Landesligist feiert 23:20-Derbysieg in Achim/Baden / SG-Trainer Krone hadert mit den Schiedsrichtern

Daverden macht einen großen Schritt

Auch Boyke Wilkens (3) kann Achim/Badens überragenden Tobias Naumann nicht am Torwurf hindern. - Foto: Hägermann

Achim/Baden - Von Kai Caspers. Mit versteinerter Miene nahm Karsten Krone die 20:23 (11:15)-Niederlage im Derby der Handball-Landesliga gegen den Lokalrivalen TSV Daverden entgegen. Wohl wissend, dass die von ihm trainierte SG Achim/Baden II damit wohl die letzten Hoffnungen auf den Relegationsplatz zur Verbandsliga begraben kann.

Nachdem er dann aber wieder Luft geholt hatte, ließ er kräftig Dampf ab. „Ich habe bislang selten über Schiedsrichter geschimpft. Aber was die beiden heute gepfiffen haben, das war eine einzige Katastrophe. Die waren doch völlig überfordert“, ließ Krone kein gutes Haar am jungen Duo aus Verden. Mit etwas Abstand musste aber auch der SG-Trainer eingestehen, dass ihm letztlich gegen personell wesentlich besser aufgestellte Daverdener dann doch die Mittel fehlten. „Unsere vielen Ausfälle waren einfach nicht zu kompensieren. Nach dem Wechsel haben die eingesetzten A-Jugendlichen zwar noch einmal für neue Luft gesorgt, doch am Ende hat es eben nicht gereicht“, war Krone etwas enttäuscht.

Sichtlich zufrieden war indes Daverdens Trainer Thomas Panitz. „Ich denke, dass der Sieg auf jeden Fall in Ordnung geht. Zwar wurde es gegen Ende noch einmal hektisch, aber das hatten wir uns selber zuzuschreiben“, ärgerte sich Panitz über einige unnötige Würfe. „In dieser Phase haben wir Achim/Badens Keeper richtig warm geschossen. Aber da wir in der Deckung über die gesamte Spielzeit gut gestanden haben und zudem Arne Rode ein sicherer Rückhalt war, konnten wir das kompensieren.“

In der ersten Halbzeit hatte sich zunächst ein Duell zwischen Tobias Naumann und dem TSV Daverden entwickelt. Während die Gäste das deutlich strukturiertere Spiel zeigten, stimmte auf Seiten der SG einzig die Wurfqualität ihres Routiniers. Immer wieder kam Naumann frei zum Abschluss und hatte mit seinen acht Treffern maßgeblichen Anteil daran, dass es aus Sicht der Gastgeber „nur“ mit einem 11:15 in die Pause ging. „Da war alle anderen Spieler im Griff hatten, war eine kurze Deckung für Tobias Naumann keine Option für mich“, konnte Panitz mit dessen Toren gut leben. Nach der Pause lief aus Sicht der Daverdener bis zum 20:15 durch einen Doppelpack von Simon Bodenstab (42.) alles rund, ehe schlechte Abschlüsse und ein nun überzeugender Hendrik Obermeyer im SG-Tor die Gastgeber wieder auf 19:21 (54.) herankommen ließen. Beim 20:22 erwies Krone seiner Mannschaft dann jedoch einen Bärendienst, als er lautstark gegen eine Entscheidung der Schiedsrichter protestierte und dafür eine Zeitstrafe kassierte. In Überzahl machte dann Daverdens Ruben Zeidler mit dem 23:20 endgültig den Deckel drauf und besiegelte damit den letztlich verdienten Erfolg der Gäste.

Tore SG Achim/Baden II: Naumann (11), Schacht (3/2), Schwittek (1), Albers (1), Becker (3), Benstein (1).

Tore TSV Daverden: Marcel Wrede (6/1), Windßus (5), Wilkens (3), Bodenstab (3), Marin Wrede (3), Zeidler (2), Fleischer (1).

Polizei nach Manchester-Anschlag: Abedi hatte Hintermänner

Polizei nach Manchester-Anschlag: Abedi hatte Hintermänner

Laura Siegemund verletzt sich in Nürnberg schwer

Laura Siegemund verletzt sich in Nürnberg schwer

Zirkus Charles Knie in Wagenfeld

Zirkus Charles Knie in Wagenfeld

Pitt, Messi & Co.: Diese Autos fahren die Reichen und Schönen

Pitt, Messi & Co.: Diese Autos fahren die Reichen und Schönen

Meistgelesene Artikel

TB Uphusen holt sich vier Neue

TB Uphusen holt sich vier Neue

Rost sieht Siegesritt von Ross

Rost sieht Siegesritt von Ross

SVV Hülsen: Meister-Coach Ziad Leilo macht weiter

SVV Hülsen: Meister-Coach Ziad Leilo macht weiter

FC Verden 04: Tavan der tragische Held – 2:4

FC Verden 04: Tavan der tragische Held – 2:4

Kommentare