Das Leder bestimmt Leben der Familie Korb/von Kiedrowski

Die Lust auf Fußball geerbt

Drei Generationen für den Fußball: Laura von Kiedrowski, Heidemarie Korb und Claudia von Kiedrowski.
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Drei Generationen für den Fußball: Laura von Kiedrowski, Heidemarie Korb und Claudia von Kiedrowski.

Langwedel – In diesem Jahr feiert der Frauen-Fußball 50-jähriges Bestehen. Grund genug, über eine Familie zu berichten, in der die Frauen dem Fußball recht angetan waren – und auch heute noch immer sind.

„Bei uns beherrscht der Fußball schon seit Jahren unser Leben“, erzählt Claudia von Kiedrowski, geborene Korb, die aus einer Fußballer-Familie stammt und auch jetzt mit ihrer Familie den Fußball lebt. Während damals aktiv gekickt wurde, wird jetzt gepfiffen und der Spielbetrieb im Bezirk Lüneburg als Staffelleiterin organisiert.

Ihre Mutter Heidemarie weiß noch, dass sie früher mit ihrem Mann immer zum Platz gegangen ist, um den Herren zu zusehen. Als dann Annegret Gerken Spielerinnen für eine Mannschaft gesucht hat, hat Heidemarie Korb sofort zugesagt.

„Wir wurden anfangs belächelt“

„Zu Beginn wurden wir sehr belächelt. Dennoch konnten wir eine Mannschaft zusammenstellen und haben später im Ligabetrieb mitgemacht. Ich selbst habe in der Abwehr gespielt. Gute sieben Jahre habe ich gespielt, bis ich einen Tritt gegen mein Knie erhielt und dann aufhören musste. Ich habe dann Tischtennis gespielt, aber da fehlte mir dann auch der Halt im Knie, sodass ich auch damit aufgehört habe“, bedauert die immer noch sehr agile Seniorin sehr. „Dennoch war ich immer auf dem Fußballplatz und habe meinem Mann Armin oder meiner Tochter Claudia beim Spielen zugesehen. Ich kann mich auch an ein Spiel erinnern, dass ich noch mit meiner Tochter zusammengespielt habe, aber das ist lange her.“

An dieses gemeinsame Spiel kann sich auch Claudia von Kiedrowski nur noch schwach erinnern, lacht: „Ich weiß, dass ich meiner Mutter immer zurief,hinterher’ und sie einige Male mit langen Bällen gefüttert habe.“

Dann erzählt sie, wie es bei ihr mit dem Kicken begann: „Ich habe im Alter von fünf Jahren angefangen. Erst bei den Jungs und mit 13 dann mit einer Sondergenehmigung in der Frauen-Mannschaft des FC Langwedel. Früher war das noch möglich. Meine Nachbarin Claudia Intemann hatte mich damals gefragt, ob ich nicht bei den Frauen mitspielen möchte. Die Lust zum Fußballspielen habe ich eindeutig geerbt! Meine Mutter hat in der Gründermannschaft vom FC Langwedel gespielt. Diese begann vor mehr als 50 Jahren und soll jetzt mit den ehemaligen Fußballkolleginnen im Oktober gefeiert werden. Die große Party fällt wegen Corona aus, aber im kleinen Rahmen wollen wir dieses Event würdig begehen.“

Zuerst bei den Jungs mitgespielt

Und auch die dritte Generation in der Familie hat den Spaß am Fußball für sich entdeckt. Claudias Tochter Laura, mittlerweile 15 Jahre alt, spielt seit dem sechsten Lebensjahr beim TSV Etelsen mit den Jungs zusammen. „Wir hatten es bereits mit vier Jahren versucht, aber da war ihr Interesse noch nicht so groß“, grinst Claudia von Kiedrowski. „Anfänglich hatte ich Laura zum Ballett geschleppt. Ich wollte mir ja nicht nachsagen lassen, dass ich sie zum Fußball spielen gezwungen habe. Diesen Wunsch hatte sie dann ganz alleine. Und so begann es bei Laura, die dann mit ihrem Bruder Niclas zum Training ging.“

Laura von Kiedrowski spielt derzeit in der JSG Union in der Abwehr. „Zwischendurch habe ich aber auch schon in der Kreisauswahl Verden mit den Mädchen gespielt. Irgendwann möchte ich dann ganz bei den Mädchen oder gleich bei den Frauen spielen“, ist sich die Nachwuchskickerin sicher, dass sie noch lange Fußball spielen möchte. „Zwar bin ich jetzt auch als Schiedsrichterin tätig, aber das Spielen hat für mich immer noch Vorrang!“  cvk

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