Einstigen Oberliga-Spieler reizt die Aufgabe Klassenerhalt

David Airich: Nächste Ausfahrt Bassen

David Airich, Fußballer im Trikot des TB Uphusen, schau nach vorne.
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David Airich lief im November noch für das Oberliga-Team des TB Uphusen gegen Kickers Emden auf, zukünftig will er das Trikot des TSV Bassen tragen.

Er hat schon manch knifflige Aufgabe in Angriff genommen: David Airich, noch in Diensten des TB Uphusen II, will im neuen Jahr dem TSV Bassen zum Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga verhelfen. Wenn da nicht noch ein großes Hindernis auftaucht - bisher ist der Mann für heikle Missionen noch nicht gegen das Coronavirus geimpft.

Bassen/Uphusen – Dass David Airich nur wenig Gefallen an einer „stinknormalen“ Fußball-Saison mit einem Mittelmaßteam hat, ist hinlänglich bekannt. „Entweder muss es um den Aufstieg oder aber um den Klassenerhalt gehen. Alles Andere ist schon längst nichts mehr für mich. Das reizt mich einfach nicht“, so der einstige Vollblutstürmer, den es nun vom TB Uphusen zum Fußball-Bezirksligisten TSV Bassen zieht, der ab März 2022 in der Abstiegsrunde um den Klassenverbleib spielen wird. Bei sechs Absteigern Woche für Woche genau das Richtige für den Routinier.

Ausschlaggebend war letztlich das sehr freundschaftliche Verhältnis zu Bassens Trainer Dennis Wiedekamp. Der weiß natürlich um die Fähigkeiten eines David Airichs, der ein exzellenter Allrounder mit großem Spürsinn für Tore war – und auch immer noch ist. Nicht umsonst zog Uphusens Oberliga-Coach Christian Ahlers-Ceglarek die Jokerkarte Airich, als das Personal vor dem Heimspiel gegen Kickers Emden (1:3) extrem knapp war und er so in der Reserve, in der der 35-Jährige zuletzt aktiv war, anfragte.

Aber das ist doch nichts Neues. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich so ticke.

David Airich über seine Vorliebe für sportliche Extrem-Situationen

„Doch auch dort habe ich nur mitgespielt, weil mir Zecke versichert hat, dass wir trotz der Minimalchance unbedingt auf Sieg spielen wollten. Nur zu spielen, um zu spielen, dafür wäre mir meine Zeit einfach zu schade gewesen“, macht der Familienvater, der in der Kreisliga beim TBU II zuletzt in der Innenverteidigung auflief, deutlich, dass er im Fußball immer das Extreme sucht. „Aber das ist doch nichts Neues. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich so ticke.“

Von 2010, damals für den ATSV Sebaldsbrück aktiv, hat Airich bis heute in sechs verschiedenen Klubs gespielt. So ist er zwar kein Welten-, aber doch ganz sicher ein Vereinsbummler, der überall aufgrund seines fußballerischen Könnens, aber vor allem aufgrund seines ehrlichen Charakters bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Beim Turnerbund aus Uphusen ebenso wie beim TSV Ottersberg, beim Rotenburger SV oder auch beim TSV Etelsen. Dass er dort nicht länger geblieben ist, „lag daran, dass Corona vieles verändert hatte. Am Ende war es in Etelsen weder Fisch noch Fleisch für mich. So habe ich dann den Weg zurück nach Uphusen gewählt. Ich wollte dort in der Zweiten etwas abschalten. Auch des Berufes wegen.“

David Airich sieht sich nicht als Querdenker

Gut möglich allerdings, dass das Virus einen Bassen-Einsatz des 35-jährigen Deutschen mit russischen Wurzeln verhindert. So gibt David Airich ganz offen zu, „dass ich einer Impfung sehr skeptisch gegenüberstehe. Ich denke, die Entwicklungsphase des Impfstoffes war viel zu kurz. Und nur weil die Regierung sagt, nur eine Impfung würde Besserung bringen, muss das ja nicht unbedingt auch stimmen. Ich tanke ja auch kein Diesel in ein Auto, das Super braucht, nur weil es die von da oben so verlangen!“

Dabei möchte Airich allerdings betonen, dass er beileibe kein Querdenker oder notorischer Impfgegner ist. „Nein, wenn es mehr Fakten gibt und ich von der Sache überzeugt bin, werde ich mich impfen lassen. Das ist aber derzeit nicht der Fall. Gut möglich, dass das auch im kommenden Jahr noch nicht sein wird. Deshalb ist es vielleicht besser, der TSV Bassen bestellt noch kein Trikot mit meinem Namen darauf. Wie gesagt, ich wäre absolut heiß auf die Mission Klassenerhalt. Doch wenn die Situation so bleibt, wie sie jetzt ist, werde ich wohl kaum ein Spiel bestreiten können.“

Von Frank Von Staden

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