Freudentränen. „Vielen Dank auch an die Begleiter und Unterstützer auf unseren Etappen. Das hat uns sehr geholfen“, freute sich Nadine Gerhard. „Mal sehen, an welche Grenze wir dann 2022 radeln“, denken die Morsumerinnen schon über eine Tour im nächsten Jahr nach. Am 18. September erfolgt am „Tag der offenen Tür“ des Kinderhospizes die Scheckübergabe. Bis dahin sind Spenden weiter möglich. Empfänger ist das Kinderhospiz Löwenherz, IBAN: DE 07 29151700 1110 0999 99, Verwendungszweck: „Radeln bis an die Grenze“.  kc

Nach der Rückkehr in Morsum flossen bei den beiden Triathletinnen auch einige Freudentränen.

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