Thedinghauser Pilot prescht vor

Rallye Dakar: Schröder biegt auf Zielgerade ein

Zufrieden: Daniel Schröder und Ryan Bland.
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Zufrieden: Daniel Schröder und Ryan Bland.

Thedinghausen/Bisha – Schlussspurt bei der 44. Rallye Dakar. So absolvierte der Tross bei einem der härtesten Motorsport-Events der Welt jetzt die elfte und damit vorletzte Etappe, ehe es dann am Schlusstag zum Zielort Dschidda (Jeddah), der wichtigsten Hafenstadt Saudi-Arabiens am Roten Meer, geht. Richtig gut verlief dabei die vorletzte Aufgabe für den Thedinghauser Daniel Schröder und seinem Co-Piloten Ryan Bland im Nissan Navara, die diese Etappe als 37. meisterten und damit einen ganz starken 36. Gesamtrang verteidigten.

Schröder und sein Team mussten sich am 13. Tag der Rallye doch etwas gedulden, da sie aufgrund des mäßigen Abschneidens auf Vortag erneut aus den hinteren Reihen starten mussten. Start aus dem Biwak war dabei erst um 10.05 Uhr. Dieses Mal mussten 87 Kilometer zum Special Stage (SS) zurückgelegt werden, ehe um 11.41 Uhr dann exakt 345,64 Prüfungskilometer anstanden.

Anspruchsvollste Strecke

„Wir hatten zu Beginn etwas Probleme gehabt, einen der ersten Wegpunkte zu finden. Aufgrund unseres Starts von hinten war aber auch relativ viel Verkehr, das gleiche Problem hatten die anderen Teams dann wohl auch. Gefühlt sind wir dort aber ganz gut durchgekommen und konnten dann sogar eher einige Plätze gut machen als dass wir Zeit verloren haben. Von da an war es dann so, dass es ziemlich staubig wurde“, so Daniel Schröder später. Der Thedinghauser konnte auf den ersten 60 Kilometern einige Plätze nach vorn fahren. In den saudischen Dünen wurde es dann etwas kniffelig, „da haben wir uns leider direkt ein wenig festgefahren. Deshalb entschieden wir uns relativ schnell dazu, etwas mehr Druck von den Reifen abzulassen, sind mit 1,2 Bar weitergefahren. Danach lief es richtig gut“, so Schröder.

Kurz vor der Neutralisation änderte sich dann noch einmal das Gelände, ging es in einen Bezirk mit vielen kleinen Dünen und Hügeln mit Vegetation und sehr weichen Sand. „Wir nennen das Fesh fresh. Das war fahrerisch zwar nicht anspruchsvoll, aber da es durchgehend auf und ab ging, war das dann echt schon ganz schön hart für die Maschinerie. Wir wurden ganz schön durchgeschaukelt“, wurde der gesamte Körper von Schröder/Bland beansprucht.

Schrecksekunde in den Dünen

Eine Schrecksekunde hatten die beiden Piloten dann nach der Neutralisation zu überstehen. Die Strecke wurde nun etwas flacher. Das verlockte zu schnellerem Fahren. „Hinter einer Düne hatten wir dann auch prompt einen Einschlag. Da sind wir über einen Kamm ein wenig zu schnell rübergefahren, hoben mit dem Fahrzeug ab und landeten mit der Schnauze im Flachen. Das war jetzt zum Glück nicht so schlimm, aber die Mechaniker hatten später ein paar Dinge zu reparieren“, schmunzelte da Schröder. Sein Fazit nach dieser vorletzten Etappe fiel dann auch absolut positiv aus: „Das war schon ordentlich von uns. Es war auf jeden Fall mit Abstand die schwierigste Etappe mit dem höchsten Anspruch, bei der man durchaus ins Schwitzen kam.“

Schlusstag steht nun an

Am Schlusstag stehen nun noch einmal 160 SS-Kilometer an, denen dann die lange Verbindungsetappe bis nach Jeddah folgt. Schröder: „Hoffen wir mal, dass wir da noch gut durchkommen. Das Ziel ist aber jetzt in Sicht – endlich.“  vst

Trug seine Piloten sicher durch die Dünen: Der Nissan Navara vom PS Laser-Team.

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