Oberligist TB Uphusen enttäuscht gegen Lingen auf ganzer Linie / Ohne Mut agiert

Dennis Offermann sieht einen Rückfall in alte Zeiten – 1:5

Auch wenn sich Mustafa Azadzoy (rechts) hier gegen Lingens Nils Moggert behauptet, vermochte auch der afghanische Nationalspieler keine Akzente zu setzen und kassierte mit dem TBU nach einem desolaten Auftritt eine 1:5-Klatsche. - Foto: Hägermann

Uphusen - Von Kai Caspers. Nach der desolaten Vorstellung beim 1:5 (0:1) gegen den TuS Lingen fand Dennis Offermann ganz klare Worte. „Das war definitiv ein Rückfall in alte Zeiten. Wir waren den Gästen in allen Belangen unterlegen und haben daher völlig verdient verloren“, ließ der Trainer des Fußball-Oberligisten TB Uphusen kein gutes Haar am Auftreten seiner Mannschaft.

Vor allem die Tatsache, dass es seiner Mannschaft trotz der guten Leistungen in den letzten Spielen ganz deutlich am nötigen Selbstvertrauen fehlte, stimmte Offermann nachdenklich. „Wir haben von Beginn an ohne Mut agiert. Darüber hinaus fehlte es im Spielaufbau an den nötigen Ideen. Allerdings wollte ja auch keiner den Ball wirklich haben“, erklärte Uphusens Trainer. Das hatte zur Folge, dass die Gastgeber vor allem in der ersten Halbzeit nahezu nur mit langen Bällen agierten. Und die sorgten nur selten für Gefahr in der gut sortierten Hintermannschaft der Gäste. Zudem leistete sich der Turnerbund zu viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und hatte Glück, als mit Schippers und Kepplin gleich zwei Linger freistehend im Strafraum am Ball vorbei rutschten (29.).

Dennoch verzeichnete der TBU in der 38. Minute die bis dato größte Chance, als Kerem Sahan nach einem starken Solo aus kürzester Distanz an TuS-Keeper Frik scheiterte und Denis Spitzers Kopfball nach der anschließenden Ecke nur knapp über die Latte strich. Nur wenig später jedoch der Tiefschlag. Mit letztem Einsatz bügelte Kerem Sahan einen Spitzer-Lapsus aus. Allerdings nur auf Kosten einer Ecke. Und die führte zum 0:1 durch einen platzierten Kopfball des groß gewachsenen Nils Moggert (42.).

Der Auftakt in die zweite Hälfte – er hätte viel schlechter aus Sicht des TBU nicht verlaufen können. Nachdem Bülent Kaksi ein Kopfballduell gegen den körperlich überlegenen Kepplin verloren hatte, war Kevin Landgraf mit dem 0:2 (53.) zur Stelle. Erneut Landgraf bestrafte ein hasenhaftes Deckungsverhalten der Gastgeber nach einem langen Einwurf mit einem Kopfball aus zwei Metern zum 0:3 (53.), ehe zu allem Überfluss ein Freistoß von Heinz Frimming unglücklich für TBU-Keeper Leon Seeger zum 0:4 (60.) abgefälscht wurde. Zwar verkürzte Saimir Dikollari quasi im Gegenzug auf 1:4 (62.), doch in der 72. Minute erwies Kapitän Benjamin Titz seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er für eine Beleidigung seines Gegenspielers mit Rot vom Platz gestellt wurde. Aber damit nicht genug der Leiden, denn zu allem Überfluss leiteten die Gastgeber mit einem weiteren Fehlpass auch noch das 1:5 (88.) durch Landgrafs dritten Treffer ein.

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