Kaputte Antriebswelle und ein Platten

Dakar: Daniel Schröder steckt Rückschlag ein

Daniel Schröder aus Thedinghausen steuert den Nissan in der neunten Dakar-Etappe auch über viel Geröll.
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Gefordert: Daniel Schröder steuerte den Nissan in der neunten Dakar-Etappe auch über viel Geröll.

Thedinghausen – Diesmal war es kein guter Tag für Daniel Schröder: Der Thedinghauser und sein Co-Pilot Ryan Bland hatten auf der neunten Etappe der Rallye Dakar rund um Wadi Ad Dawasir mit zwei Problemen zu kämpfen – erst musste eine Antriebswelle repariert werden, dann gab es noch einen Platten. „Leider haben wir aus unserer guten Startposition nicht so viel machen können“, haderte der Motorsportler.

Voller Motivation ging das Team im Biwak um 9:27 Uhr in die Etappe, 93,29 Kilometer standen bis zur Special Stage (SS) auf dem Programm. Von dort aus wurden für sie ab 11:07 Uhr insgesamt 286,96 Kilometer gewertet, bevor 110,96 Kilometer zurück zum Biwak zu absolvieren waren.

Heckantrieb allein in den Dünen zu wenig

„Wir haben uns einmal ein wenig in der Gradzahl vertan und dann drei bis vier Minuten mit der Navigation verloren, was allerdings nicht allzu schlimm war“, berichtet Daniel Schröder. Ansonsten kam das Team relativ gut durch bis Neutralisation. Allerdings tauchte bei Kilometer 160/170 ein erneutes Problem mit der Antriebswelle auf. Das Gummi dort war schon wieder eingerissen, es war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis es richtig reißen würde.

Schröder/Bland entschieden sich trotzdem, es so zu lassen. Sie kamen auch durch den ersten kleinen Satz Dünen. Größtes Problem dabei war, dass sie dann nur noch Heckantrieb hatten: „So ist in den Dünen halt nicht mehr allzu viel zu reißen, weil es viel zu schwer ist und wir nicht die entsprechenden großen Reifen wie die Buggys haben“, erläutert der Thedinghauser.

Daniel Schröder begeht Fahrfehler und fährt sich kurz fest

Im weiteren ordentlichen Satz Dünen hat sich das Duo direkt festgefahren und musste einsehen, dass es so keinen Zweck hatte. Also wurde in 45 Minuten die Antriebswelle wieder repariert. „Danach hab ich einen kleinen Fahrfehler gemacht und mich ziemlich dämlich festgefahren. Das war aber nicht so schlimm, wir sind relativ schnell wieder rausgekommen und haben nur fünf Minuten verloren“, so Schröder.

Auf der restlichen Strecke bis ins Ziel lief es relativ gut, zwischendurch hatten Beiden noch einen Platten. „Alles in einem keine wirklich gute Etappe, aber wir sind ins Ziel gekommen und sind immer noch dabei. Hoffentlich wird es jetzt wieder besser“, resümierte Daniel Schröder.

Das war der Übeltäter: Ein großer Nagel saß im Reifen des Service-LKW fest.

Im Biwak haben sich die Mechaniker wieder sofort den Nissan angeschaut. Probleme gab es indes erneut mit dem gemieteten Service Truck. Der Stromgenerator hat gestreikt. Schröder: „Der ist ziemlich wichtig, denn ansonsten gibt es beim Schrauben im Dunkeln nur Licht von der Kopflampe der Mechaniker, das wäre ein wenig mau. Unsere Computer und Handys und unser Camper wird auch mit Strom vom Generator versorgt.“

Nagel im Reifen des Service-LKW

Außerdem musste beim LKW ein platter Reifen gewechselt werden. „Den LKW haben wir uns aus Dubai geliehen, da wir sonst so kurzfristig keinen anderen bekommen hätten. Es ist ein etwas älteres Modell, deshalb macht er leider auch die ganzen Zicken“, nennt der Thedinghauser das Problem.

Zum Unglück hatte das neue Ersatzrad die falsche Größe, so das ein Wechsel gar nicht möglich war. Die befreundeten Männer von MAN halfen aber, das kaputte Rad zu flicken. Ein ziemlich großer Nagel hatte den Platten verursacht. „Wir sind dankbar für die Hilfe. Jetzt hoffen wir, dass wir keine Probleme mehr mit dem LKW haben bis zum Ziel in Jeddah“, blickte Schröder voraus.  vde

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