Armsener Triathlet zeigt sich mit Saison zufrieden

Christian Siedlitzki: 2017 soll sein Jahr werden

Der Armsener Ausdauerathlet Christian Siedlitzki will auch in 2017 wieder auf den ganz großen „Sport-Hochzeiten“ tanzen.

Armsen - Er selber spricht von einer Saison mit Höhen und Tiefen. Obwohl diese Tiefen, die er da meint, Jammern auf höchstem Niveau sind. Trotz seiner 51 Jahre konnte der Armsener Triathlet Christian Siedlitzki durch viel vergossenen Schweiß und große Disziplin auch in 2016 durchweg vordere Platzierungen belegen, blieb zudem in seiner Altersklasse ungeschlagen.

Als Vorbereitung auf seine EM- als auch WM-Teilnahme im Duathlon startete der gebürtige Österreicher bei der Bremer Bürgerparkserie und gewann die Gesamtwertung nach drei Läufen über zehn Kilometer. Zum ersten Mal war er zudem durch seinen Vereinswechsel aus Bremen in die LGKV Verden bei den Niedersächsischen Landesmeisterschaften startberechtigt und belegte bei der 10-km-Straßenmeisterschaft in Minden einen ordentlichen dritten Platz in seiner Altersklasse.

Sehr ambitioniert blickte Siedlitzki somit auf die Höhepunkte der abgelaufenen Saison. Zum einen Mitte April auf die Duathlon-Europameisterschaft über die Sprintdistanz in Kalkar (Deutschland) und zum anderen auf die Sprint-Weltmeisterschaft im spanischen Aviles Anfang Juni. „Dort wollte ich mich von meiner besten Seite zeigen. Jedoch kam alles ganz anders. Schon Anfang April machte mir ein grippaler Infekt sehr zum schafen und ein normales Training war nicht mehr möglich. Trotz schlechter Vorzeichen fuhr ich nach Kalkar und zumindest für mich war es quasi ein Wunder, dass ich trotz Krankheit den Vizeeuropameistertitel holte“, erinnert sich der Armsener zurück.

Vorzeitige Aufgabe kam nie infrage

Viel Regen und niedrige Temperaturen in den nächsten Wochen waren danach nicht gerade gute Vorzeichen auf Änderung seiner schlechten körperlichen Verfassung. Andererseits wollte der Ausdauersportler bei der WM in Spanien nochmals alles geben. Mittlerweile hatte sich der Virus auf Siedlitzkis Gleichgewichtsorgan geschlagen und führte zu massiven Schwindelanfällen. Eine vorzeitige Aufgabe kam aber für den Österreicher nie infrage. Und so fuhr er trotz des Handicaps zur Weltmeisterschaft. Schon beim ersten Lauf über fünf Kilometer, s normalerweise seine Paradedisziplin, spürte der 51-Jährige bereits, dass er nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war und reihte sich so „nur“ auf Platz fünf ein. Auf der anschließenden 20-km-Radstrecke (das erste Mal war Windschatenfahren erlaubt) konnte er noch gut mithalten und fand sich nach Ende des Rennen in der Spitzengruppe wieder. Nach dem Wechsel zum abschließenden Lauf über zweieinhalb Kilometer war er kurzfristig sogar an erster Stelle. Aber schon nach wenigen Metern fühlte er den Krafverlust und so wurde er auf Rang vier durchgereicht. Letztlich beendete er mit rund 30 Sekunden Rückstand als Gesamtvierter das Rennen. Zum Dritten und damit zu einer Medaille fehlte dabei nur fünf Sekunden.

Ungeschlagen in den letzten acht Wettbewerben

„Sicherlich war ich sehr entäuscht, da ich weiß, was ich normalerweise leisten kann. Doch der Grund für dieses für mich unbefriedigenden Abschneiden war mir ja bekannt. Deshalb muss ich am Ende auch mit Platz vier zufrieden sein. Nächstes Jahr habe ich meine nächste Chance“, gibt sich Siedlitzki wie immer kämpferisch.

Nach einer anschließend längeren Pause sollten dann aber seine besten Ergebnisse in diesem Jahr folgen. In den letzten acht Wettbewerben blieb er in seiner Altersklasse ungeschlagen, seine schlechteste Platzierung war der vierte Gesamtrang. Somit zeigte sich Siedlitzki dann mit der abgelaufenen Saison doch noch zufrieden.

Hochmotiviert zeigt sich der „Sport-Oldie“ sich in Bezug auf das nächste Jahr. Mit drei WM- und zwei EM-Teilnahmen hat er sich viel vorgenommen. Ende April will er bei der Duathlon-Europameisterschaft in Soria (Spanien) starten, Ende Juni bei der Triathlon-EM in Düsseldorf, bevor es Mitte August nach Kanada geht. Hier findet die erste Multievent-Weltmeisterschaft in Penticton stat. Neben dem Duathlon- (Sprint und Kurzdistanz) wird dabei auch der Weltmeister in den jeweiligen Altersklassen im Crosstriathlon, Aquathlon und auf der Langdistanz gesucht. Siedlitzki will dabei die Duathlon-Sprintdistanz (5 km Laufen/20 km Radfahren/2,5 km Laufen) und den Aquathlon (5 km Laufen/1 km Schwimmen/2,5 km Laufen) in Angriff nehmen. Zum Abschluss steht dann die Teilnahme bei der Triathlon-Weltmeisterschaft und auch noch das Weltcupfinale in Rotterdam (Holland) an. Siedlitzki: „Aber auch auf nationaler Ebene werde ich bei dem einen oder anderen Bewerb zu sehen sein. Ich fiebere 2017 schon jetzt entgegen!“

Weihnachtsmarkt in Kirchwalsede

Weihnachtsmarkt in Kirchwalsede

Weihnachtsmarkt in Brunsbrock

Weihnachtsmarkt in Brunsbrock

Turnschau in Lessen

Turnschau in Lessen

Zwei Siege bis zum EM-Halbfinale: DHB-Ladies glänzen

Zwei Siege bis zum EM-Halbfinale: DHB-Ladies glänzen

Meistgelesene Artikel

SG – Naumann übernimmt

SG – Naumann übernimmt

Das Aus: SG und Aevermann trennen sich

Das Aus: SG und Aevermann trennen sich

Kato Tavan – jetzt wird er ein Verdener

Kato Tavan – jetzt wird er ein Verdener

Muzzicato: „Natürlich muss auch ich mich hinterfragen“

Muzzicato: „Natürlich muss auch ich mich hinterfragen“

Kommentare