Heute Hit zwischen RSV und Ottersberg

Derby-Fieber: Wer geht über Schmerzgrenze?

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Wird wohl länger ausfallen: Adan Corando.

Ottersberg - Eigentlich will Ottersbergs Oberliga-Coach Axel Sammrey das heutige Wümme-Derby zwischen dem Rotenburger SV und seiner Elf im Ahe-Stadion (16 Uhr) gar nicht hochstilisieren, „es geht nur um drei Punkte – wenn auch um drei wichtige Punkte.“

Doch schon im nächsten Atemzug widerlegt sich der 57-Jährige dann selbst, sagt: „Wenn einer von meinen Spielern nicht weiß, worum es hier geht und mit einer luschigen Einstellung auflaufen sollte, dann kann er nicht ganz dicht sein!“ Die Brisanz liegt dabei nicht einmal in dem lokalen Charakter. Nein, rein sportlich steht für beide Clubs enorm viel auf dem Spiel. Denn sollten die Hausherren heute ihren guten Rückrundenlauf bestätigen können und abermals mit einem Sieg überraschen, könnten sie nach vielen Monaten der Tristesse erstmals wieder die Abstiegsränge verlassen und zugleich den TSV Ottersberg mit auf die Bühne des knallharten Klassenerhaltskampfes ziehen. „Und das werden wir mit allen Mitteln zu verhindern wissen. Wir werden alles reinhauen, was drin ist“, ist Sammrey da überzeugt. Das aber erwartet er natürlich auch von den Hausherren: „Auch sie werden uns mit absoluter Sicherheit keinen Zentimeter schenken. Entscheidend wird sein, wer bereit ist, die Schmerzgrenze zu überschreiten!“

Sollten die Grün-Weißen dann als Sieger den Platz verlassen können, würden sie nicht nur eine Serie von sieben sieglosen Spielen beenden, „sondern wieder die breite Brust bekommen, die uns in der Hinrunde noch so stark gemacht hat. Außerdem würde dann ab sofort keiner mehr bei uns vom Abstieg reden“, glaubt Sammrey.

Personell können beide Trainer wieder einmal nicht aus dem Vollen schöpfen. Zwar meldeten sich beim TSV Gawronski, die Peter-Zwillinge als auch Huhn zurück, dafür werden Ibelherr (5. Gelbe Karte), Corando (nach Außenmeniskusschaden droht OP) als auch Yoshida (Lendenwirbelprobleme) fehlen.

Rotenburgs Coach Benjamin Duray verfügt indes generell nur über eine dünne Personaldecke. Neben Tobias Kirschke (Beruf) droht jetzt auch noch der Ausfall von Stammkeeper Henner Lohmann, der sich im Training vermutlich einen Haarriss im Finger zugezogen hat. · vst

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