Chef der Wümme-Fußballer gibt aus gesundheitlichen Gründen auf / „Alle Ämter niedergelegt“

Ottersberg: Kuper muss aussteigen

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Die Regentschaft von Torsten Kuper bei den Ottersberger Fußballern dauerte nur runde vier Monate. Fotos (2): von Staden

Ottersberg - Von Frank von Staden. Fünf Monate dauerte gerade einmal die „Regentschaft“ von Torsten Kuper bei den Fußballern des TSV Ottersberg, jetzt musste der Allgemeinmediziner aus gesundheitlichen Gründen schon wieder abdanken. „Schweren Herzens“, wie der 45-Jährige gestern ausdrücklich betonte. Kommissarisch wird nun der 2. Vorsitzende Frank Schwarz das Ruder übernehmen.

Erst Ende März trat Kuper die Nachfolge vom Ottersberger Tausendsassa Henning Haltermann an, hatte sich dabei enorm viel vorgenommen, klare Visionen gehabt, wie es zukünftig im eigenständigen Fußballverein des TSV weitergehen sollte. Sehr wichtig erschien dem Werder-Fan, wieder mehr Identifikation im Club – vor allem auch mit der Oberliga-Mannschaft – zu schaffen. „Deshalb sollten wir uns wieder vermehrt nach Verstärkungen aus der Umgebung, unserer Region umschauen, um auch unsere Außendarstellung noch positiver zu gestalten“, sagte Kuper damals bei Amtsantritt, der es sich dann auf die Fahnen geschrieben hatte, „den Kontakt zu den Nachbar- und Kreisvereinen noch weiter zu intensivieren.“ Auch der Jugendarbeit versprach er seine volle Unterstützung. „Die werde ich auch weiterhin geben. Denn ganz werde ich mich nicht zurückziehen. Doch es ist leider so, dass ich nicht mehr in vorderster Front stehen kann“, erklärte der Leiter einer eigenen Arztpraxis gestern. Da es der 45-jährige in Zukunft erst einmal ruhiger angehen muss,“ habe ich auch meine Ämter als Chef des Ottersberger DRK sowie als 2. Vorsitzender des Palliativstützpunktes Rotenburg/Wümme niedergelegt.“

Welche Auswirkungen das für die Ottersberger Fußballer haben könnte – abwarten. Denn zur Überraschung vieler Insider als auch Außenstehenden konnte Torsten Kuper die Fußstapfen von Haltermann fast 1:1 ausfüllen. Ottersbergs Oberliga-Coach Axel Sammrey untermauerte diese These gestern: „Was Torsten in den wenigen Monaten als Fußball-Chef erlebt hat, erleben andere in zehn Jahren nicht. Was er da für interne Schlachten schlagen musste und wie er diese gemeistert hat – gewaltig!“

Sammrey denkt da vor allem an die letzten Wochen im Mai 2014, als in der 1. Herren einige Grabenkämpfe gefochten wurden und zudem der Abstieg drohte. „In dieser Krisensituation hat er wie ein echter Anführer gehandelt, hat vor allem mich unterstützt und sehr besonnen gehandelt. Schade, dass er sich nur so kurz einbringen konnte. Aber natürlich haben wir alle im Verein für seine Entscheidung vollstes Verständnis!“

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