Saisonabbruch im Fußball (noch) kein Thema / Absteiger gibt es definitiv

Das Warten geht weiter

Während andere Sportarten längst eine Entscheidung gefällt haben, ist der vorzeitige Saisonabbruch für den Niedersächsischen Fußballverband (noch) kein Thema.
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Während andere Sportarten längst eine Entscheidung gefällt haben, ist der vorzeitige Saisonabbruch für den Niedersächsischen Fußballverband (noch) kein Thema.

Noch ruht der Fußball auf sämtlichen Sportplätzen im Amateurbereich. Aber wie lange noch? Wird die Saison überhaupt noch einmal fortgesetzt? Eine Antwort auf diese Frage gab es auch nach einer Sitzung des Verbandsspielausschusses nicht. Das Warten geht also weiter. Sicher ist bis dato nur, dass es dieses Mal in jedem Fall Absteiger geben wird.

  • Maßgebend für eine Entscheidung bleibt die Verfügungslage des Bundes
  • Saisonabbruch ist (noch) kein Thema
  • Spielausschussvorsitzender Jürgen Stebani gibt Ostern als Deadline aus

Verden – Handballer, Volleyballer, Basketballer und auch die Tischtennisspieler – alle diese Sportler befinden sich jetzt schon in der verfrühten Sommerpause und können sich in aller Ruhe auf die kommende Saison vorbereiten. Denn die Verbände der jeweiligen Sportarten haben die aktuelle Saison infolge der Corona-Pandemie vorzeitig für beendet erklärt. Doch was ist mit dem Fußball? Bislang wurde den Kickern noch ein Re-Start für das erste April-Wochenende in Aussicht gestellt. Ein Saisonabbruch – für den Niedersächsischen Fußballverband (NFV) ist er bislang indes (noch) kein Thema.

Eine Tatsache, an der sich zunächst nach einer Sitzung des Verbandsspielausschusses am Donnerstagabend auch nichts ändern wird. Das erklärt Jürgen Stebani, Spielausschussvorsitzender des NFV, auf Nachfrage. „Es bleibt dabei. Die Verfügungslage des Bundes steht über allem. Auch wenn es sich viele wünschen, können und werden wir keinen Termin setzen. Natürlich haben wir einiges bereits in Vorbereitung, aber letztlich sind auch wir zum Warten gezwungen“, hofft Stebani auf neue Erkenntnisse im Anschluss an die Ausführungen der Bundesregierung in der kommenden Woche. Gleichwohl ist der Spielausschussvorsitzende aber auch Realist genug und gibt sich bezüglich des Zeitfaktors für ein sportliches Ende der Saison keinen Illusionen hin. „Bis Ostern muss wieder gespielt werden. Ansonsten wird es extrem schwer. Selbst dann, wenn die Saison verlängert wird“, bezeichnet Stebani die mögliche Wiederaufnahme Anfang April dann auch als Deadline. Dass den Vereinen im positiven Fall lediglich eine Vorbereitungszeit von zwei Wochen eingeräumt werden kann – auch daran hält Stebani fest. „Alles andere ist komplett illusorisch. Für mehr fehlt einfach die Zeit. Außerdem erinnere ich in diesem Zusammenhang an die Saison 2017/2018. Auch dort konnte witterungsbedingt wochenlang nicht trainiert werden, ehe es zu einem Kaltstart kam. Und damals wurde auch nicht gemeckert!“

Bis Ostern muss wieder gespielt werden. Ansonsten wird es extrem schwer. Selbst dann, wenn die Saison verlängert wird.

Jürgen Stebani, Spielausschussvorsitzender des NFV

Doch auch wenn der NFV-Spielausschussvorsitzende einen möglichen Saisonabbruch noch nicht wirklich konkret thematisieren will – ganz ausschließen kann er ihn nicht. Sollte es dann aber doch dazu kommen, müsse laut Stebani schon differenziert werden. „Niedersachsen ist sehr groß. Daher wird es dahingehend keine generelle Aussage geben, da sich die Gegebenheiten in den jeweiligen Bezirken deutlich unterscheiden“, verweist er unter anderem auf Vechta und Cloppenburg. „In Anbetracht der Tatsache, dass dort bis dato kaum Spiele ausgetragen werden konnten, rechne ich da schon ein wenig mit Abbruch.“

Auch bei einem möglichen Saisonabbruch muss differenziert werden

Die aktuelle Situation ist auch für Stebani unbefriedigend. Dennoch mahnt er zur Geduld. „Wir können nur abwarten, was die Politik beschließt und müssen entsprechend flexibel reagieren. Auch ich bin kein grenzenloser Optimist, doch ich sehe zumindest einen kleinen Silberstreif am Horizont. Schließlich zählt Fußball als Kontaktsport an der frischen Luft laut den bisherigen Erkenntnissen nicht zu den Hotspots für Infektionen. Sollte es dann aber nichts werden, ist es sehr ärgerlich. Aber letztlich ist der Fußball auch nur die schönste Nebensache der Welt.“

Absteiger gibt es in jedem Fall. Zur Not über die Quotientenregelung.

Führt dann aber kein Weg am endgültigen Aus vorbei, wird es dieses Mal auch Verlierer geben. Daran lässt Stebani keine Zweifel. „Noch so eine nice to have Saison ist keine Option. Denn wir können die Staffeln nicht über zwei Serien so aufgebläht lassen. Daher gibt es definitiv auch Absteiger. Wie genau diese ermittelt werden, wird sich zeigen. Zur Not über die Quotientenregelung. Aber so weit ist es ja noch nicht. Daher warten wir mal die nächsten Beschlüsse der Regierung ab. Getreu dem Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Von Kai Caspers

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