Kreisliga-Zwischenbilanz Teil 2: TSV Dauelsen und auch der Borsteler FC sind die „heißesten“ Abstiegskandidaten

„Das Wasser steht uns bis zum Hals“

Für den TSV Blender und Lars Hustedt (beim Kopfball) ist die Hinrunde zufriedenstellend gelaufen. Dennoch ist der TSV noch nicht alle Sorgen los.

Von Dietmar SeeskoVERDEN · Wer steigt in der Fußball-Kreisliga ab, wer muss bangen, wer nicht? Diese Frage werden wir heute im zweiten Teil der Zusammenfassung über die Kreisliga nach dem Eintritt in die Winterpause etwas näher beleuchten.

Nur sieben Punkte holte dabei der TSV Dauelsen bisher in 16 Meisterschaftsspielen. Dazu magere 15 Tore erzielt, aber satte 47 kassiert. Kein Zweifel: Das Team von Coach Jason Flaherty ist derzeit der heißeste Abstiegskandidat. „Unser Ziel war ein Platz im gesicherten Mittelfeld. Jetzt steht uns das Wasser aber schon bis zum Hals! Wir sind mit 18 Spielern in die Vorbereitung gestartet. Zu Saisonbeginn hatte ich dann ganze elf gesunde zur Verfügung. Wenn dann ein oder zwei Spieler genesen waren, dezimierten wir uns durch Rote Karten selbst oder es verletzten sich wieder zwei, drei. Einige Leute im Verein haben unsere mehr als brenzlige Lage anscheinend immer noch nicht erkannt“, erklärt Flaherty eine Entwicklung, mit der keiner gerechnet hatte. Zwar bemühte sich der Übungsleiter um einige Neuzugänge – bisher ohne Erfolg.

nBertram versprüht

nwenig Optimismus

Während sich der SV Baden und der SV Genclerbirligi Achim derzeit keine großen Sorgen machen müssen, sieht es beim Borsteler FC wieder einmal brenzlig aus. „Als Tabellenvorletzter haben wir unser Ziel Nichtabstiegsplatz nicht erfüllt, weisen sogar inzwischen sieben Punkte Rückstand auf. Viele Undiszipliniertheiten wie Rote Karten vieler Leistungsträger haben uns in diese Lage gebracht. Bei Ab- oder Zugängen ist noch alles offen“, ist BFC-Boss Jürgen Bertram diesmal nicht so optimistisch, was den Klassenerhalt angeht.

Sieben Zähler trennen den TSV Bierden von einem Abstiegsplatz. „Nach dem schlechten Spiel in Borstel hat sich die Einstellung positiv verändert. Insgesamt kann ich mit Platz zwölf aber nicht zufrieden sein“, kompensierte Bierdens Interimscoach Thomas Krüger (er beerbte den freiwillig ausgeschiedenen Tobias Engelken) Frust in der Meisterschaft mit dem Einzug ins Kreispokal-Halbfinale. Einen großen Sprung machte dabei Youngster Alexander Gudat, der aus der A-Jugend kam. „Ich hoffe zudem, dass die Langzeitverletzten Hajo Wittfoth und Torsten Rehling zur Rückrunde wieder voll einsteigen. Torben Buschmann wird die nächsten Monate auch wieder voll dabei sein“, will Krüger versuchen, die eine oder andere Verstärkung zu verpflichten.

„Wir haben gute Spiele gegen die obenstehenden Mannschaften gemacht. Haben aber eine katastrophale Bilanz in der Chancenverwertung. Wir sind auf Zielkurs, aber es wäre mehr drin gewesen“, hat Blenders Coach Cord Clausen den Sieg in Brunsbrock in besonders guter Erinnerung. In negativer Hinsicht die 1:7-Pleite gegen Fischerhude. Blenders größtes Problem derzeit: Stammtorwart Andreas Nesemann absolvierte aufgrund beruflicher Belastung nur die Hälfte der Spiele, trainierte kaum. „Hier müssen wir schauen, ob diese Situation andauert, wir uns eventuell noch einmal nach einem weiteren Torwart umschauen müssen. Obwohl wir mit Christopher Uhlig und Marvin Grotheer zwei junge, entwicklungsfähige Torhüter haben, ist in unserer Situation ein überdurchschnittlicher Keeper eminent wichtig“, so Clausen.

Zufrieden mit dem bisherigen Verlauf ist Lutz Repschläger, Trainer der Reserve des TSV Uesen. „Spiele wie gegen Riede, Achim, Fischerhude und Verden haben gezeigt, dass wir leistungsmäßig absolut mithalten können. Was der sehr jungen Mannschaft einfach fehlt sind Dinge wie Ruhe, Cleverness, Abgeklärtheit und vor allem die Erfahrung. Kameradschaft und mannschaftliche Geschlossenheit aber sind perfekt. Die technischen Fertigkeiten sind aufgrund der guten Jugendarbeit in Uesen sehr ausgeprägt. Nennen möchte ich hier Adrian Ewecker, Waldemar Tepilton, Tobias Czotscher und Abdulla Sahinoglu. Helge Hermstrüver wird nach der Winterpause berufsbedingt kürzer treten. Nico Gohl wird wohl nach Frankreich auswandern“, sieht Lutz Repschläger im MTV Riede oder TV Oyten den neuen Meister.

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