Thedinghauser bei Rallye Dakar erneut verbessert

Daniel Schröder: Vorsicht zahlt sich aus – Sprung auf Rang 34

Daniel Schröder (links) und Ryan Bland nehmen Rennlegende und Schröder-Freund Alfie Cox beim Treffen in die Mitte.
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Ein großer Moment: Daniel Schröder (links) und Ryan Bland nehmen Rennlegende und Schröder-Freund Alfie Cox beim Treffen in die Mitte.

Thedinghausen – Die nächste Verbesserung für Daniel Schröder: Der Thedinghauser machte am sechsten Tag der Rallye Dakar mit seinem Co-Piloten Ryan Bland zwei Ränge gut und liegt nun in der Gesamtwertung auf dem 34. Platz. „Wir hoffen natürlich, dass es so weitergeht“, zeigte sich der 31-Jährige äußerst zufrieden.

Nachdem es am Vortag von Al Quaisumah nach Riyadh gegangen war, bleibt der Tross nun bis Sonntag einschließlich eines Ruhetages an diesem Ort. Die Etappe startete ausnahmsweise sehr früh, da die Autos, LKW’s und Buggy’s eine andere Strecke gefahren sind als die Motorräder und Quads, bevor dann tags drauf getauscht wird. Daher konnte man die Fahrer alle nicht live verfolgen, denn es sollen keine Vorteile entstehen.

Daniel Schröder optimal durch größere Dünensektion

Schröder/Bland machten sich im Biwak bereits um 8:18 Uhr auf die 109,75 Kilometer bis zur Special Stage (SS), von der aus es kurz nach 10 Uhr auf die 394,81 Wertungs-Kilometer ging, denen noch einmal 108,92 Kilometer zurück zum Biwak folgen sollten. „Gleich im ersten Teilstück bis zur Neutralisation ging es relativ heiß her mit Steinen und so. Da haben wir beide uns schon vorgenommen, das Ganze ein wenig vorsichtiger anzugehen“, berichtet Schröder – schließlich hatte das Duo am Vortag einen Platten gehabt. Durch ihre Vorsicht verloren sie dann auch ein paar Plätze, kamen dafür aber ohne größere Probleme durch. „Da wir bei der Neutralisation mindestens drei Autos mit Platten gesehen haben, war unsere Taktik gar nicht so dumm“, zeigte sich der Thedinghauser bestätigt.

Wieder auf die Strecke gegangen, passierten Schröder/Bland eine größere Dünensektion optimal, ohne sich auch nur einmal festgefahren zu haben. Zwar verloren sie zehn Minuten, da sie an einer Stelle den Wegpunkt 36 nicht gleich gefunden haben, aber Schröder nahm es gelassen: „Ansonsten sind wir ja richtig gut durchgekommen, das Auto ist top in Schuss.“

Grillen mit Rennlegende und Familienfreund Alfie Cox

Insgesamt war der Tag also ein Erfolg. Nachdem die Motorsportler in der ersten Teiletappe auf Platz 55 gerutscht waren. holten sie auf der zweiten Teiletappe sehr gut auf und kamen als 41. in Ziel. Damit durften sie sich über die Verbesserung auf den 34. Gesamtplatz freuen. Und auch mit dem Auto musste ausnahmsweise nicht viel gemacht werden, die Mechaniker haben nur etwa drei Stunden gebraucht.

Daher gab es zum Abschluss statt des üblichen Kantinenessens einen besonderen Moment. Mit Südafrikas Rennlegende Alfie Cox – an diesem Tag ist der langjährige Freund von Daniel Schröders Vater Jürgen 59 geworden – feierten sie einen Grillabend, den Cox eigens für die Deutschen „Braai“ (Afrikaans, Sprache der Südafrikaner) genannt hat.

Beim Routinier weilte Daniel als Jugendlicher oftmals mehrere Monate zum Trainieren für seine Motorradrennen, sodass es quasi ein zweites Zuhause geworden ist. Auch heute gibt es noch gegenseitige Besuch, so oft es die Zeit erlaubt. Cox verfolgt die Rallye Dakar vor Ort, weil der älteste Sohn Brad in diesem Jahr seine Premiere mit dem Motorrad feiert und richtig gut unterwegs ist.

OP bei Vater Jürgen Schröder gut verlaufen

Ausnahmsweise blieb für Schröder/Bland sowie das Service-Team auch Zeit zum Entspannen in der Sonne, da der Tross ja in Riyadh geblieben ist. Aus der Heimat gab es positive Nachrichten, Jürgen Schröder hat sich nun endlich einer Schulter-OP unterzogen, die soweit ganz gut verlaufen ist. Er muss jetzt noch ein paar Tage im Krankenhaus bleiben und darf dann nächte Woche wieder nach Hause. Das hebt Daniel Schröders Laune natürlich zusätzlich: „Mein Vater unterstützt uns täglich mit motivierenden Nachrichten. Zwar ist er traurig, dass er nicht selbst dabei sein kann, aber er sich freut sich für uns und fiebert die ganze Zeit mit.“  vde

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