Bezirkspokal: Etelsen zieht durch 4:2 nach Elfmeterschießen gegen VSK Osterholz ins Halbfinale ein

Deschner zeigt sich nervenstark

Etelsen - Von Kai CaspersDank Eugen Deschner darf der TSV Etelsen weiter vom Triumph im Fußball-Bezirkspokal träumen. Gestern gewann der Fußball-Bezirksligist im Duell gegen den Ligarivalen VSK Osterholz-Scharmbeck mit 4:2 (0:0/0:0) nach Elfmeterschießen und zog damit ins Halbfinale ein.

Daher stand Deschner der größte Härtetest der gestrigen Partie auch unmittelbar nach dem Ende bevor. Denn nachdem der Etelser Keeper den Strafstoß von Tietjen glänzend pariert hatte, gab es auf Seiten seiner Mannschaftskameraden kein Halten mehr. Wie von der Tarantel gestochen stürmten sie auf ihren Keeper zu, um ihn unter sich zu begraben. „Ich denke, dass der Sieg aufgrund der Chancen nicht unverdient ist. Zwar hatten wir gegen den spielstarken VSK in den ersten 30 Minuten einige Probleme, doch dann haben wir uns in die Partie hinein gekämpft“, resümierte Etelsens Trainer Bernd Oberbörsch. „Und in der zweiten Hälfte habe ich von den Gästen dann keine zwingende Torchance mehr gesehen.“

Die Gäste aus Osterholz hatten gestern klar den besseren Start erwischt. Dabei profitierten sie sicher davon, dass es aufgrund personeller Umstellungen auf Seiten der Etelser doch einige Male an der Abstimmung haperte. Großes Glück dann für die Gastgeber nach drei Minuten. Nach Foul von Eugen Deschner blieb der Pfiff des Schiedsrichters aus. „Da hätte es zwingend einen Elfmeter für Osterholz geben müssen. Aber dafür wurde uns auch ein Treffer wegen einer Abseitsstellung, die keine war, nicht gegeben“, war das für Oberbörsch ausgleichende Gerechtigkeit. In der Folge erwiesen sich die Gäste dann als das spielerisch reifere Team, fanden jedoch nur ganz selten die Lücke. Kurz vor der Pause dann die erste Chance für Etelsen. Doch nach toller Vorarbeit von Bastian Reiners (43.) kam Onur Kaya einen Schritt zu spät.

Ganz anderes Bild dann nach dem Wechsel. Etelsen war deutlich präsenter und gestattete dem VSK kaum noch Freiräume. Doch zunächst vergab Kato Tavan (48.) aus kürzester Distanz, ehe VSK-Keeper Albracht bei einem Freistoß von Florian Mohr (57.) auf dem Posten war. Erneut Tavan (69.) und der überzeugende Bastian Reiners (73.) vergaben weitere gute Chancen. Vom VSK war bis auf einen abgeblockten Schuss (80.) nicht mehr viel zu sehen. Das Elfmeterschießen war somit die logische Konsequenz. Dort zeigten die Etelser keine Nerven. Radtke, Mohr, Kilinc und Warnke verwandelten sicher, während beim VSK Thöne nur die Latte traf und Tietjen seinen Meister in Eugen „Katze“ Deschner fand.

Schon Sonntag (15 Uhr) stehen sich beide Teams in der Liga erneut gegenüber, allerdings in Osterholz. „Dort wird es nicht einfach, da der große Platz dem VSK mehr entgegen kommt“, will Bernd Oberbörsch dennoch etwas mitnehmen. Zurück in den Kader kehren Büssenschütt und Jäger, während Barning fehlt.

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