Ausdauerathlet Christian Siedlitzki nimmt Duathlon-EM ins Visier

Ein Silberstreif am Horizont

Ohne ein richtiges Ziel vor Augen, ist auch Christian Siedlitzki das Training nicht immer leicht gefallen. Ein möglicher EM-Start sorgt daher für neue Motivation.
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Ohne ein richtiges Ziel vor Augen, ist auch Christian Siedlitzki das Training nicht immer leicht gefallen. Ein möglicher EM-Start sorgt daher für neue Motivation.

Seit Monaten hat Ausdauerathlet Christian Siedlitzki keinen Wettkampf mehr bestritten. Doch ein Ende ist in Sicht. Für Anfang Juli ist die Duathlon-Europameisterschaft in Rumänien geplant. Kein Wunder, dass der Luttumer da nicht nur teilnehmen will, sondern sich auch eine Medaille als ehrgeiziges Ziel setzt.

Luttum – Die vergangenen Monate – sie waren auch für Christian Siedlitzki alles andere als einfach. Schließlich ist der Ausdauersportler ein echter Wettkampftyp. „Natürlich habe ich weiterhin voll trainiert. Doch die Motivation hat mitunter schon etwas gelitten, da der direkte Vergleich gefehlt hat“, erklärt der Luttumer. Doch jetzt gibt es scheinbar einen Silberstreif am Horizont, da Anfang Juli die Europameisterschaft im Duathlon im rumänischen Targu Mures ausgetragen werden soll.

Ohne Wettkämpfe fehlt mitunter die Motivation

Als ihn die Nachricht erreichte, stieg der Puls bei Siedlitzki in ungeahnte Höhen. „Was das mit mir gemacht hat, kann ich kaum beschreiben. Endlich habe ich wieder ein Ziel vor Augen, für das sich der gesamte Aufwand auch lohnt“, sprach der Luttumer von einem wahren Sturm an Endorphinen in seinem Körper. Zumal der gebürtige Österreicher, der bei der EM über die Sprintdistanz (5km Laufen/20km Radfahren/2,5km Laufen) starten will, nur positive Erinnerungen mit Targu Mures verbindet. „Vor zwei Jahren bin ich dort Vize-Europameister im Sprint geworden und habe zudem die Bronzemedaille im Aquathlon geholt. Daran würde ich natürlich gerne anknüpfen. Außerdem hat die Stadt in Siebenbürgen, die inmitten von Wäldern und Flüssen liegt, viele Sehenswürdigkeiten zu bieten.“

Was das mit mir gemacht hat, kann ich kaum beschreiben. Endlich habe ich wieder ein Ziel vor Augen, für das sich der gesamte Aufwand auch lohnt.

Christian Siedlitzki über eine mögliche EM-Teilnahme im Juli

Ob Christian Siedlitzki diese dann letztlich aber auch genießen kann – es liegt nicht in seinen Händen. „Ich kann nur hoffen, dass sich die Pandemielage bis dahin so weit beruhigt hat, dass einer Austragung der EM nichts im Wege steht. Da ich aber ein positiver Mensch bin, bleibe ich einfach mal zuversichtlich.“ Unabhängig davon stellen sich dem Luttumer aber schon jetzt diverse Fragen, die es zu beachten gilt. Werden die Flüge planmäßig durchgeführt? Ist eine Impfung für die Teilnahme verpflichtend, oder genügt ein negativer PCR-Test? Besteht nach der Rückkehr aus Rumänien eine Pflicht zur Quarantäne?

Auch die Gestaltung des Trainings erfordert dann eine gehörige Umstellung. „Bislang habe ich ja nur Grundlagenausdauer trainiert. Das gilt es demnächst umzustellen. Da muss die Intensität deutlich erhöht werden“, weiß Siedlitzki. Dabei hofft er, dass er weiterhin die Slots in den Fitnessstudios nutzen kann und auch die Freibäder bald wieder öffnen dürfen: „Das Ausdauertraining im Gym fehlt mir gewaltig, da es immer auch zur aktiven Regeneration gezählt hat.“

Luttumer setzt sich bewusst hohe Ziele

Neben der möglichen EM-Teilnahme, die für Siedlitzki der erste Wettkampf des Jahres wäre, hat sich der Österreicher noch weitere hohe Ziele gesetzt. Mitte August peilt der 56-Jährige die Titelverteidigung im Sprinttriathlon bei den Österreichischen Meisterschaften an. Darüber hinaus will er in seiner Heimat auch ein gewichtiges Wort im Aquathlon (1000m Schwimmen/5km Laufen) mitreden. Anfang September ist ein Start bei der Weltmeisterschaft im Duathlon auf der Sprint- und Standarddistanz im niederländischen Almere geplant. „Da würde ich gerne meinen WM-Titel von vor zehn Jahren wiederholen“, setzt sich Siedlitzki bewusst sehr hohe Ziele. Für den Saisonabschluss hat sich der Österreicher eine Premiere auf den Zettel geschrieben. Bei der Weltmeisterschaft im dänischen Viborg, die für Anfang Oktober terminiert ist, soll es erstmals auf die Mitteldistanz (10km Laufen/60km Radfahren/10km Laufen) gehen. Doch bis es so weit ist, muss sich Siedlitzki verständlicherweise gedulden: „Jetzt heißt es für uns Athleten Hoffen und Bangen, damit alles endlich wieder seinen Weg nimmt!“

Von Kai Caspers

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