Bezirksliga: Claudia von Kiedrowski bietet Fußball-Klubs Spielverlegung an

Das Doppelherz der Staffelleiterin

Langsam geht auch in der Fußball-Bezirksliga dem Ball die Luft aus. Staffelleiterin Claudia von Kiedrowski bot allen Vereinen Spielverlegungen in den Februar an.
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Langsam geht auch in der Fußball-Bezirksliga dem Ball die Luft aus. Staffelleiterin Claudia von Kiedrowski bot allen Vereinen Spielverlegungen in den Februar an.

Verden – In der Brust von Fußball-Bezirksliga-Staffelleiterin Claudia von Kiedrowski, eine absolute Impfbefürworterin, schlagen derzeit zwei Herzen. Zum einen sieht sie die eigentliche Notwendigkeit der sofortigen Aussetzung des Spielbetriebes in Niedersachsen, zum anderen steht sie loyal zum Fußballverband und beugt sich den derzeitigen Anordnungen des NFV – wenn auch leicht kopfschüttelnd.

Denn der will von einer offiziellen Absetzung des Spielbetriebes nichts wissen, weist die Vereine und die Staffelleiter nur auf die neue Coronaverordnung hin (2G im Spielbetrieb, 2G-Plus im Kabinentrakt) und überlässt es den Bezirken, Kreisen und den Vereinen selbst, ob gespielt werden kann oder nicht. Claudia von Kiedrowski hätte sich da etwas mehr Rückgrat gewünscht, etwas mehr Verantwortungsbewusstsein. „Aber noch einmal, das ist jetzt nur meine persönliche Meinung! Für mich ist es völliger Quatsch, die Spiele mit Macht durchprügeln zu wollen.“

Sie führt weiter aus: „Meines Erachtens ist nicht weiter darüber nachgedacht worden, wie die Regelung tatsächlich umzusetzen ist. Man stelle sich vor, alle Spieler fahren zum Spiel, vielleicht noch in den Nachbarkreis, und da die Testzentren überfüllt sind, muss man dreckig und verschwitzt – und das im Winter – wieder die Heimreise antreten, da man keinen Test vorlegen kann. Auch ist hier nicht von einer Ausnahme die Rede, dass vielleicht Selbsttests zum Duschen reichen würden.“

Zu viele Ungeimpfte: 1. FC RW Achim spielunfähig

Kurzum bietet die Staffelleiterin ihren Vereinen, die die Voraussetzungen nicht mehr erfüllen können und wollen, an, sich mit dem Gegner auf einen neuen Termin zu verständigen. „Auch müssen wir damit rechnen, dass die Spiele im Februar wegen der Pandemie und Witterung auch nicht ausgetragen werden können. Letztendlich muss der Spielausschuss dann auf Grundlage der bereits ausgetragenen Spiele entscheiden, wie es weitergeht und wann. Hierzu kann ich derzeit keine Aussage treffen, da der Spielausschuss noch keine verbindliche Entscheidung getroffen hat. Vielleicht weiß ich aber in der kommenden Woche schon mehr.“ Heißt: Jetzt noch ausgetragene     Spiele    könnten durchaus in die Quotientenregelung einfließen, falls erneut die Saison nicht beendet werden kann.

Ein ganz anderes Problem hat dagegen der 1. FC RW Achim. Denn nachdem die Landesregierung die 2G-Regelung verordnet hat, bekommt der momentan keine Mannschaft mehr voll. Grund: Das Team besteht einfach aus zu vielen ungeimpften Akteuren!

„Deshalb wollten wir unser Spiel beim TSV Achim unbedingt verlegen. Die TSV-Verantwortlichen aber wollen dem nicht zustimmen, wollen das Spiel unbedingt auf Kunstrasen dort durchziehen. Das finde ich schade, aber am Ende müssen wir dann mit sieben Spielern anreisen oder aber nicht antreten. Das werden wir letztlich kurzfristig entscheiden“, erklärte am Donnerstag Achims sportlicher Leiter Fikret Karaca, der sich momentan selbst in Quarantäne befindet, da bei ihm Corona diagnostiziert wurde „und echt heftig zugeschlagen hat. Und das, obwohl ich geimpft bin!“

Ob die Entscheidung des TSV Achim die richtige ist, wollte Claudia von Kiedrowski nicht kommentieren. Sie gab aber zu bedenken: „Wenn Rot-Weiß aufgrund der genannten Gründe nicht antreten kann, wird das wohl vor dem Sportgericht landen. Welche Wertung dann erfolgt, steht in den Sternen. Gut möglich, dass es dann gar keine gibt und aufgrund der besonderen Umstände ein neuer Spieltermin angesetzt wird.“

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