Badens Zweitliga-Volleyballer auch gegen TuB Bocholt auf verlorenem Posten – 0:3

„Der Kopf spielt ein verrücktes Konzert“

Erneute Bauchlandung für die Badener Zweitliga-Volleyballer um Mittelblocker Jannik Haats.
+
Erneute Bauchlandung für die Badener Zweitliga-Volleyballer um Mittelblocker Jannik Haats.

Baden – Ein Fan des TV Baden Volleyball muss in diesen Wochen abgehärtet und leidensfähig sein. So gab es auch am Sonntag im Heimspiel gegen den TuB Bocholt nichts für die Mannen um Coach Werner Kernebeck zu ernten, unterlagen die TVBler in eigener Halle sang- und klanglos mit 0:3 – die siebte Niederlage im achten Punktspiel, die sechste in Folge.

Die Gäste indes schwimmen derzeit auf einer kleinen Erfolgswelle, von der die Badener derzeit nur träumen können. Denn am Sonnabend dominierten die Bocholter schon beim Tabellenletzten aus Frankfurt mit 3:2. Ein Gegner, den die Weserstädter am kommenden „Wochenende der Wahrheit“ vor die Brust bekommen.

Im Spiel gegen die „TuB-Schrauber“, welches die Hausherren eigentlich auf Augenhöhe bestreiten wollten, sollte den Badenern erneut nicht viel gelingen. Zwar riefen die Gäste nicht gerade Höchstniveau ab, doch konnten sie ihre Fehlerquote im Gegensatz zum TVB überschaubar halten. Vor allem im Angriff leisteten sich die Achimer viele kleine Aussetzer, die Bocholt immer wieder auszunutzen wusste. Nicht zuletzt der Slowene Ziga Zupanc, der später die Medaille des wertvollsten Spielers erhielt (auf Badener Seite war es Nick Sörensen), stellte die angeknockten Badener vor fast unlösbare Probleme. „Stimmt, uns ist wirklich nicht viel gelungen. Dabei hatten wir uns so viel vorgenommen, konnten aber irgendwie nicht die nötige Lockerheit finden. Es war einfach keine Euphorie zu spüren. Es fühlte sich an, als wenn wir verlernt hätten, wie man Punkte macht“, so Kernebeck nach der Partie sichtlich enttäuscht.

Der Wille war den Gastgebern dabei einmal mehr in keinster Weise abzusprechen. Doch es wirkte so, als wäre jeder Spieler auf der Suche nach dem richtigen Schalter, um in diesem Spiel das Licht anzuknipsen. Nur gefunden wurde er eben nicht. „Der Kopf spielt momentan ein verrücktes Konzert bei uns. Vielleicht hat sich da etwas bei den Spielern festgesetzt, dass es ohne die Oles einfach nicht gehen kann“, suchte da Kernebeck nach einer Erklärung. Nun, nachdem der erste Satz zügig mit 14:25 abgegeben wurde und es im zweiten nach 46 gespielten Minuten 13:21 hieß, brachte der Coach zwar den genesenen Ole Seuberlich, doch konnte der nur bedingt die Köpfe seiner Mitspieler wieder aufrichten. So gestalteten die Badener nach dem 16:25 den dritten Satz dann bis zum 16:16 zwar ausgeglichen, dann aber schlichen sich wieder Fehler über Fehler ein, die den Gästen das Punkten relativ leicht machten – 19:25.

Am kommenden Sonnabend und Sonntag steht nun das „Wochenende der Wahrheit“ an. Erst geht es nach Essen, tags darauf nach Frankfurt. Ein Doppelspieltag, der richtungsweisend sein wird. Zuvor allerdings hat Kernebeck noch an vielen Schrauben zu stellen, weist der TVB doch (zu) viele Baustellen im gesamten Spiel auf.

Von Frank Von Staden

Gestern sehr nachdenklich: Werner Kernebeck.
Da kann sich der Badener Block Tscherwinski/Decker noch so strecken, Bocholts Slowene Ziga Zupanc (12) jagt den Ball wuchtig ins TVB-Feld.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Moffat: „Müssen junge Spieler begeistern“

Moffat: „Müssen junge Spieler begeistern“

Moffat: „Müssen junge Spieler begeistern“
Dart beim TSV Achim – die Grizzlys sind los

Dart beim TSV Achim – die Grizzlys sind los

Dart beim TSV Achim – die Grizzlys sind los
Pferde-Sterben in Valencia: Nach Deutschland gebrachtes Tier tot

Pferde-Sterben in Valencia: Nach Deutschland gebrachtes Tier tot

Pferde-Sterben in Valencia: Nach Deutschland gebrachtes Tier tot
Clever fit: Falsches Spiel mit Achimer Ex-Betreiber Lars Hildebrandt?

Clever fit: Falsches Spiel mit Achimer Ex-Betreiber Lars Hildebrandt?

Clever fit: Falsches Spiel mit Achimer Ex-Betreiber Lars Hildebrandt?

Kommentare