Klares 0:3 in Braunschweig zeigt:

Der Akku bei Volleyball-Zweitligist TV Baden ist leer

Moritz Wanke kehrte schneller als erwartet auf die Liberoposition zurück und wurde prompt MVP.
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Moritz Wanke kehrte schneller als erwartet auf die Liberoposition zurück und wurde prompt MVP.

Da ging nicht mehr ganz so viel bei den Volleyballern des Zweitligisten TV Baden. So hatten die Weserstädtern beim klaren 0:3 in Braunschweig nur ganz wenig zu bestellen. Erkenntnis: Der Akku beim TVB scheint gänzlich leer.

Baden – Die Zweitliga-Volleyballer des TV Baden mussten in ihrem letzten Spiel des Jahres den direkten Gegner USC Braunschweig durch ein glattes 0:3 bei den Löwen in der Tabelle vorbeiziehen lassen und überwintern damit mit 16 Punkten aus 13 Spielen auf Rang acht.

Pause scheint bitternötig

Dabei wirkte das Spiel so, als ob die Badener diese anstehende Pause bis zum 16. Januar 2022 (Heimspiel gegen den Moerser SC) bitternötig haben. In vielen Phasen des Spiels agierten die Gäste in Braunschweig mit fast leerem Akku, zu viele Fehler schlichen sich in der Annahme, den Blocks als auch in den Abschlüssen ein. Oft kamen die Badener Spieler genau diesen einen Moment zu spät, den es gebraucht hätte, um selbst die Hausherren einmal ins Grübeln zu bringen. „Wir konnten uns im Grunde nie selbst das Gefühl geben, dass wir im Satz etwas Oberwasser bekommen könnten. In jedem wirkte es so, als ob es die Braunschweiger einfach einen Tick mehr wollten als wir. Natürlich habe ich immer wieder gehofft, dass wir den Schalter noch irgendwie umlegen könnten. Doch wenn wir dran waren, dann ging urplötzlich wieder zu viel schief. So wurde uns dann letztlich recht zügig der Zahn gezogen“, konstatierte da später Badens Coach Werner Kernebeck.

Drei deutliche Satzverluste

Im ersten Satz legten die Gäste eigentlich gut los, führten schnell mit 3:0 und waren auch beim 7:7 noch ordentlich dabei. Danach aber zogen die Hausherren die Zügel an, erhöhten leicht das Tempo und brachten den Durchgang dann mit 25:21 ins Ziel. Auch in Satz Nummer zwei sah es in der Anfangsphase gut aus für den TVB, der nach einem 5:1 und 8:6 noch bis zum 9:8 in Front lag, dann aber erneut den Faden verlor und über ein 13:20 recht schnell mit 0:2 (19:25) in Rückstand geriet. Noch schneller war dann die Messe im Durchgang drei gelesen. Beim deutlichen 18:25 schnupperten die Weserstädter nur beim 13:14 kurzfristig an Ebenbürtigkeit, dann aber mussten die Badener wiederum abreißen lassen.

Jetzt gilt es in der Pause den Tank aufzufüllen, um dann im neuen Jahr wieder Vollgas geben zu können!

TVB-Coach Werner Kernbeck

Werner Kernebecks Fazit: „Sicher haben wir uns nach dem Spiel die Frage gestellt, woran es gelegen hat, dass dieses Spiel so deutlich war. Aber ich denke schon, dass der ein oder andere Spieler langsam etwas auf der Felge fährt. Deshalb gilt es jetzt in der Pause den Tank aufzufüllen, um dann im neuen Jahr wieder Vollgas geben zu können!“

Übrigens: Moritz Wanke, der zuletzt leicht überspielt als Libero wirkte und durch Kapitän Nils Mallon etwas entlastet werden sollte, kam doch zu voller Einsatzzeit, da Mallon sich im Abschlusstraining eine Zerrung zugezogen hatte und nicht einsatzfähig war. Wanke machte seine Sache so gut, dass er vom gegnerischen Coach zum Badener MVP gewählt wurde. So kann"s gehen.  

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