Ein überragender „Alex“ zu wenig: TV Baden unterliegt auch in Bitterfeld 0:3

Decker-Comeback fehlt Krönung

Lieferte in Bitterfeld eine überragende Leistung ab: Der aus der Reserve hochgezogene „Alex“ Decker (vorn).
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Lieferte in Bitterfeld eine überragende Leistung ab: Der aus der Reserve hochgezogene „Alex“ Decker (vorn).

Baden – Als das Lied: „So sehen Sieger aus . . .“ durch die Bitterfelder Halle schallte, hatte ein Großteil der Badener Zweitliga-Volleyballer längst den Gang Richtung Kabine angetreten. Die Hausherren aus Sachsen-Anhalt feierten indes einen klaren, wenn auch etwas zu deutlichen 3:0-Erfolg (25:20, 25:19, 25:22) überschwänglich vor leeren Rängen und beendeten damit ein sportreiches Wochenende für sich doch noch erfolgreich, nachdem sie tags zuvor an selber Stätte genauso deutlich noch dem FC Schüttorf 09 unterlegen waren.

Dabei hatte sich Badens Coach Werner Kernebeck mit der Rückholung von Diagonalspieler Alexander Decker aus der Reserve einen ganz besonderen Trick ausgedacht, der die Gastgeber auch über weite Strecken beeindruckte. Immer wieder konnte der Blondschopf (wurde auch zum Badener MVP gewählt) die Bälle ins Feld des VC Bitterfeld-Wolfen donnern, die Quote des Rückkehrers, der nach der Zweitliga-Premierensaison des TVB vor rund eineinhalb Jahren aus persönlichen Gründen ausstieg, war absolut überragend. Das entlockte natürlich auch Kernebeck später ein großes Lob: „Wahnsinn, welche Quote Alex abgeliefert hat, einfach sensationell! Er hat wirklich ein sehr, sehr, sehr gutes Spiel abgeliefert. Leider ist der Funke nicht übergesprungen.“ Denn während Decker ganz viel gelang, konnten seine Mitspieler nur sporadisch liefern. Vor allem bei der Annahme taten sich die Badener schwer. „Da hatten wir Riesenprobleme“, nickte da Kernebeck später ab. Was für den Übungsleiter letztlich auch ausschlaggebend für die Niederlage war. „Denn wenn wir den Ball gut annehmen konnten, lief doch viel Gutes für uns. So aber hatten wir zu wenig Möglichkeiten, um im Angriff variabel zu sein“, klärte da der Trainer weiter auf. So war es dann für den TV Baden ein gebrauchtes Spiel in Bitterfeld-Wolfen. Zwar startete er ganz vernünftig in den ersten Satz, doch nachdem die Gäste eine 11:8- und auch noch 16:15-Führung herausspielen konnten, „ging es mit uns dann doch recht zügig bergab“, so der TVB-Coach. Der sah dann einen zweiten Durchgang, in dem den Badenern viele leichte Fehler unterliefen und auch zuoft die Abstimmung nicht stimmte.

Der dritte Abschnitt war indes ganz nach dem Geschmack von Kernebeck. Zumindest, was den Auftritt seiner Schützlinge betraf. „Nur zu dumm, dass uns dann gerade in der Crunchtime Fehler unterlaufen sind, die man sich auf diesem Niveau einfach nicht erlauben darf! So verliert man dann dieses Spiel.“ In diesem dritten Satz hatten die Gäste noch eine 20:19-Führung inne, dann landete erst ein Ball von Patrick Pfeffer im Aus, ein weiterer von Jannik Haats im Netz. Bitterfelds Kapitän Martin Krüger, der später auch aufseiten der Hausherren zum MVP gewählt wurde, machte dann schließlich den Sack für „BiWo“ zu.

Versuchten abwechselnd über die Außenposition Druck auf die Bitterfelder Abwehr auszuüben: Patrick Pfeffer (links) und Kapitän Nils Mallon. Archivfotos (2): von Staden

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