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TV Oyten Vampires: Der Abstieg scheint besiegelt

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Von: Kai Caspers

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Auch Oytens Rückraumspielerin Nathalie Meinke vermochte im Duell gegen Pfeffersport Berlin beim enttäuschenden 30:36 keine Akzente zu setzen.
Auch Oytens Rückraumspielerin Nathalie Meinke vermochte im Duell gegen Pfeffersport Berlin beim enttäuschenden 30:36 keine Akzente zu setzen. © Hägermann

Das hatten sich die Damen des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires ganz anders vorgestellt. Zum Auftakt der Abstiegsrunde setzte es ein 30:36 gegen Berlin. Der Traum vom Klassenerhalt dürfte damit bereits ausgeträumt sein.

Oyten – Das Thema Klassenerhalt – für Handball-Drittligist TV Oyten Vampires dürfte es sich bereits nach dem ersten Spiel der Abstiegsrunde erledigt haben. „Da müssen wir uns nichts vormachen. Wir hätten alle vier Spiele gewinnen müssen. Aber dafür war das heute einfach viel zu wenig“, wollte Trainer Lars Müller-Dormann nach dem enttäuschenden 30:36 (11:20) gegen Pfeffersport Berlin auch nichts beschönigen.

TVO-Trainer Lars Müller-Dormann: „Das war zu wenig“

Noch in den ersten zehn Minuten hatten die Vampires die passenden Antworten parat. Denn nach dem 4:6 glichen Madita Woltemade und Jasmin Johannesmann mit einem Doppelschlag zum 6:6 aus. Als sich dann aber ohne ersichtlichen Grund die technischen Fehler und Fehlwürfe häuften, nahm das Unheil seinen Lauf. „Vermutlich war der Druck doch einfach zu groß. Denn im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hatte ich das Gefühl, dass die Köpfe einfach nicht frei waren“, erklärte Müller-Dormann. „Dazu kam, dass wir jede Menge Pech hatten. Während die Bälle der Berlinerinnen bisweilen abgefälscht oder vom Pfosten noch ins Tor trudelten, blieben unsere auf der Linie liegen.“ Beim 7:12 (17.) reagierte der TVO-Coach mit einer Auszeit und beorderte Charlotte Schumacher für die bis dato glücklose Torhüterin Romina Kahler zwischen die Pfosten. Aber auch das brachte nicht den erhofften Erfolg. Während die Gastgeberinnen in der Offensive nicht die nötigen Lösungen fanden, agierten die Gäste aus der Hauptstadt deutlich schneller und deckten immer wieder die Lücken auf. Bis zur Pause baute Berlin die Führung vorentscheidend auf 20:11 aus. „Damit war das Ding im Grunde genommen durch. Die Hypothek war dann doch zu groß“, so Oytens Trainer.

Vampires agieren viel zu verkrampft und stehen schon zur Pause auf verlorenem Posten

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich nichts an den Kräfteverhältnissen auf dem Parkett. Zwar parierte Kahler zunächst einen Gegenstoß, doch ihre Vorderleute agierten weiterhin viel zu verkrampft. Auch die Umstellung auf die offensivere 5:1-Deckung mit Anna-Lena Meyer als vorgezogene Spitze sorgte nur kurzzeitig für etwas Verwirrung bei den Gästen. Fortan ging es vermehrt wieder über den Kreis. Daher war 15 Minuten vor dem Ende beim 20:30 alles gelaufen. Als dann aber Romina Kahler nur wenig später einen Kopftreffer hinnehmen musste, ging doch noch mal ein Ruck durchs Team. Binnen kürzester Zeit wurde der Rückstand halbiert – 26:31 (53.). „Da waren wir endlich frei im Kopf. Aber leider konnten wir das Ruder dann doch nicht mehr herumreißen“, konstatierte Müller-Dormann. Zum Pechvogel in dieser Phase avancierte Pia Franke. Zunächst leistete sich die TVO-Rückraumspielerin einen technischen Fehler, ehe sie im nächsten Angriff einen Wurf neben das Tor setzte. Mit Folgen: Die Berlinerinnen spielten ihre Angriffe konsequent zu Ende und hatten mit dem 34:29 (58.) endgültig die letzten Zweifel am durchaus verdienten Sieg beseitigt.

TV Oyten Vampires: Kahler, Schumacher, Beet - Salkic (2), Meyer (9), Franke (3), Woltemade (1), Meinke (1), Stoffel (1), Schote, Janssens (5), Peek (1), Johannesmann (6/4).

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