Aber: „Wir verteidigen noch zu sorglos“

Coach Nils Pohlner sieht mehr Qualität im Team

Optimistsich: Nils Pohlner.

Dörverden - Von Björn Drinkmann. Einen starken Kader hat der TSV Dörverden in diesem Jahr zusammengestellt. Vor allem Trainer Nils Pohlner ist von der Klasse seines Teams vollends überzeugt: „Alle Positionen sind nun mindestens doppelt besetzt und somit ergibt sich ein interessanter Konkurrenzkampf auf den einzelnen Positionen. Mit unseren letzten Neuzugängen sind wir nicht nur gewachsen, sondern haben auch die Qualität steigern können“, erklärt Pohlner.

Bereits in der Winterpause stießen Thomas Krivolapov (Borsteler FC) und Bastian Deke (TSV Etelsen) dazu, die sich schnell prächtig integrierten und direkt wichtig wurden. Zu Beginn dieser Serie begrüßte Pohlner ein Quartett an neuen jungen Spielern. Der 18-jährige Abwehrspieler Jonas Deblitz kommt vom JFV Verden/Brunsbrock, verfügt über ein gutes Zweikampfverhalten und Kopfballspiel. Luca Ahrens (21, TSV Brunsbrock) und Aws Fareed (19, vereinslos) sind für die Offensive vorgesehen. Ahrens ist ein gut ausgebildeter Flügelspieler, der noch an seinem Abschluss arbeiten muss, während Stürmer Fareed seine Qualitäten im Eins-gegen- Eins, aber noch über Defizite im taktischen Bereich hat. Mit Bennet Rosilius (21) vom SVV Hülsen bekommt Pohlner auch endlich einen zweiten Torhüter, der den Konkurrenzkampf mit dem erfahrenen Christopher Senff eröffnen soll. Rosilius verfügt über eine gute Sprungkraft und ist stark auf der Linie. Er braucht aber noch die nötige Matchpraxis und muss sich zu dem im Spielaufbau verbessern.

Verkraften muss man dagegen nur den Abgang des Brüderpaares Dimitri und Vitali Seibert. Dimitri ist nun Trainer der neuen zweiten Mannschaft in der 3. Kreisklasse und der 35-jährige Vitali wird zukünftig in der Altherren spielen.

Aus einem anderen Grund fehlen wird den Dörverdenern Leon Delleske. Der 23-jährige Mittelfeldspieler hat sich eine schwerwiegende Knieverletzung zugezogen und muss nun zum zweiten Mal operiert werden. Daher wird er voraussichtlich in der ganzen Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Emil Felker (Schulter) und Benni Schulz (Knie) werden ebenfalls noch länger fehlen, sollen aber noch in der Hinrunde ins Mannschaftstraining dazustoßen.

Während man sich in den vergangenen Jahren zumeist auf die Defensive verlassen konnte, ist dies aktuell noch das Sorgenkind Pohlners: „Wir verteidigen momentan gegen den Ball zu langsam und zu sorglos. Da müssen wir definitiv schneller in die einzelnen Positionen kommen und die Räume für den Gegner eng machen“, erläutert er kurz Teile seiner nächsten Trainingsinhalte.

Mit der Offensive ist er dagegen schon zufrieden und sieht in diesem Bereich auch die Stärken seines Teams. „Hier haben wir eine hohe individuelle Klasse. Alle Spieler denken kreativ, müssen im letzten Drittel nur noch mehr auf den Torabschluss gehen“, meint der Trainer, der einen Platz in der oberen Tabellenhälfte anpeilt.

Dies sollte in jedem Fall möglich sein. Mehr noch: Das Team hat das Potenzial, eine der Überraschungen der Saison zu werden. Mit dem Abstieg dürfte man erneut nichts zu tun haben und wenn der TSV von weiteren Verletzungen verschont bleibt, könnte für die eingespielte Mannschaft auch ein Platz im ersten Drittel herausspringen. Die Testspiele allerdings waren noch gar nicht von Erfolg gekrönt. Bisher hat man drei Spiele gegen Mannschaften aus Nachbarkreisen absolviert und sowohl gegen den SVV Rethem (Kreisliga Heidekreis, 0:1), TSV Eystrup (1:2) und SC Haßbergen (beide Kreisliga Nienburg, 0:4) Niederlagen einstecken müssen. Man kann also gespannt auf den Saisonstart sein, wenn die Pohlner-Elf den neuformierten TSV Achim empfangen wird.

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