Luttumerin besteht Mountainbike-Abenteuer in Namibia

„Desert Dash“: Katja Troschka beste Deutsche

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Alle Torturen in Namibia überstanden: Lars und Katja Troschka beendeten das Mountainbike-Rennen unter den besten Deutschen.

Luttum – 373 Kilometer Staub, Hitze, Kälte, Dunkelheit – die beiden Luttumer Extremsportler Lars (42) und Katja (39) Troschka waren dabei. Sie starteten im afrikanischen Namibia beim legendären „Desert Dash“. Legendär, weil es sich beim „Dash“, wie ihn die Einheimischen liebevoll nennen, um eines der härtesten Eintagesrennen für Mountainbiker handelt. Lars Troschka belegte unter den 250 Solofahrern in 19:32 Stunden den 41. Platz und war damit drittbester deutscher Mountainbiker. Katja Troschka kam bei den Frauen in einer Zeit von 20:11 Stunden auf den sechsten Rang und war beste deutsche Teilnehmerin.

Das Extreme an diesem Eintagesrennen ist sicher die Streckenführung. Start ist in der Hauptstadt Windhuk im inneren Hochland Namibias. Von dort aus geht es durch die menschenfeindliche „Namib-Wüste“ – ausschließlich über schwierige Schotterpisten. Das Ziel liegt an der Küste des Atlantischen Ozeans in Swakopmund. Mit reichlich Sonnencreme im Gesicht, gut gefüllten Trinkflaschen und sonstigen wichtigen Utensilien ging es für das Luttumer Ehepaar los.

Die ersten 176 Kilometer mussten ohne Hilfe einer Begleitung solo gefahren werden. Erst danach konnten die Mountainbiker von Begleitpersonen, falls erforderlich versorgt werden. Nur mit einer enormen Willenskraft konnten die 2700 Höhenmeter der Etappe durch das gebirgige Hochland auf durchschnittlich 1500 Meter Seehöhe überwunden werden. Die besonderen Herausforderungen traten mit Einbruch der Dunkelheit in der Wüste ein.

Dieses Rennen bin ich nicht zum letzten Male gefahren. Es war ein einmaliges Erlebnis. Ich habe den Ehrgeiz, vielleicht schon im nächsten Jahr hier wieder an den Start zu gehen, Katja Troschka.

Mit Erschöpfung, Müdigkeit und Staub hatten Lars und Katja Troschka von Anfang an gerechnet. Mit den unerwarteten Herausforderungen einer 40 km langen und extrem schlechten Strecke wurden sie nach Mitternacht jedoch überrascht. Eine kurzwellige, harte und nicht enden wollende Waschbrettstrecke – schlimmer als jedes europäisches Kopfsteinpflaster – führte zu körperlichen und mentalen Grenzerfahrungen. Nach 150 Kilometern durch eine lange und durchkämpfte Nacht kehrte mit dem Sonnenaufgang in der Wüste Zuversicht zurück. 

Die „Küstennamib“ mit ihren heißen und weiten Schotterflächen bot den beiden jedoch neue Herausforderungen mit Weichsandpassagen und kurzen, extremen Anstiegen aus dem Flussbett eines mächtigen Trockenflusses. Diese letzten 50 km bis zum Ziel bereiteten den Luttumern wegen der extremen Hitze von rund 35 Grad die letzten physischen und psychischen Hürden. Alle Qualen und Anstrengungen fielen dann jedoch bei der Zieldurchfahrt ab. Als Lohn gab es jeweils eine Medaille. Viele der Teilnehmer erreichten nicht das Ziel und gaben vorzeitig auf oder wurden aufgrund des vorgeschriebenen Zeitlimits vom Veranstalter aus dem Rennen genommen. „Dieses Rennen bin ich nicht zum letzten Male gefahren. Es war ein einmaliges Erlebnis. Ich habe den Ehrgeiz, vielleicht schon im nächsten Jahr hier wieder an den Start zu gehen“, war Katja Troschka begeistert. Der Ehrgeiz zu höherer Leistung und damit noch besserer Platzierung beim „Desert Dash“ in Namibia ist bei beiden Luttumern geweckt!  jho

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