Kahlund & Co. verpassen das DM-Finale

Dauelser Bogner fehlt am Ende ein Punkt

Dauelsens bester Schütze, Florian Kahlund, verpasste mit seinem Team hauchzart das Finale der Deutschen Meisterschaft.

Dauelsen - Vor den Augen von über 120 Zuschauern in der gut besuchten Sporthalle der BBS Verden erfüllte der Saisonendspurt der Bogenbundesliga Nord alle Erwartungen. Die Spitzen des deutschen Bogenschießens gaben sich die Ehre und boten Sport auf höchstem Niveau, spannungsgeladen bis zum letzten Match.

Da durfte auch der eigens angereiste Bundestrainer Oliver Haidn nicht fehlen, der sich vor dem anstehenden Weltcupfinale und der darauf folgenden Hallen-WM in den USA noch einmal ein Bild seiner Schützlinge Lisa Unruh und ihrem Partner Florian Kahlund vom heimischen SV Dauelsen machen wollte.

Die Dauelser Bogner standen mit Kahlund, dem derzeit wohl besten deutschen Recurvebogenschützen, Andreas Gerhardt und Sebastian Rohrberg an der Linie und boten mit einem Ringschnitt von 57,71 (von 60) je Satz eine Performance auf absolutem Topniveau. „Mit so einer Leistung haben wir letztes Jahr den Titel geholt“, befand das Dauelser Urgestein Sebastian Rohrberg am Ende des Tages. Am Ende aber verpassten die Gastgeber das DM-Finale hauchzart.

Das wegweisende erste Match des Tages gegen den Blankenfelder BS 08, dem direkten Konkurrenten um den begehrten letzten freien Finalplatz, wurde mit 2:6 verloren. Es war ein hochklassiges Aufeinandertreffen, bei dem 58 Ringe im Schnitt den Dauelsern nicht reichten. „Wir haben richtig gut geschossen aber den 59er Schnitt der Blankenfelder konnten wir nicht halten“, so Rohrberg. So betrug der Rückstand jetzt vier Punkte und erhöhte sich gar auf fünf, weil es gegen den drittplatzierten Sherwood BSC Herne im folgenden Duell nur zu einem hart umkämpften mit 5:5-Unentschieden reichte. Das Finale in Wiesbaden war weit weg, doch jetzt begann die Aufholjagd. Der BSC BB Berlin um die Silbermedaillengewinnerin von Rio, Lisa Unruh, wurde klar mit 6:2 besiegt (58,25) und auch dem Tabellenführer SV Querum gab man beim 6:2 (58,25) keine Chance. Es folgte ein souveräner Auftritt beim 7:1 gegen Absteiger Rheydter TV. Der Abstand zu Platz vier, eben dem letzten Finalplatz, war auf zwei Punkte geschmolzen.

Was dann folgte, machte allerdings sprachlos! Der nächste ebenfalls als Absteiger feststehende Gegner, KKB Köln, hatte in den letzten vier Begegnungen nicht einen Satz gewonnen. Die Dauelser schossen sehr gute 58,25 Ringe im Schnitt. „Das gibt es doch nicht. Drei mal 59, eine 58 – damit gewinnt man 99 Prozent aller Begegnungen“, stöhnte Andreas Gerhardt „und die hauen hier eine 58,4 raus“. Auch Florian Kahlund schüttelte beim 5:5-Unentschieden nur noch den Kopf. Weil Blankenfelde gegen Berlin einen Punkt holte, musste im letzten Match gegen BSV Zierenberg ein hoher Sieg her. Es reichte allerdings nur zu einem weiteren Remis, weil auch Zierenberg eine Topleistung bot und die Dauelser mit einer 57,2 den Schock des Matches gegen Köln nicht mehr auffangen konnten.

So verpasste der SV Dauelsen als Tabellenfünfter das Finale in Wiesbaden um einen Punkt. Die Titelverteidigung ist damit nicht mehr möglich. „Die Saisonbilanz gegen die Finalteilnehmer Querum, Berlin, Herne und Blankenfelde ist aber positiv. Das zeigt, wir können mithalten“, konstatierte der aus gesundheitlichen Gründen abwesende Trainer Andreas Hehenberger.

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