Chef der VER-Dinale über Sportliches, Ehrenamtliche und den Blick auf andere

Meyer: „Wir sind unserem Konzept treu geblieben“

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Blickt gespannt auf die VER-Dinale: Chef Kurt-Henning Meyer.

Verden - Von Jürgen Honebein. Heute startet das Jubiläumsreitturnier VER-Dinale in der Verdener Niedersachsenhalle. Der langjährige 1. Vorsitzende des Rennvereins Verden und Turnierleiter Kurt-Henning Meyer spricht im Interview über seine Erwartungen für das Event.

Die VER-Dinale feiert in diesem Jahr gleich zwei Jubiläen: 40 Jahre Hallenreitturniere und 125 Jahre Rennverein Verden. Wirkt sich das auf das viertägige Programm mit besonderen Prüfungen aus?

Kurt-Henning Meyer: „Wir sind unserem alten Konzept treu geblieben und haben erneut Prüfungen ausgeschrieben, an denen deutsche und auch internationale Spitzenreiter teilnehmen können – gleichzeitig aber auch talentierte und erfolgreiche Nachwuchsreiter. Daher haben wir keine besonderen Prüfungen in unser Programm aufgenommen. Neu sind der deutlich höher dotierte Holger-Schmezer-Gedächtnispreis bei den Dressurreitern und das Finale des Hermann-Schridde-Gedächtnispreises. Wir richten jedoch einen Empfang aus, zu dem alle ehemaligen Sieger des Großen Preises und viele der ehrenamtlichen Organisatoren aus den Anfangsjahren eingeladen worden sind.“

Sind inzwischen alle Vorbereitungen abgeschlossen und kann die VER-Dinale damit praktisch losgehen?

Meyer: „Zuletzt wurden die restlichen bestellten Eintrittskarten und die Informationen an die teilnehmenden Reiterinnen und Reiter versandt. Dann kann es in der Tat losgehen.“

Sind Sie mit dem Nennergebnis für die vielen Spring- und Dressurprüfungen insgesamt zufrieden?

Meyer: „Das bin ich sogar sehr. Von den ersten 70 Reiterinnen und Reiter der Rangliste Springen 2014 der FN sind in Verden immerhin zehn am Start. Viele von ihnen haben schon zahlreiche Große Preise bei nationalen und auch internationalen Turnieren in ganz Europa gewonnen. An erster Stelle zu nennen sind die Weltmeister und Olympiasieger Carsten-Otto Nagel und Sandra Auffarth sowie Toni Hassmann, Andreas Kreuzer, Mario Stevens. Auch die zweifache Gewinnerin des Großen Preises, Mylene Diederichsmeier, wird wieder in Verden an den Start gehen. Auf Platz elf der FN-Rangliste 2014 Dressur steht Kathleen Keller. Mit Gastlizenzen sind zudem insgesamt Reiterinnen und Reiter aus 17 Nationen am Start. Wie der Sieg der Schwedin Emma Emanuelsson im vergangenen Jahr zeigt, haben die ausländischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer große Chancen in Verden.“

Es wird von Jahr zu Jahr nicht einfacher, ein Hallenturnier dieser Größenordnung ohne große Sponsoren zu veranstalten. Bremen und Hannover haben das Handtuch geworfen. Wie schafft Verden es, „schwarze Zahlen“ zu schreiben?

Meyer: „Erfreulicherweise haben wir in Verden Sponsoren, die uns schon seit vielen Jahren unterstützen und trotz der vielen pferdesportlichen Veranstaltungen in Verden gerade die traditionsreiche VER-Dinale fördern wollen. Dennoch bedarf es in jedem Jahr größter Anstrengungen, das Ausgabenvolumen von rund 150000 Euro zu bewältigen.“

Verden ist sicher das größte nationale Hallenturnier, das hauptsächlich von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern geplant und durchgeführt wird. Stehen Ihnen auch in diesem Jahr wieder genügend zur Verfügung?

Meyer: „Bis auf wenige Positionen im EDV- und Technikbereich, die mit professionellen Fachleuten besetzt werden müssen, wird die VER-Dinale in der Tat weiterhin von freiwilligen ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern organisiert und durchgeführt. Hierauf sind wir auch stolz und wundern uns manchmal, welche „Aufwandsentschädigungen“ in anderen Vereinen gezahlt oder gefordert werden. Für die VER-Dinale finden sich immer ausreichend viele Helferinnen und Helfer. Immer schwieriger wird die konstante Arbeit während des gesamten Jahres und in der Vorbereitung des Hallenreitturniers, die bereits im Juli eines jeden Jahres beginnt. Wir freuen uns über jeden, der zu uns kommt und sich bereit erklärt, eine Aufgabe zu übernehmen.“

Was sind für Sie persönlich die Highlights der diesjährigen VER-Dinale?

Meyer: „Alle Prüfungen haben ihren eigenen Reiz. Für mich ragen die Hengstpräsentation am Freitagabend, das Finale des Bundeschampionats der Pony-Springreiter, der Holger-Schmezer-Gedächtnispreis bei den Dressurreitern und der Große Preis der Verdener Wirtschaft am Sonntagnachmittag hervor.“

Welche Wünsche haben Sie persönlich für das Jubiläumsturnier 2015?

Meyer: „Ich wünsche mir, dass wir ohne große Beeinträchtigungen durch Frost und Schnee viele Besucher in der Niedersachsenhalle begrüßen können, dass alle Reiterinnen und Reiter und alle Gäste viel Freude an dem Pferdesport haben und Pferd und Reiter gesund bleiben.“

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