Verdenerin Jette Dudda spielt für den Nachwuchs des Thüringer HC

Die Bundesliga ist das erklärte Ziel

Gegen den HC Rödertal kam die Verdenerin Jetta Dudda zu ihrem Debüt in der A-Jugend Bundesliga für den Thüringer HC und markierte prompt ihren ersten Treffer.
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Gegen den HC Rödertal kam die Verdenerin Jetta Dudda zu ihrem Debüt in der A-Jugend Bundesliga für den Thüringer HC und markierte prompt ihren ersten Treffer.

Handballerin Jette Dudda hat sich nach ihrem Wechsel aufs Sportgymnasium in Erfurt bestens eingelebt. Auch sportlich läuft es für die 16-jährige Verdenerin im Trikot des Thüringer HC bestens. Dort will sich die Rechtshänderin nun zunächst einmal in der A-Jugend etablieren, ehe es dann irgendwann mit ihrem Traum von der Bundesliga klappen soll.

  • Die Bundesliga ist das erklärte und ambitionierte Ziel der 16-Jährigen
  • Höhere Trainingsbelastung sehr gut gemeistert
  • Jette Dudda steht auch im Kader der U17-Nationalmannschaft im Beachhandball

Verden – Schon vor Weihnachten ist Handballerin Jette Dudda in ihre Heimatstadt nach Verden zurückgekehrt. Früher als erwartet. Und so wie es aktuell aussieht, wird die 16-Jährige dort auch bis zum 10. Januar 2021 bleiben. Verantwortlich dafür ist ein Corona-Fall im Umfeld des Internats des Sportgymnasiums Pierre-de-Coubertin.

Natürlich vermisse ich derzeit den Handball. Schließlich steht der bei mir jeden Tag auf der Agenda.

Jette Dudda

„Natürlich vermisse ich den Handball. Schließlich steht der bei mir ja auch jeden Tag auf der Agenda. Derzeit steht im Internat morgens immer eine 90-minütige Trainingseinheit auf dem Programm. Das war schon eine Umstellung, doch die hat ganz gut geklappt. Denn ich kann die größere körperliche Belastung bisher gut verkraften“, macht die Rechtshänderin, die in der kommenden Spielzeit, wann auch immer diese beginnt, die A-Jugend Bundesliga fest im Visier hat. Schon jetzt ist Dudda auf der Homepage des Thüringer HC im Kader der weiblichen A-Jugend zu finden. Dabei wäre sie gemäß ihres Geburtsjahrgangs sogar noch für die B-Jugend, die in der Mitteldeutschen Oberliga, in der die sechs besten Teams aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen gegeneinander antreten, spielberechtigt. „Dort hat Jette mit Robin Arnold einen sehr guten, engagierten Trainer. Er bereitet die Talente nicht nur auf die A-Jugend Bundesliga vor, sondern arbeitet mit ihnen auch perspektivisch für den Übergang in den Damenbereich“, erklärt Vater Ulfert, der früher für den TSV Verden in der Regionalliga spielte.

Auch die Defizite sind bekannt

Jette Dudda, die die elfte Klasse besucht, weiß allerdings auch ganz genau um ihre Defizite: „Natürlich fehlt es noch an der nötigen Erfahrung. Aber ich muss auch körperlich noch zulegen und sowohl meine Wurf- als auch Passvarianten verbessern.“ Gleichwohl ist sie davon überzeugt, dass ihr das gelingen wird. Zumal im Gegensatz zu ihren vorherigen Stationen bei der HSG Verden-Aller und dem SV Werder Bremen beim Thüringer HC viel intensiver und leistungsbezogener trainiert wird. Bis dato reichte es dennoch nur zu einem Einsatz für die A-Jugend gegen den HC Rödertal. Aber immerhin gelang der Verdenerin dabei auf Anhieb ihr erster Treffer in der Bundesliga. Da der Kader der A-Jugend ziemlich gut besetzt ist, wird sich Dudda zunächst wohl mit Einsätzen in der B-Jugend begnügen müssen.

Neben ihrem Engagement beim Thüringer HC ist Jette Dudda zudem Mitglied des U17-Nationalteams im Beachhandball. Mit Torhüterin Carmen Berndt, mit der sich die 16-Jährige bestens versteht, trifft sie dabei auf eine weitere THC-Spielerin.

Für die Zukunft hat die Verdenerin ein klares und ambitioniertes Ziel vor Augen: „Natürlich will ich irgendwann mal in der Bundesliga spielen.“ Perspektivisch ist die 16-Jährige, der sogar ein Bericht im Fernsehen beim Mitteldeutschen Rundfunk gewidmet wurde, auf einem guten Weg. Denn auch wenn es nach der Jugend nicht auf Anhieb mit der Bundesliga beim Thüringer HC klappen sollte, wären Spiele für die THC-Reserve in der dritten Liga schon mal eine gute Einstiegsstufe.

Mutter Susanne Dudda begrüßt den Schritt ihrer Tochter

Die Begeisterung für den Handball – sie resultiert vermutlich aus den Genen ihrer Eltern Susanne und Ulfert, die selber lange Zeit in der dritten Liga aktiv waren. Dazu kommen mit Nadja Dreyer und Mirko Drescher zwei Paten, die in der Handballszene ebenfalls keine Unbekannten sind. „Für Jette war das eine große Chance. Wir begrüßen es, dass sie den Schritt gewagt hat. Denn in Erfurt lebt sie nun für den Sport. Natürlich musste auch die Chemie stimmen. Aber das passt alles. Sollte das mal nicht mehr der Fall sein, kann sie jederzeit zurückkommen“, freut sich Mutter Susanne über die gut überlegte Entscheidung ihrer Tochter. Als mögliche Alternative hätte die 16-Jährige auch weiterhin das Domgymnasium in Verden besuchen und für den SV Werder Bremen spielen können. Auch der Besuch an der sportbetonten Schule an der Ronzelenstraße in Bremen stand zur Disposition. Oder eben der Wechsel aufs Sportgymnasium in Ostdeutschland in Erfurt. Und so wie es derzeit aussieht, hat Jette Dudda offensichtlich die richtige Wahl getroffen.

Von Björn Lakemann

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