Vielseitigkeitsreiterin und Niagara de Champenotte – ein Team

Hedda Vogler: „Das meiste Adrenalin im Gelände“

Hedda Vogler vom RV Aller-Weser auf Niagara de Champenotte im Gelände.
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Im Gelände geht die Post so richtig ab: Hedda Vogler vom RV Aller-Weser auf Niagara de Champenotte.

Die EM-Teilnahme hat sie im Visier: Hedda Vogler (17), Vielseitigkeitsreiterin des RV Aller-Weser, hat mit Niagara de Champenotte ein Erfolgsduo gebildet. Große Unterstützung findet die Schülerin, die seit ihrem zweiten Lebensjahr im Reiten ihre Leidenschaft gefunden hat, in der Familie.

Verden – Erst vor Kurzem bewies Hedda Vogler mit ihrer Stute Niagara de Champenotte im belgischen Arville ihr internationales Können bei einem Turnierstart in der Vielseitigkeit im belgischen Arville. In der Gesamtwertung belegte das Duo, das für den Reitverein Aller-Weser startet, vor der malerischen Burgkulisse Rang fünf. Eine Platzierung, die vor dem Hintergrund hochkarätiger Konkurrenz aus den besten internationalen Vielseitigkeitsreitern umso stärker einzuschätzen ist und mit der Hedda Vogler gar nicht unbedingt gerechnet hatte.

Das Herz der 17-jährigen Verdenerin schlug dabei aber schon immer für die Vielseitigkeitsreiterei. Durch ihre Eltern erlernte sie den richtigen Umgang mit Pferden schon als Kleinkind, da diese selbst passionierte Reiterin sind, beziehungsweise waren. Bereits im Alter von zwei Jahren bekam Hedda Vogler dann das erste Pony, bestritt wenig später schon Reiterwettbewerbe, sattelte mit zehn Jahren auf ein ausgebildetes Vielseitigkeitspony um und sammelte auch erste Turniererfahrungen.

„An der Vielseitigkeit liebe ich es besonders, dass man mit dem Pferd ein Team werden muss, um in Dressur, Springen und Gelände erfolgreich zu sein. Es wird außerdem niemals langweilig. Im Gelände hat man aber am meisten Adrenalin im Blut“, erklärt Hedda Vogler ihre Liebe zu dieser Sparte des Reitsports.

Ein Panther vor der Box spiegelt den Charakter wider

Auch für die achtjährige Niagara de Champenotte (von Sir Donovan) ist der Geländeteil die liebste Disziplin. „Sie merkt es immer schon vorher, wenn der Geländetag ansteht und freut sich darauf“, lacht die Schülerin, die erklärt, dass besonders der Geländeteil hohe Anforderungen an die Ausdauer und Kondition von Pferd und Reiter stellt. Vor der Box der fast schwarzen Stute ist ein Panther in Form eines Kuscheltiers angebracht. „Der Panther spiegelt ihren Charakter wider, er ist ein Glücksbringer“, lacht die talentierte Reiterin.

Seit knapp einem Jahr bildet Hedda Vogler, die seit Beginn des neuen Schuljahres die 12. Klasse der Ottersberger Waldorfschule besucht, mit Niagara de Champenotte ein Team. Im Sattel der Stute fühlte sie sich vom ersten Tag an wohl und die beiden haben große Pläne: Im nächsten Jahr will sie nach einem starken 15. Platz erneut bei den deutschen Meisterschaften starten. Außerdem träumt die 17-jährige von der Teilnahme an einer Europameisterschaft.

Hedda Vogler: „Eigentlich dreht sich alles um Pferde“

Auf einem derart hohen Niveau zu reiten, stellt natürlich noch größere Anforderungen an die Schülerin, die in zwei Jahren ihr Abitur ablegen wird. Es ist eine Menge Organisationstalent gefragt, um Schule und Reiten unter einen Hut zu bekommen. Gemeinsam mit Mutter Judith kümmert sich Hedda Vogler um das Training der Pferde, die im Verdener Schleppjagd-Reitverein, nur fünf Minuten vom Zuhause der Familie, auf weitläufigen Koppel und luftigen Boxen untergebracht sind. Vater Sebastian reitet zwar selbst nicht mehr, unterstützt seine ambitionierte Tochter aber, wo er kann. Auch der 14-jährige Bruder Ferdinand ist ein leidenschaftlicher Reiter, er startete sogar schon beim Bundesnachwuchschampionat.

„Neben den Turnieren, dem Training und der Schule bleibt natürlich nicht so viel Zeit für andere Hobbys. Als Ausgleich gehe ich aber schon gerne Laufen. Eigentlich dreht sich aber schon alles um Pferde“, berichtet Hedda Vogler. Ob die Schülerin sich auch eine berufliche Zukunft im Reitsport vorstellen kann oder ob das Reiten ein Hobby bleiben soll, weiß sie noch nicht.

Als Nächstes sind Starts auf den Geländestrecken von Langenhagen bei Hannover sowie eine Reise nach Polen geplant. Dort wird das Team Vogler und Niagara de Champenotte auch in einer Zwei-Sterne-Prüfung antreten.

Von Kira Kaschek

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