50 Buden: Ottersberger erhält Kreisliga-Torjägerkanone / „Super-Unterstützung“

Taylor – zum Abschied ein Rekord für die Ewigkeit

+
Rekordschütze mit 50 Treffern: Ottersbergs Christopher Taylor erhält die Torjäger-Kanone für den besten Kreisliga-Goalgetter aus den Händen von Dietmar Seesko, Mitarbeiter dieser Zeitung.

Ottersberg - Von Dietmar Seesko. Seine Gegenspieler mochten Christopher Taylor überhaupt nicht. Noch schlimmer: Sie fürchteten ihn sogar. Mit satten 50 Toren, das ist absoluter Rekord, schoss der 26-Jährige den TSV Ottersberg II zu Kreisliga-Titel und Aufstieg in die Bezirksliga. Schöner hätte das Abschiedsgeschenk vor seinem Wechsel zum Brinkumer SV (wir berichteten) nicht sein können.

Trotz des kaum zu glaubenden Torrekords gibt sich Taylor ganz bescheiden. „Natürlich freue ich mich über die 50 Treffer. Aber ohne die Super-Unterstützung der tollen Mannschaft und des Trainerstabs um Abdu Nasraoglu wäre das alles sicher nicht möglich gewesen“. Die Endabrechnung im Kampf um die Torjägerkanone dieser Zeitung zeigt die Extraklasse des Ottersbergers. Auf Platz zwei kam Julian Gürlich (TSV Dauelsen) mit 22 Toren. Rang drei ging an Pascal Döpke (TV Oyten) mit 20 Treffern.

Zur Erinnerung: Der erste Kreisliga-Torjäger und Gewinner der VAZ-Torjägerkanone war Hilmar Wagner vom TSV Achim in der Saison 1982/1983 – da war Christopher Taylor noch gar nicht geboren. Die Torjäger- Kanone dieser Zeitung ist übrigens die zweite Trophäe von Taylor. 43 Tore erzielte er schon in der Bremer Landesliga für den SC Union 60.

Beruflich liegt Christopher Taylor auf Kurs. Befindet sich in einer Bremer Firma in der Ausbildung zum Einzelhandels-Kaufmann. „Ich habe sehr nette Kolleginnen und Kollegen. Der Job macht mir sehr viel Spaß. In einem Jahr beende ich meine Ausbildung mit der Prüfung,“ erklärt der in Bremen mit seinem Kumpel Mel in einer WG wohnende Goalgetter.

In Bremen geboren begann Taylor – Vater US-Bürger, Mutter Susanne Deutsche – im zarten Alter von vier Jahren beim TV Eiche Horn in der „Pampers Liga“ gegen den Ball zu treten. In der B-Jugend wechselte er zum TuS Schwachhausen, um dort später im Herrenbereich in der Bremen Liga zu spielen. Es folgten Union 60 und der VSK Osterholz (Trainer war dort Günter Hermann). „Dann kam ein Anruf von Ottersbergs Trainer Axel Sammrey. Ich wechselte zum TSV und sollte dort in der Oberliga spielen. Nach der Vorbereitung wechselte ich freiwillig aus persönlichen Gründen in die Reserve. Warum? Darüber möchte ich nichts sagen. Bei Abdu Nasraoglu, dem Trainerstab und mit der tollen Kameradschaft wurde ich letzten Endes auch sportlich glücklich“, umschreibt Taylor sein nicht gerade vom optimalen Erfolg gekröntes Gastspiel beim Wümme-Club.

Besonders gern erinnert er sich jedoch an ein Punktspiel beim TSV Blender. 11:0 gewann Ottersberg II, unfassbare acht Tore erzielte dabei Christopher Taylor und wurde zum Trauma des Absteigers. Wer war sein härtester Gegenspieler? „Eindeutig Hülsens Kapitän Marcel Meyer. Der ging gegen mich hart zur Sache. Aber alles war im sportlich fairen Bereich“, sieht sich Taylor am Ende des Gesprächs die begehrte Torjägerkanone noch einmal ganz intensiv an. Und freut sich natürlich riesig.

Das könnte Sie auch interessieren

Ägyptische Assassinen und Prinzessinnen retten mit Mario

Ägyptische Assassinen und Prinzessinnen retten mit Mario

Hommage an Farbe: Yves Saint Laurent-Museum in Marrakesch

Hommage an Farbe: Yves Saint Laurent-Museum in Marrakesch

Im Himmelbett am Wasserloch: Luxussafaris in der Savanne

Im Himmelbett am Wasserloch: Luxussafaris in der Savanne

Tag der offenen Tür im Kindergarten Haendorf

Tag der offenen Tür im Kindergarten Haendorf

Meistgelesene Artikel

Squash-Oberligist SC Achim-Baden holt fünf Punkte

Squash-Oberligist SC Achim-Baden holt fünf Punkte

Luftgewehrschießen: Silke Eglins behält die Nerven

Luftgewehrschießen: Silke Eglins behält die Nerven

Radpolo: Etelsens Anika Müller und Viola Waschwill Favorit

Radpolo: Etelsens Anika Müller und Viola Waschwill Favorit

Verdener Kreisauswahl kassiert beim Sichtungsturnier drei Niederlagen

Verdener Kreisauswahl kassiert beim Sichtungsturnier drei Niederlagen

Kommentare