Achim/Badens Team-Manager nimmt Stellung zur Krise / „Glauben an uns“

Cord Katz: „Das hatten wir so auch nicht erwartet“

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Nachdem Handball-Oberligist SG Achim/Baden meilenweit den eigenen Ansprüchen hinterhinkt, gibt es regen Diskussionsbedarf bei Trainer Tomasz Malmon (l.) und Team-Manager Cord Katz.

Achim / Baden - Von Kai Caspers. War vor Saisonbeginn auf Seiten der SG Achim/Baden noch von einer gewissen Aufbruchstimmung die Rede – ist diese längst der Ernüchterung gewichen.

Zwar wird im Umfeld des Handball-Oberligisten weiterhin umtriebig gearbeitet, doch in sportlicher Hinsicht hinkt der selbst ernannte Titelfavorit den eigenen Ansprüchen aktuell meilenweit hinterher. Wie Team-Manager Cord Katz die aktuelle Lage beurteilt, erklärt er im folgenden Interview.

Nach dem desolaten Auftritt im Heimspiel gegen Barnstorf nun die Pleite beim Tabellenletzten. Haben Sie eine Erklärung für die sportliche Talfahrt?

Katz:Da gibt es mehrere Faktoren. Zum einen hat es bei uns vor der Saison einen Umbruch gegeben. Daher greift aktuell noch nicht jedes Rädchen ins andere. Zudem konnten unsere Führungsspieler Florian Block-Osmers, Patrick Denker und Tobias Freese zuletzt aus diversen Gründen nicht regelmäßig trainieren. Da ist es doch logisch, dass auch sie nicht ihre Normalform abrufen können. Das muss ihnen aber auch mal zugestanden werden.

Heißt das im Umkehrschluss, dass man im Vorfeld mit der Verjüngungskur des Teams ein zu großes Wagnis eingegangen ist?

Katz:Ich denke nicht. Natürlich sind die letzten Ergebnisse katastrophal. Das hatten wir so auch nicht erwartet. Wichtig ist jetzt, dass wir uns ganz schnell aus dem Tief befreien. Da wäre eine kleine Siegesserie natürlich sehr hilfreich. Aber man darf eben auch nicht vergessen, dass die Mannschaft extrem jung ist. Gerade in den engen Spielen macht das mitunter den Unterschied aus.

Die nötige Routine holt man sich aber nicht im Training. Muss daher personell noch einmal nachgelegt werden, oder gibt es eventuell ein Comeback von Ihnen?

Katz:Definitiv nicht. Ich stehe zwar im Notfall zur Verfügung, doch eine komplette Rückkehr wird es nicht geben. Das wäre sicher auch nicht der richtige Weg. Außerdem glaube ich an die Mannschaft und stehe ständig im Austausch mit Trainer Tomasz Malmon, der bereits verschiedene Dinge ausprobiert hat. Klar ist aber auch, dass wir die weitere Entwicklung genau im Blick haben. Sollte sich in naher Zukunft nichts ändern, werden wir sicher reagieren müssen. In welcher Form auch immer.

Böse Zungen behaupten, dass die Saison für die SG jetzt schon gelaufen ist. Was sagen Sie dazu?

Katz:So weit würde ich noch nicht gehen. Schließlich sind ja erst sechs Spieltage absolviert. Doch wir sind natürlich realistisch genug, um unsere Lage vernünftig einzuschätzen. Derzeit vom Aufstieg zu sprechen, wäre in Anbetracht der letzten Auftritte und aktuell sechs Punkten Rückstand vermessen.

Haben Sie ihre junge Mannschaft im Vorfeld der Saison mit der Zielvorgabe Aufstieg zu sehr unter Druck gesetzt?

Katz:Nein. Schließlich waren wir in der vergangenen Saison Vizemeister und haben uns personell auf keinen Fall verschlechtert. Allerdings ist ein Aufstieg definitiv nicht planbar. Auch wenn der Faktor zur Zeit sicher nicht auf unserer Seite ist, müssen wir weiter konsequent an uns arbeiten. Schließlich ist auch in der Vergangenheit nach sechs Spieltagen noch nie jemand Meister geworden. Abgerechnet wird zum Schluss.

Apropos Schluss: Sollte es mit dem Aufstieg, wonach es derzeit ja aussieht, doch nicht klappen, befürchten Sie dann einen personellen Aderlass der jungen Spieler?

Katz:Darüber will ich mir derzeit eigentlich keine Gedanken machen. Ich meine jedoch, dass wir im Umfeld schon auf einem sehr guten Weg sind. Soll heißen: Um langfristig bei der SG zu bleiben, sind die Grundlagen gegeben. Zudem hoffe ich im Falle des Scheiterns, dass dann alle an der eigenen Ehre gepackt werden, um die Karre gemeinsam aus dem Dreck zu ziehen. Aber letztlich liegt es an jedem Spieler selbst, wie er sich dann entscheidet. Aber wie bereits gesagt: Auch wenn es extrem schwer wird, geben wir uns noch nicht geschlagen und glauben weiter an uns.

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