RW Achim gewinnt Derby in Ottersberg / Hennings gehen die Argumente aus

Dennis Welkes Parade genau der richtige Weckruf – 2:0

Der Ottersberger Eyüp Ercan (links) kann Achims Fikret Karaca in dieser Szene nur durch ein Foul stoppen und muss sich am Ende im Kellerduell völlig verdient mit 0:2 geschlagen geben. - Foto: Woelki

Ottersberg - Klare Worte gab es von Stefan Hennings nach der 0:2 (0:1)-Niederlage im Derby der Fußball-Bezirksliga gegen den 1. FC RW Achim. „In so einem Spiel muss man zumindest Gas geben und vor allen Dingen die Zweikämpfe annehmen. Zudem sind wir viel zu mutlos aufgetreten“, gehen dem Trainer des TSV Ottersberg II langsam aber sicher auch die Argumente aus, die noch für den Klassenerhalt sprechen könnten.

In der Tat. Das was die Gastgeber in diesem Derby zu bieten hatten – von Bezirksligaformat war da im Grunde genommen nichts zu sehen. Immer wieder wurden die Bälle bereits im Spielaufbau leichtfertig vertändelt oder einfach nur lang nach vorne geschlagen. Zu wenig, um die keinesfalls überragenden Gäste in Gefahr zu bringen. Das brachte Hennings auch ganz deutlich zum Ausdruck. „Mit einigen Achimern habe ich sogar noch zusammengespielt. Und trotz des hohen Alters wäre ich froh gewesen, wenn der eine oder andere bei uns in der Mannschaft gespielt hätte“, bezeichnete er die Niederlage auch als völlig verdient. Ganz besonders ärgerte sich Ottersbergs Coach darüber, dass sich seine Spieler nicht an die im Vorfeld gemachten Absprachen gehalten haben: „Da ist man dann auch irgendwann ratlos.“

Dabei hatten die Gastgeber gar nicht mal schlecht begonnen und zumindest in den ersten zehn Minuten der Partie leichte Vorteile. Als dann aber Dogan Bezek mit einem schwach geschossenen Strafstoß (10.) an FC-Keeper Dennis Welke scheiterte, gingen die Köpfe auf Seiten der Ottersberger merklich nach unten. „Da hätte das Spiel auch einen anderen Verlauf nehmen können. Nur gut, dass Dennis zur Stelle war und mit seiner Parade das richtige Signal setzte“, lobte Achims Coach Ingo Bösch seinen Torhüter. Der Weckruf – er kam für die Gäste genau zum richtigen Zeitpunkt. Fortan spielte nur noch eine Mannschaft. Immer wieder zwangen die Achimer TSV-Torhüter Thomas van den Berg zu Glanzparaden. Als alles für eine torlose erste Hälfte sprach, schlugen die Gäste doch noch zu. Nach einem unnötigen Ballverlust von Bezek ging es auf einmal blitzschnell und Ibo Lailo traf zum verdienten 0:1 (43.). Und nur eine Minute später hätte erneut Lailo bereits die Weichen auf Sieg stellen müssen, doch alleine vor van den Berg brachte er das Leder nicht im Ottersberger Tor unter.

Auch nach dem Wechsel hatten die Gäste alles im Griff und belohnten sich in der 55. Minute. Nachdem sich Ahmet Kaldirici im Mittelfeld den Ball erkämpft hatte, war er nicht mehr zu halten und hatte zudem das Auge für den mitgelaufenen Faruk Senci – 0:2. Damit war die Entscheidung gefallen. „Wir hätten sicher noch das eine oder andere Tor mehr schießen können. Aber ich bin zufrieden, denn heute war eine Mannschaft auf dem Platz zu sehen“, lobte Bösch.

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