Nach zweimal Gelb und kein Gelb/Rot: Oberliga-Chef erteilt Uphuser dennoch Spielberechtigung

Der seltsame Fall des Fußballers Burak Yigit

Burak Yigit.
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Burak Yigit.

Uphusen – Der Fall des Uphuser Oberliga-Fußballers Burak Yigit, er wird immer seltsamer und undurchsichtiger.

Bekanntlich sah der 24-jährige Linksverteidiger im Punktspiel beim Rotenburger SV (3:2) zweimal die Gelbe Karte, wurde aber fälschlicher Weise nicht des Feldes verwiesen. Der RSV zog daraufhin vor das Sportgericht, die Gewinnchancen sehen derzeit eher gering aus (wir berichteten). Doch wie verhält sich nun der TBU in Sachen Yigit? Denn offiziell gesperrt wurde der Kicker vom NFV bisher nicht, wäre somit für die anstehende Partie am kommenden Sonntag gegen Bersenbrück spielberechtigt.

„Stimmt, im DFB-Spiel-Net gibt es keinen Sperrvermerk bei Burak. Heißt für uns erst einmal, er wäre für den kommenden Spieltag einsetzbar“, so Uphusens Florian Warmer gestern, betonte dabei aber bewusst „wäre“. Denn natürlich weiß auch der TBU-Verantwortliche, dass der „Fall Yigit“ ein besonderer ist, der in dieser Form Seltenheit hat. So sieht es auch Bernd Domurat, Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses: „Ein Fall, den ich so auch noch nicht gehört habe. Aber für mich liegt hier eine Tatsachenentscheidung vor. Die Gelb/Rote-Karte ist nicht gezeigt worden, also dürfte es auch keine Folgeentscheidung geben. Doch das ist mein ganz persönliches Empfinden. Letztlich muss das der Verantwortliche der Oberliga entscheiden. Und das ist Burkhard Walden. Er erteilt Spielberechtigungen und er entzieht sie auch!“

Den zog Warmer bereits Ende der vergangenen Woche zu Rate, wurde aber erst einmal vertröstet: „Er wollte sich da schon ein genaues Bild verschaffen. Allerdings haben wir die Zusage von ihm, dass wir bis Ende der Woche Klarheit in dieser Sache haben werden.“

Walden erklärte gestern Abend auf Nachfrage: „Auch für mich ist solch ein Fall absolutes Neuland. Ich habe recherchiert, aber nicht annähernd etwas Ähnliches gefunden. Ich habe auch Justiziare befragt, die ebenfalls keine deutliche Aussage machen konnten. Deshalb werden wir alles davon abhängig machen, wie im Einspruch des Rotenburger SV vom obersten Sportgericht entschieden wird. Bis dahin wird der Spieler nicht von uns gesperrt werden. Er könnte also, sollte das Gericht nicht noch bis zum Wochenende tagen, am kommenden Spieltag eingesetzt werden. Sollte das Sportgericht dann dem Einspruch stattgeben, würde die Partie als nicht gespielt gewertet werden, ergo wären auch die Karten hinfällig.“

Sollte dem Einspruch indes – und davon ist derzeit auszugehen – nicht stattgegeben werden, würde erst ab des Entscheidungstages eine Spielsperre einsetzen. „Ob ich mit meiner jetzigen Handhabe und Denken richtig liege, kann ich aber weiß Gott nicht sagen. Denn wie gesagt, solch einen Fall hat es in dieser Form zuvor noch nicht gegeben“, so Walden.

Von Frank Von Staden

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