Verdener Kanute und Partner Niklas Kux in Topform / Wimpernschlag fehlt

David Schmude kehrt mit WM-Silber aus Kanada zurück

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Und schon wieder gab es die Silbermedaille für David Schmude (links) und Niklas Kux.

Verden - Nur um einen Wimpernschlag verpasste der Verdener David Schmude mit seinem Partner Niklas Kux bei der U23-Weltmeisterschaft im kanadischen Welland den Titel im Kanu-Rennsport über die 1000-Meter-Distanz. Am Ende hatte nur das ungarische Boot mit Hufnagel/Ceiner (3:10,75 Minuten) einen Vorsprung von 0,211 Sekunden auf den Zweier des Deutschen Kanuverbandes (DKV).

Nach dem starken zweiten Rang bei der Europameisterschaft im polnischen Posen vor gut einem Monat setzte die deutsche U-23 in ihrem letzten Jahr in dieser Altersklasse auch auf dem Kanal in Welland mit Rang zwei das nächste Ausrufezeichen.

„Das Rennen hätte auch durchaus anders ausgehen können. Diese Zeit sind unsere Jungs noch nie gefahren. Noch im Vorlauf waren beide gute drei Sekunden langsamer“, staunte auch Davids Vater Karl Heinz nicht schlecht. Allerdings hatte er Pech bei der Live-Stream Übertragung, denn zur Hälfte des Rennens war das Internet zusammen gebrochen. Bis dahin hatte Vater Schmude einen guten Start von Filius David und dessen Partner Niklas Kux gesehen, die einen glänzenden Start erwischt hatten. Völlig ausgepumpt überquerte das DKV-Duo nach 1000 Metern das Ziel hinter den Ungarn, die nicht unbedingt als Favorit ins Rennen gegangen waren. Der zweite Rang war allerdings am Ende nicht mehr in Gefahr, weil der Zweier aus Russland über zwei Sekunden Rückstand hatte. Noch im letzten der drei Vorläufe hatte sich das russische Boot in der Besetzung Spesivtsev/Chervov bereits in die Favoritenrolle gepaddelt und lag noch knapp zwei Sekunden vor dem Boot mit dem Bundesadler. Das sollte sich aber im Endlauf ändern, als die Russen auf Rang drei die Ziellinie überquerten.

Da war es fast schon egal das am gestrigen Sonntag über die Sprintdistanz von 200 Metern die Luft etwas raus war. Doch schon die Endlaufteilnahme, die mit der fünftschnellsten Vorlaufzeit erreicht wurde, ist als Erfolg zu werten. Schließlich haben Schmude/Kux ihre Stärken eher auf der olympischen Distanz über die 1000 Meter. Rang neun dürfte aber zu verschmerzen sein nach dem grandiosen Ritt über die 1000 Meter den die beiden Athleten aus dem Leistungszentrum der KG Essen auf das kanadische Wasser zauberten. Per Kurznachricht über den großen Teich ließ der Blondschopf David Schmude wissen, dass er mit einem derartigen Erfolg nicht gerechnet hätte und natürlich mehr als zufrieden die Heimreise antreten wird. · bjl

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