START IN DIE SAISON Badens Volleyballer gerüstet für Kampf um den Klassenerhalt

Die Amateure der 2. Bundesliga

Mit diesem Volleyball-Team will Coach Werner Kernebeck (M.) die kommende Zweitliga-Saison rocken, die für den TV Baden am Sonntag beginnt.
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Mit diesem Volleyball-Team will Coach Werner Kernebeck (M.) die kommende Zweitliga-Saison rocken, die für den TV Baden am Sonntag beginnt.

Baden – Vor fast genau zwölf Wochen bat Badens Zweitliga-Coach Werner Kernebeck seine Volleyballer zur Vorbereitung auf die am Sonntag startende Saison 2020/’21. Und natürlich verliefen zumindest die Anfangseinheiten aufgrund der ersten Hygienevorschriften in Zeiten von Corona deutlich anders als in den Jahren zuvor. „Seit aber alles wieder normal läuft, haben wir unglaublich gearbeitet. Und jetzt brennen alle im Team darauf, dass es endlich losgeht“, sagt Kernebeck, der mit seinem TVB am Sonntag zum Saisonauftakt den SV Warnemünde im heimischem Lahof zu Gast hat.

Dieses Heimspiel allerdings wird anders als alle vorherigen sein. Denn es sind auch jetzt unzählige Vorschriften zu beachten, damit Covid-19 keine Chance hat. In dieser Hinsicht hat Badens Manager Peter-Michael Sagajewski alles getan, damit ein reibungsloser Ablauf garantiert ist, erklärt: „Wir werden noch einmal alles genauestens ausmetern, die Halle in Blöcke aufteilen, in denen jeweils zehn Zuschauer Platz haben werden. Alles in allem denke ich, dass 100 bis maximal 120 Leute Einlass gewährt werden kann. Organisatorisch war das zuletzt eine gewaltige Herausforderung, die mir weitere graue Haare beschert haben. Aber die Liebe zu unserem Sport treibt uns immer weiter an!“

Damit soll es aber nun auch genug sein mit dem Thema Corona, das Spieler als auch Verantwortliche natürlich sehr ernst nehmen, das allerdings auch nervt. „Jetzt geht es voranging darum, topfit und bereit für die anstehenden sportlichen Aufgaben zu sein. Dafür sind wir in den vergangenen drei Wochen vom reinen Trainings- in den Wettkampfmodus übergegangen. Denn wir alle wissen, dass es für uns von Beginn an darum geht, so schnell wie möglich stabil die 2. Liga zu halten. Dafür haben wir das Zeug, müssen unsere Form aber auch immer zu 100 Prozent abrufen“, so der 52-jährige Coach, der sein Team mit fast allen Gegnern auf Augenhöhe sieht, einzig den SV Lindow-Gransee, den VC Bitterfeld-Wolfen und vor allem den einstigen Vorzeige-Klub Moerser SC als Überflieger der Liga betitelt. „Alle drei haben stark aufgerüstet, wollen ins Oberhaus. Wobei ich denke, das Moers in dieser Saison einfach dran ist“, sieht Kernebeck den kommenden Meister unter diesen drei Vereinen. Natürlich diese drei. Denn im Gegensatz zu den Badenern, die sich als reines Amateur-Team durch das Bundesliga-Unterhaus schmettern und blocken, läuft in Bitterfeld, Lindow als auch Moers durchaus Geld über den Ladentisch, um zum Erfolg zu kommen. „Deshalb ist es so unglaublich wichtig, dass wir uns als eine Einheit präsentieren, dass der Teamspirit stimmt. Immerhin betreiben wir einen Riesenaufwand, um in diesem hohen Leistungsbereich unseren Sport zu betreiben. Und das ja freiwillig. Bei uns gibt es keinen Cent für alles, was wir opfern. Da muss schon die Motivation stimmen, um wöchentlich dreimal zu trainieren und dann am Wochenende durch halb Deutschland zu reisen. Aber das vermitteln die Etablierten den Neuen immer und immer wieder. Und die haben das schon jetzt regelrecht aufgesaugt. Deshalb bin ich auch so optimistisch, dass wir sportlich gut durch die Saison kommen werden“, so der Trainer, der nie müde wird zu untermauern, wie wichtig das „Wir-Gefühl“ im 14er-Kader ist.

Apropos Neue: Gleich vier kann der TVB-Übungsleiter am Sonntag im Heimspiel aufbieten. Last-Minute-Neuzugang Patrick Pfeffer (Mittelblocker) verschlug es beruflich nach Bremen, kommt vom SV Fellbach und hat mit dem Team aus der Nähe von Stuttgart auch schon in der Südstaffel der 2. Bundesliga gespielt. Diagonalspieler Jan Markiefka stieß vom Drittligisten VG Halstenbek-Pinneberg zu den Badenern, Youngster Benedikt Gerken (Zuspieler) kehrte von der Ausbildungsakademie des VCO Berlin in sein Elternhaus nach Bassen zurück. Und aus der eigenen Reserve wurde der universell einsetzbare Balint Bencsik hochgezogen.

Werner Kernebeck über seine Neuzugänge kurz und knapp

Benedikt Gerken: „Als Person ist Bene ein eher ruhiger und sehr angenehmer Zeitgenosse. Man merkt ihm mit jeder Faser an, dass er froh ist, wieder in seiner Heimat Volleyball spielen zu können. Er hat den Spaß an seiner Sportart wiedergefunden.“

Jan Markiefka: „Da haben wir einen ruhigen Vulkan dazubekommen! Als Spieler ist er einfach nur heiß auf Volleyball, Volleyball, Volleyball. Ein gradliniger, kerniger Typ.“

Balint Bencsik: „Ein sehr emotionsgeladener und sehr netter Typ Mensch. Ein Ungar, der als Spieler feuriges Schaschlik im Blut hat! Wenn er auf dem Platz kommt, dann muss Pfeffer drin sein.“

Patrick Pfeffer: „Das ist schwer. Er ist ja erst sehr kurz bei uns. Ich könnte jetzt sagen, sein Name ist Programm. Aber da würde ich ihm sicher nur zum Teil gerecht werden. Nach der zweiwöchigen Kennenlernphase wirkt er auf mich als ein sehr positiver, offener Schwabe, der den Kontakt zu seinen Mitspielern, zum gesamten Umfeld sucht. Als Spieler athletisch, motiviert und flexibel einsetzbar.“  

Von Frank Von Staden

Last-Minute-Neuzugang Patrick Pfeffer.

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