Rückkehr in 3. Liga dank Barnstorf und 40:17-Sieg über Habenhausen II

Yes we can: Achim/Baden bejubelt Herzschlag-Titel

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Die obligatorische Meisterdusche für den Trainer nimmt hier Achims Coach Tomasz Malmon von Patrick Denker in Empfang. ·

Von Frank von StadenACHIM/BADEN · Nein, das Schalke-Trauma von 2001, als die Gelsenkirchener für 4:38 Minuten Deutscher Fußballmeister waren und sich dann doch noch die Bayern den Titel schnappten, blieb Handball-Oberligist SG Achim/Baden gestern Nachmittag erspart. Zwar musste der neue Titelträger fast genauso lange wie damals die Knappen zittern, doch dann stand fest: Nach einem deutlichen 40:17-Erfolg über den ATSV Habenhausen II und der gleichzeitigen Pleite von Bissendorf in Diepholz sicherte sich die SG den Herzschlagtitel und steigt in die 3. Liga auf.

Nach dem Abpfiff gegen einen Gegner aus Bremen, der in seinen Mitteln doch recht limitiert war und so den zielstrebig agierenden Hausherren nur sehr bedingt Paroli bieten konnte, verließ keiner der über 300 Zuschauer die Gymnasiumhalle – obwohl draußen bereits das versprochene Freibier wartete.

Schon zehn Minuten vor dem Abpfiff, als der bärenstarke Kevin Podin das 30:15 erzielen konnte, konzentrierte sich eine Vielzahl der SG-Anhänger auf ihre Smartphones. Zudem gab Hallensprecher Fabian Kahler, der ebenfalls einen heißen Draht per WhatsApp nach Diepholz hatte, wo der Tabellendritte bekanntlich den Primus zu Gast hatte, immer Wasserstandsmeldungen aus und ließ so den Puls bei Fans als auch Spielern am Anschlag donnern. Riesenjubel dann erstmals, als die HSG Barnstorf in Führung ging, Sekunden später die Unparteiischen Isler/Scepanik (TS Woltmershausen) die Partie in Achim beendeten.

In Diepholz aber lief die Uhr noch – „Ausgleich für den TV Bissendorf“, verkündete Kahler erst einmal, bevor er noch einmal den Endstand des doch sehr einseitigen Duells bekannt gab. „Das Spiel hier stand doch spätestens zur Halbzeit nicht mehr im Mittelpunkt. Wenn das echt noch für uns ausgeht, wird die Halle heute mit Bier gewaschen“, rief SG-Teammanager Cord Katz und wippte dabei von einem Bein zum anderen. Zumal nun auch die SG-Spieler eine Standleitung nach Diepholz aufgebaut hatten. Als dann Kahler die Info erhielt, „time out bei weiterem Unentschieden“, verkündete er vorschnell die Meisterschaft. Doch sofort Geschrei von den Spielern. Denn es gab nur eine weitere Auszeit in Diepholz. Jetzt bildeten alle Akteure in der Mitte der Halle einen Kreis, wollten entweder gleich zusammen völlig durchdrehen – oder gemeinsam trauern. Dann endlich Abpfiff im Hit – 25:24 für Barnstorf. Jetzt gab es kein Halten mehr. Kurz glich es so, als wollten alle Anwesenden die Halle bis auf die Grundmauern abreißen. Ein Lobeslied auf Trainer Tomasz Malmon wurde erst angestimmt, dann bekam der Übungsleiter durch Routinier Patrick Denker die Meisterdusche mit Gerstenkalt aus einem Zwei-Liter-Stiefel. Das war aber erst der Anfang einen Partie, die bei einigen bis in die Morgenstunden andauern sollte.

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