RW Achims Keeper patzt zweimal – Lindhorst-Elf feiert nach 7:2-Erfolg Aufstieg in die Bezirksliga

Brockmann lädt FSV zum Titel ein

Achim - Von Dietmar SeeskoBeim Abpfiff von Schiri Hubert Neuhaus (Riede) gab es für den FSV Langwedel-Völkersen und seine Fans kein Halten mehr. 7:2 siegte die Lindhorst-Elf beim 1. FC Rot-Weiß Achim. Brachte damit den Kreisliga-Titel unter Dach und Fach – und steigt nach 41 (!) Jahren Abstinenz direkt in die Bezirksliga auf.

Es war ein Klassespiel, das Gastgeber Achim und der FSV Langwedel-Völkersen den über 150 Zuschauern trotz ständigem Nieselregen boten. Rassige Zweikämpfe, meist im Bereich des Erlaubten, neun blitzsaubere Tore und zumindest bis zum Halbzeitpfiff Spannung pur. Das Top-Spiel war ohne Abstriche eine Werbung für den Fußball. Das einzige, das fehlte, war der obligatorische Schampus zur Siegesfeier. Nicht mal ein Bierchen hatte der FSV beim Meisterfoto dabei. So alkoholfrei wurde in den letzten Jahrzehnten keine Mannschaft zum Meister gekürt.

Ein Sonderlob verdiente sich auch der 1. FC. Der Platz war hervorragend abgesperrt. Sogar ein Imbiss-Lkw war präsent. Allerdings störte, das die Senci-Elf im dunklen Blau, der FSV mit total schwarzem Trikot spielte. Aber Schiri Neuhaus hatte nichts auszusetzen. Dafür aber eine Vielzahl von Zuschauern, die insbesondere bei kribbeligen Strafraum-Szenen die Spieler kaum unterscheiden konnten.

„Wir haben sofort die richtige Einstellung gefunden. Was wir wollten, haben wir umgesetzt. Hinten sollte nichts anbrennen und schnell nach vorne gespielt werden. Die Tore fielen auch dementsprechend. Ich bin begeistert. Es war ein faires Spiel. Es waren vielen junge Leute, die sich in den Vordergrund gespielt haben. Wenn man am Ende oben steht, ist man auch verdient Meister geworden“, musste Coach Sascha Lindhorst jede Menge Hände schütteln und Glückwünsche entgegen nehmen. Auch von FC-Trainer Faruk Senci, der sofort gratulierte.

Im Spiel selbst begann der FSV mit einer sehenswerten Kontertaktik. Ließ den FC pausenlos und etwas kopflos anrennen. Pech hatte Ibo Lailo, dessen Freistoß (25.) gegen den Pfosten klatschte. Weitere FC-Chancen – Fehlanzeige. Ganz anders der FSV: Zwei krasse Fehler von Keeper Alexander Brockmann bestraften Christian Arndt und Alexander Stockmann mit dem 0:2 (40./45.+3). Als dann der ganz starke Emrah Tavan zum 0:3 (48.) traf, schien das die Entscheidung zu sein. Per Foulelfmeter verkürzte Ibo Lailo auf 1:3 (54.). Christian Arndt und erneut Ibo Lailo trafen zum 2:4 (63./75.). Alles klar machten Fabian Mannig, Daniel Throl und Janek Kamermann mit ihren Toren zum 2:7 (76./85./88.).

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