Thedinghauser trotzt bei Rallye Dakar Unfall und Platten

Daniel Schröder verbessert sich auf Rang 37

Daniel Schröder (rechts) aus Thedinghausen und Co-Pilot und Ryan Bland fuhren bei der Rallye Dakar auf Rang 37 vor.
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Erst ein Unfall, dann ein Platten – aber Daniel Schröder (rechts) aus Thedinghausen und Co-Pilot und Ryan Bland fuhren bei der Rallye Dakar auf Rang 37 vor.

Thedinghausen – Immer besser in Schwung kommt Daniel Schröder bei der Rallye Dakar in Saudi Arabien: Der Thedinghauser beendete die vierte Etappe von Al Artawiyah nach Al Qaisumah mit Co-Pilot Ryan Bland als 40. – wodurch er in der Gesamtwertung gleich sieben Plätze gut machte und nun 37. ist.

Nachdem am Vortag die Marathonetappe nach Al Quaisumah nicht zuende gefahren werden konnte (dortiges Biwak überflutet) und das Feld kurzerhand Al Artawiya angesteuert hatte, ging es nun tatsächlich zum vorgesehenen Etappenort. Das Duo Schröder/Bland nahm um 9:18 Uhr die 214 Kilometer bis zur Special Stage (SS) in Angriff. Ab dort startete es um 12:15 Uhr in die folgenden 255 Wertungs-Kilometer, bevor dann noch einmal 166 Kilometer zurück zum Biwak vorgesehen waren.

Die Etappe lief wieder ganz gut für die beiden Motorsportler. „Obwohl es am Anfang ein wenig dauerte, bis wir uns eingegroovt hatten. Der Fluss aus dem vorherigen Teilstück war nicht gleich da. Das war aber nicht so schlimm, da wir nach 60 Kilometern eine Neutralisation hatten, wo uns 20 Minuten Zeit zur Stärkung blieben“, bilanziert Daniel Schröder.

Wir hatten richtig Glück, es hat nur das Plastik hinten links erwischt und glücklicherweise weder das Hinterrad noch andere wichtige Teile. War aber wirklich eine ganz knappe Nummer.

Daniel Schröder über den Unfall in der Düne

Im Anschluss performte das Zweier-Team prima weiter, machte ein paar Positionen gut und fuhr relativ sauber. Zum Ende der Etappe gab es noch ein kleines Problem in den Dünen: „Wir sind ein wenig zu schnell über die Düne gefahren und sind mit der Schnauze des Autos hängengeblieben, sind also vorne angeditcht und kamen nicht direkt wieder raus. Dadurch hat uns das Auto hinter uns nicht gesehen und ist in uns reingefahren. Wir hatten richtig Glück, es hat nur das Plastik hinten links erwischt und glücklicherweise weder das Hinterrad noch andere wichtige Teile. War aber wirklich eine ganz knappe Nummer.“

Zehn Kilometer vorm Ziel musste dann noch mal ein großes Flussbett mit sehr vielen Steinen durchquert werden. Es war schon ordentlich umgegraben von den ganzen LKW’s, die vorher dort lang gefahren waren. Und dann passierte es: Schröder/Bland holten sich einen Platten. Zum Glück wurde das Rad schnell gewechselt – und das Duo absolvierte den Rest ohne größere Probleme oder Beschwerden mit Bravour. Lohn war der 40. Etappen-Platz, mit dem sich der Thedinghauser und sein Co-Pilot in der Gesamtwertung auf den 37. Rang vorschoben.

Auch der Service-LKW läuft wieder

Auch ihr Service-LKW wurde wieder in Gang gebracht, nachdem er am Vortag nach dem Betanken nicht mehr gestartet werden konnte. „Nachdem die Jungs am Morgen das Biwak verlassen haben, sind die Mechaniker aus unserem Team losgefahren, um den Service-LKW wieder zu reparieren. Der stand ja immer noch 100 Kilometer entfernt“, berichtet Schröder. Die Service-Crew hat sich Hilfe von den MAN-Jungs aus dem Biwak geholt, die hatten noch ein paar Tipps gegeben, wie der LKW wieder zum Fahren zu bringen sei. „Das hat dann endlich geklappt und wir konnten den LKW zurück ins Biwak fahren. Die Mechaniker sind glücklich, dass sie nun mit der vollen Ausstattung arbeiten können“, sah Schröder den nächsten 600 Kilometern (464 davon in der Wertung) zum neuen Biwak optimistisch entgegen.

In der Gesamtwertung der Rallye Dakar baute Nasser Al-Attiyah (Toyota) seinen Vorsprung auf Sebastien Loeb (BRX) auf 37:40 Minuten aus. Loeb büßte wegen zwei Reifenschäden und technischer Problemen viel Zeit ein, ist aber weiterhin Zweiter.  vde

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