Platzverweis gegen Riede der Knackpunkt für Aufsteiger Langwedel-Völkersen

Daniel Throls Aussetzer der Anfang vom Ende – 2:4

Von Kai CaspersLANGWEDEL · Zur Pause war gestern für den FSV Langwedel-Völkersen im Derby der Fußball-Bezirksliga gegen den MTV Riede noch alles im Lot. Der Aufsteiger hatte alles im Griff und führte auch völlig verdient mit 2:0. Ausgerechnet Langwedels Daniel Throl öffnete dem MTV dann aber die Tür zurück ins Spiel, als er sich in der 47. Minute zu einer Tätlichkeit an Dennis Knief hinreißen ließ – Rot. Damit erwies er seinem Team einen Bärendienst und hatte maßgeblichen Anteil an der folgenden 2:4 (2:0)-Niederlage.

„Natürlich muss sich Daniel in der Szene besser im Griff haben. Zumal er für uns ein wichtiger Spieler ist. Aber er ist auch noch sehr jung“, wollte FSV-Coach Sascha Lindhorst mit dem Youngster nicht zu hart ins Gericht gehen. Zumal er zuvor in der ersten Hälfte eine starke Vorstellung seiner Elf gesehen hatte. „Da hatten wir alles im Griff und haben bewiesen, dass wir in der Liga auf jeden Fall mithalten können.“

Nach gerade einmal zehn Minuten bejubelte der FSV-Anhang den ersten Bezirksligatreffer durch Tino Heimbruch. Vorausgegangen war ein Ballgewinn im Mittelfeld, ehe der Ball dann bei Lukas Krempel landete. Dessen Pass brauchte Heimbruch nur noch einzuschieben. Auch in der Folge hatten die Gastgeber deutlich mehr vom Spiel, waren zudem immer einen Tick eher am Ball. In der 23. Minute war es Christian Arndt, der nach tollem Solo von Daniel Throl und anschließendem Querpass von Janek Kamermann auf 2:0 erhöhte. Auch in dieser Szene zeigte sich die Rieder Hintermannschaft alles andere als sattelfest. „In der ersten Halbzeit waren wir überhaupt nicht auf dem Platz. Da haben wir Langwedel viel zu viel Raum gelassen. Das war gar nichts“, fand MTV-Coach Uwe Bischoff deutliche Worte für die schwache Vorstellung seiner Mannschaft. „Daher habe ich die Jungs in der Kabine auch ganz schön gefaltet.“

Zu Beginn der zweiten Hälfte sorgte Bischoff mit der Einwechslung von Keller und Zumbruch – beide saßen laut ihrem Coach zunächst aus disziplinarischen Gründen auf der Bank – für viel frischen Wind. Ehe sie jedoch richtig auf dem Platz wirbeln konnten, folgte mit dem Platzverweis für Throl (47.) die entscheidende Szene. Nur sechs Minuten später verkürzte Knief nach Pass von Zumbruch auf 1:2. In der 67. Minute dann sogar das 2:2, als FSV-Keeper Danny Becker bei einem Distanzschuss von Marc Lindenberg keine gute Figur abgab Keine Chance hatte Becker indes nur vier Minuten später beim Schuss von Stefan Scholz, dessen „Geschoss“ genau im Winkel einschlug. In den letzten Minuten drängte der FSV auf den Ausgleich, doch Heimbruch (82.) und Martin Kusnik (88.) scheiterten, ehe Mesut Kadah mit dem 2:4 (89.) alles klar machte.

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